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Geschafft! Nach dem "Vertragsabschluss" gab es ein Gruppenfoto aller Beteiligten - Fotos: B.F. / Redw.

Klare Ansage: es geht hier um Talentförderung des Hessischen Fußballverbandes und des Deutschen Fußballbundes

04.06.09 - Fulda

Verstärkte Talentförderung im neuen "Schulfußballzentrum": Vertrag unterzeichnet

Junge Fußballtalente werden künftig in Fulda noch besser gefördert: durch die Einrichtung von Fußballtalentgruppen an der Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium). Die Kooperationsvereinbarungen zwischen Staatlichem Schulamt Fulda, der Rabanus-Maurus-Schule und dem Hessischen Fußballverband e.V. sowie zwischen dem Klinikum Fulda, der Stadt Fulda und dem Rasensportverein Petersberg wurden gestern Nachmittag unterzeichnet.

"Damit erhält die Talentsuche und Talentförderung im sportlichen Schwerpunkt Fußball an der Rabanus-Maurus-Schule als 'Partnerschule des Leistungssports' eine auf Nachhaltigkeit angelegte und gesichert vereinbarte Basis," sagte Schulamtsdirektor Dr. Michael Imhof dazu. Er ist im Staatlichen Schulamt Fulda verantwortlicher Dezernent für den Schulsport. „Wir haben hier eine win-win-Situation, von der alle profitieren: die Schule, die Fußballvereine, die Sportregion Fulda und insbesondere die Schüler und Schülerinnen,“ so Dr. Imhof während der Veranstaltung in der Rabanus-Maurus-Schule.

Durch die Teilnahme an den mehrstündigen Übungseinheiten des Schulfußballzentrums erhalten Vereinsfußballer im Sinne einer systematischen und behutsamen Leistungsentwicklung ein umfassendes, alters- und entwicklungsbezogenes Grundlagentraining, um sodann unter Vereins- und Landesfachverbandsregie in Stützpunkt- und Kadermaßnahmen weitergefördert zu werden, erläuterte der für die Talentgruppen verantwortliche Lehrer-Trainer Studienrat Sven Kramß von der Rabanus-Maurus-Schule.

Oberstudiendirektor Matthias Höhl zeichnete ein umfassendes Bild von den fördernden Rahmenbedingungen an der Rabanus-Maurus-Schule und vom Trainingsumfeld, das die leistungssportliche Ausbildung begleitet, wie z.B. die Hausaufgabenbetreuung durch den Leiter des Schulfußballzentrums, Sven Kramß, oder die Mittagsverpflegung. Die Schule sichere ferner den in den Talentförder- bzw. Leistungsgruppen trainierenden Schülern im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch Rücksichtnahme, etwa bei der Stundenplangestaltung, bei der Hausaufgabenbelastung und der Terminierung von Klassenarbeiten sowie Aufgeschlossenheit bei erforderlichen Freistellungen für Lehrgänge und Wettkämpfe, zu.

Für die personelle Ausstattung des Projekts haben das Hessische Kultusministerium und der Hessische Fußballverband die Voraussetzungen geschaffen. Beide stellen die Finanzmittel für je die Hälfte der Lehrer-Trainer-Stelle zur Verfügung. Dr.Stefan Asmus, Referent für Schulfußball beim Hessischen Fußballverband (HFV) würdigte das Interesse an der Fußball-Talentförderung in Fulda und betonte die Bedeutung dieser Sportförderung für den Fußball in Hessen. Mit Fulda werde das Netzwerk der Kooperationen zwischen den Schulsportzentren und dem HFV durch eine wichtiges weiteres Element ergänzt.

Für den Schulträger Stadt Fulda wies Bürgermeister und Sportdezernent Dr. Wolfgang Dippel auf den Stellenwert der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen als bedeutsames Glied der pädagogischen und sportlichen Vernetzung in der Sport- und Bildungsregion hin. Schul-, Vereins- und Schulfußballmannschaften nutzen somit auch gemeinsam Trainings- und Wettkämpfstätten, wie es die Kooperationsvereinbarungen vorsehen. Hier entstünden Synergieeffekte neben der sportlichen auch auf der Nutzungsebene, die die Stadt Fulda unterstütze.

Ein gewichtiger Eckstein im fußballsportlichen Talentprogramm ist die Kooperation mit dem Klinikum Fulda. Um eine optimale gesundheitliche Entwicklung und Versorgung der jungen Fußballtalente zu gewährleisten, sagt das Klinikum Fulda die sportärztliche Betreuung durch eine jährliche medizinische Untersuchung in der Abteilung für Schulterchirurgie und Sporttraumatologie unter Federführung des Leitenden Abteilungsarztes Dr. Frank Mehlmann zu. Klinikums-Vorstand Harald Jeguschke verwies auf die Verantwortung, in der sich das Klinikum Fulda gegenüber der Schulgesundheit und dem Schulsport sehe. Das Engagement des Klinikums sei auch Teil Selbstverständnis des Klinikums, für die Gesundheitsprävention in der Region Fulda Sorge zu leisten.

Zum Kreis der Kooperationspartner gehört auch der Rasensportverein (RSV) Petersberg. Martin Flügel vom Vorstand des RSV und Horst Glania, Schulsportkoordinator am Staatlichen Schulamt, machten den wechselseitigen Gewinn der Kooperation deutlich. Durch gemeinsame Trainingseinheiten und Vergleichsturniere lernten sich Aktive und Trainer besser kennen, so dass sich damit auch die Voraussetzungen für eine Übernahme von AG-Teilnehmern in die Jugendmannschaften des RSV Petersberg verbesserten. Ergänzend wiesen sie auf die Schulfußball AG hin, die von einem hochqualifizierten Trainer des RSV mit C-, B- und A-Lizenz geleitet werde, keinen Mitgliedsbeitrag koste und auch sozial schwächeren Schülern die Teilnahme am Fußball ermögliche.

Dass die „Kooperation Schule und Verein“ an der Rabanus-Maurus-Schule bereits lebt, zeigte das Kleinfeldturnier, das von zwei Mannschaften des Schulfußballzentrums und einem E-Jugend-Team des RSV Petersberg um 15.30 Uhr bestritten wurde. Hiermit wird bereits ein Punkt der Kooperationsvereinbarung umgesetzt, der eine engere Zusammenarbeit zwischen Vereinsübungs- und Sportlehrern der Schule, etwa bei der Gestaltung von Jugendtagen, Ausrichtung von gemeinsamen Turnieren und Sportveranstaltungen mit Leben füllt. Durch Leistungsvergleiche werde der Trainingsbetrieb in Arbeitsemeinschaften und Schulfußballgruppen erheblich aufgewertet und um ein wesentliches Wettkampfelement belebt, so Horst Glania.

Den Rahmen gestaltete der Journalist und Autor schmunzelnder Veröffentlichungen zum „Verstehen von Fußball“, Hermann Diel vom Hessischen Rundfunk hr4. Er lockerte mit den Programmpunkten „Aufwärmen“, „Auflockerung“ und „Schlusspfiff“ die Veranstaltung durch Lesungen auf, bevor diese in der „Verlängerung“ mit „Gesprächen-Kennenlernen-Händeschütteln“ ausklang. Musikalisch in Schwingung brachten die jungen Musiker Marta Santek und Robert Wienröder die Veranstaltung in der Mensa der Rabanus-Maurus-Schule. (Dr. Michael Imhof) +++


Nachdem das Konzept vorgestellt worden war...

....wurden die Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.


Schulamtsdirektor Dr. Michael Imhof

Der "Chef" der Rabanus-Maurus-Schule, Oberstudiendirektor Matthias Höhl


Aus seinem "Fußball-Verstehbuch" las der Journalist Hermann Diel humorvolle Stellen vor, die sich mit "aufwärmen" oder "Schlusspfiff" befassten

Auch Fragen wurden beantwortet


...und die Riege junger Talente hörte aufmerksam zu

Schauplatz der Veranstaltung: die neue Mensa des "Domgymnasiums"


Für musikalischen Schwung sorgten Marta Santek und Robert Wienröder

Der Fußball-Nachwuchs kam auch zu Wort


....und am Ende gab's noch lockere Gespräche. Klinikumsvorstand Harald Jeguschke (rechts) mit Fuldas Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (links)



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