Blasorchester. Ju-Jutsu und Volleyball – ihre Wirkungskreise im TFC 1884 Steinheim sind höchst unterschiedlich, doch eines haben Ursula Mosuch, Cornelia Neuberger und Wolfgang Hahn trotzdem gemeinsam: ihr außergewöhnliches Engagement für den Verein und den Sportlernachwuchs, das am Wochenende nun die verdiente Aufmerksamkeit und eine öffentliche Ehrung erfuhr. Dabei bildete die Akademische Feier anlässlich des 125-jährigen TFC-Bestehens den passenden Rahmen für Oberbürgermeister Claus Kaminsky, um die drei engagierten Vereinsmitglieder mit den Ehrenbrief des Landes Hessen auszuzeichnen.
"Sie mögen Ihr Wirken für selbstverständlich gehalten haben", so Kaminsky, "doch das ist ein solches zeitintensives und kontinuierliches Engagement ganz sicher nicht." Eine Selbstverständlichkeit sei allenfalls das Dankeschön, dass er bei dieser Gelegenheit stellvertretend und öffentlich für all jene aussprechen wolle, die in der Vereinsgemeinschaft von dem jahrelangen Wirken der drei Geehrten profitieren konnten.
Umfang und Bedeutung der Aktivitäten von Ursula Mosuch, Cornelia Neuberger und Wolfgang Hahn wurde schnell deutlich, als der OB auf die Einzelheiten des Wirkens einging.
Beinahe seit drei Jahrzehnten leitet Ursula Mosuch ohne Unterbrechung das Blasorchester des TFC. Wie er aus Gesprächen erfahren habe, so der OB, sei es vor allem ihrem unermüdlichen Einsatz zu verdanken, dass diese Abteilung ein hohes Ansehen genieße. Gerade die Nachwuchsarbeit sei für sie immer ein wichtiges Betätigungsfeld gewesen. Dabei engagiert sie sich nicht nur in der Abteilungsleitung, sondern erteilt auch Musikunterricht und initiiert Freizeitaktivitäten für die jüngeren Vereinsmitglieder.
Ihre Vereinskollegin Cornelia Neuberger hat 1976 die Volleyball-Abteilung des TFC gegründet und leitet diese Abteilung, die inzwischen zu den großen etablierten Bereichen des Vereins zählt, seit nunmehr 33 Jahren ununterbrochen. Durch die von ihr initiierten Volleyball-Freundschaftsspiele, so führte der Oberbürgermeister in seiner Rede aus, unterstützt sie darüber hinaus die Pflege der Städtepartnerschaften. Ihre besonders engagierte Art bei der Führung einer Abteilung mache Cornelia Neuberger zu einer unverzichtbaren Säule des TFC. Neben der Vereinsarbeit findet sie noch die Zeit, sich in der Sportkommission der Stadt Hanau zu engagieren, der sie seit 2001 angehört.
Ebenfalls ein "Mann der ersten Stunde" ist Wolfgang Hahn, der 1970 die Ju-Jutsu-Abteilung des TFC gründete und sie seither leitet. "Das bedeutet, dass er diese Aufgabe seit nunmehr 39 Jahren mit außergewöhnlichem Engagement erfüllt," machte OB Kaminsky die enorme Leistung deutlich. Unter Hahns Führung entwickelte sich die Abteilung außerdem zur mitgliederstärksten Sparte des Vereins. Daneben gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes (HJJV) im Jahre 1992, nachdem er zuvor schon in den Vorgängerorganisationen des Verbandes auf Vorstandsebene aktiv war. Für die von ihm geleisteten Arbeiten auf Landesebene wurde ihm vom Hessischen Ju-Jutsu Verband (HJJV) bereits die hohe Auszeichnung "4. Dan Grad Ju-Jutsu" verliehen.
Nachdem sich der Verein bei den drei Vereinsmitgliedern bereits mit allen Auszeichnungen bedankt hat, die dem TFC Steinheim zur Verfügung stehen, sei es nun an ihm, so Oberbürgermeister Kaminsky, das ehrenamtliche Wirken mit dem Landesehrenbrief auszuzeichnen.
Dabei sei dies eine Aufgabe, die er ausgesprochen gern und mit einem gewissen Stolz erfülle, denn eine Stadt und eine Gesellschaft, die sich auf solch tatkräftige Unterstützung und engagierten Einsatz verlassen könne, dürfe auch mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft blicken. +++