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Während der Galavorstellung mussten auch die Eltern mit ran.

Vorsitzender Christoph Burkard dankte den Artisten für die tolle Woche (von links) Stefan Ortmann, Rene Ortmann und Mathias Sperrlich.
11.06.09 - Petersberg
Zirkusfieber am Waidesgrund - "Kulturzirkus 2009" erfolgreich abgeschlossen
Elf Tage lang herrschte in Petersberg das Zirkusfieber. Am Ende waren alle, Kinder, Lehrer und Eltern von dem Virus befallen. Der Petersberger Kulturzirkus im Rahmen einer Projektwoche des Fördervereins der Johannes-Hack-Schule war ein voller Erfolg. Zu den zehn Veranstaltungen kamen knapp 5000 Besucher. 385 junge Artisten schnupperten Manegenluft und ernteten den frenetischen Applaus des begeisterten Publikums.
Selbstvertrauen für die Schüler
Die Schülerinnen und Schüler zeigten in vier Vorstellungen ihr Können – für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis. Egal ob bei der Taubendressur, als Fakire mit Schwertern und Feuer, mit der Pony- und Ziegendressur oder als alte Akrobaten, die Schülerinnen und Schüler der Johannes-Hack-Schule legten sich mächtig ins Zeug und zeigten, was sie innerhalb der Projektwoche gelernt hatten. Dabei stand nicht so sehr der Gedanke Höchstleistungen zu erbringen, sondern das Erfolgserlebnis im Vordergrund. Die jungen Nachwuchsartisten tankten in der Manege nicht nur Adrenalin, sondern auch jede Menge Selbstvertrauen, dass sie auf ihrem weiteren Schul- oder Ausbildungsweg auch gebrauchen können. Einmalig in jeder Hinsicht waren die Trapeznummern, die der Circus Rondell nach eigener Auskunft als einer von nur ganz wenigen Projektzirkusunternehmen anbietet. Nicht wenigen Zuschauern stockte der Atem, als furchtlose Schülerinnen von den starken Armen des kopfüber am Trapez hängenden Zirkusdirektors Rene Ortmann gepackt und hoch unter die Manegenkuppel geschleudert wurden.
Buntes Rahmenprogramm
Auch das Rahmenprogramm rund um die Projektwoche konnte sich sehen lassen. Bene Reinisch verzauberte die jungen Gäste anlässlich der Jubliäumsveranstaltung 90 Jahre RSV-Petersberg. Kein wilder, sondern ein ganz lieber war „Der Stier Ferdinand“, den die beiden Schauspieler Roman Moebusch und Steffanie Ramisch in die Manege brachten. Der Kinderchor unter Leitung von Christine Hauschild sorgte für die musikalische Umrahmung des ökumenischen Gottesdienstes im Zirkuszelt. Bis auf den letzten Platz gefüllt war das 700 Mann fassende Zirkuszelt beim Auftritt der Mundartkünstler Wolf & Bleuel – ein besonderes Erlebnis für Besucher und Künstler. Nicht minder turbulent ging es beim bunten Abend der Johannes-Hack-Schule zu. Die Lehrer hatten mit den Schülern ein mehr als zweistündiges Programm einstudiert, das die Besucher zu Beifallsstürmen hinriss. Den gelungenen Schlusspunkt setzte der Zirkus Rondel selbst. Die Artisten der Familien Ortmann und Sperrlich ließen es sich nicht nehmen, im Rahmen einer Gala-Vorstellung selbst ihr Können zu Zeigen. Rechtzeitig zu den Schülervorstellungen hatten die Schüler der Klassen 5 bis 7 auch eine Zirkuszeitung auf den Markt gebracht, die auf 40 Seiten die Projektwoche portraitierte und die einzelnen Artistennummern vorstellte.
Neue Mitglieder für den Förderverein
Fazit der 11 turbulenten Tage am Petersberger Waidesgrund. Alle Beteiligten waren zufrieden und überwältigt. Eine Wiederholung schließen die Verantwortlichen des Fördervereins nicht aus. Nach Ende der letzten Schülervorstellung machte die Idee eines Sommercamps im Jahre 2011 die Runde. Die Artisten vom Zirkus Rondel haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Abschied war für viele kleine und auch größere Nachwuchsartisten Herz zerreißend. Da war es gut, dass am Ende alle gemeinsam das große Zirkuszelt abbauten. Mit mehr als zweihundert helfenden Händen geschah dies in Rekordzeit. Nach knapp zwei Stunden war nicht nur das Zirkuszelt abgebaut, sondern mit samt der kompletten Einrichtung auf den Wagen verstaut. Nun wünschen sich die Verantwortlichen des Fördervereins, dass möglichst viele Eltern, „die vom Zirkusvirus befallen waren auch Mitglied im Förderverein werden.“ Vorsitzender Christoph Burkard: „Wir wollten mit dem Petersberger Kulturzirkus zeigen, was ehrenamtliche Elternarbeit bewegen kann. Nun hoffen wir auf zahlreiche neue Mitglieder, damit die Arbeit des Fördervereins auf eine breitere Basis gestellt und letztlich nachhaltig zum Wohl der Johannes-Hack-Schule gedeihen kann.“ +++

Am Ende jeder Schülervorstellung stand das große Finale.

Kein alltägliches Bild – Gottesdienst im Zirkuszelt

Der Seiltanz erforderte einen sehr guten Gleichgewichtssinn

Das sieht schon professionell aus.

Gebannt starrt das Publikum auf die Nachwuchsjongleure

Zirkusdirektor Rene Ortmann als Clown diskutiert mit einem Nachwuchsclown

Andre Sperrlich während der Gala-Vorstellung.