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Der Hünfelder SV zog gegen Walldorf den Kürzeren - Fotos: Bernd Vogt

HÜNFELD Hünfelder SV - RW Walldorf 1:2 (0:1)

47 Sekunden: Blitzstarter Thomasberger

25.04.22 - Groß war der Kreis, den HSV-Trainer Johannes Helmke direkt nach der 1:2 (0:1)-Pleite gegen Rot-Weiss Walldorf um sich scharte. Alle waren sie da: die Betreuer, das Trainerteam, die zahlreichen verletzten Spieler. Was es zu besprechen galt: die letzten Durchhalteparolen zu formulieren.

Denn wie schon ein bekannter Autohersteller vor Jahren feststellte: unmöglich ist nichts. Ob der Glaube an den Klassenerhalt aber tatsächlich noch da ist und die Durchhalteparolen nicht doch nur Worthülsen sind? Helmke sagte: "Im Fußball sind schon die verrücktesten Dinge passiert. Wären wir hier und heute chancenlos gewesen, hätte ich gesagt: das war’s. So aber haben wir gezeigt, dass wir imstande sind, jedes Spiel zu gewinnen." Fünf stehen in der Hessenliga-Abstiegsrunde noch aus, vier Siege könnten vielleicht schon langen. 

Lemm hat etwas Mitleid mit Hünfeld

Sein Gegenüber Artur Lemm pflichtete Helmke bei, er hatte fast etwas Mitleid mit Helmke und dem Hünfelder SV. Ihm sagte er: "Gebt nicht auf. Alles ist möglich. Ein Sieg nächste Woche und ihr seid im Geschäft." Und der Presse sagte Lemm frei heraus, "dass es um Hünfeld schade wäre, weil das einfach ein sehr sympathischer Verein ist." Er hatte aber natürlich allen Grund zur Freude: Zuletzt ein 0:5 gegen Hanau und der Pokal-K.o. gegen Verbandsligist Rüsselsheim hatten Spuren hinterlassen. "Nun aber haben wir gezeigt, dass das Ausrutscher waren. Und die Restzweifel im Abstiegskampf haben wir auch beseitigt."

Richtig gut war Walldorf aber nicht, zumindest nicht spielerisch – dafür läuferisch und kämpferisch auf der Höhe. In keiner längeren Spielphase hatten die Gäste Kontrolle. Der HSV hingegen lieferte seine seit vielen Monaten beste Leistung ab, hatte mit Maximilian Fröhlich gar den besten Spieler auf dem Platz in seinen Reihen. Nur: Mittelstürmer Fröhlich nutzte keine seiner drei sehr guten Chancen; Walldorf agierte hingegen eiskalt – und machte aus langer Zeit wenig viel.

Die kalte Dusche gab es nach 47 Sekunden: Aus einer unnötig verursachten Ecke, die nicht einmal gut getreten war, resultierte das ganz frühe 0:1. Das 0:2 entsprang einem Spielzug über rechts. "Zwei Fehler haben wir heute gemacht. Diese Ecke verursacht und unsere Chancen nicht genutzt", sagte Helmke, der selbst am besten wissen wird: hätte der HSV öfter so aufgespielt, der Klassenerhalt käme nicht einem kleinen Fußballwunder gleich. (tg)

Die Statistik:

Hünfelder SV: Kaiser; Wenzel, Faulstich (30. Häuser), Witzel, Schilling (85. Waider) – Alles, Gadermann (71. Zvekic) – Vogt, Rohde, Krieger – Fröhlich.
Rot-Weiss Walldorf: Czirbus; Kunert, Matheisen, Thomasberger – Borger, Geisler, Ludwig, Eichfelder (87. Wendnagel) – Schneider (62. Dogan)– Struwe, Konate-Lueken (77. Haliti).
Schiedsrichter: Tobias Lecke (FSG Bebra).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Maximilian Thomasberger (1.), 0:2 Julian Ludwig (71.), 1:2 Andre Vogt (89., Foulelfmeter).+++

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Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.


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