In ihrem Jahresrückblick bilanziert die Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke: "Das Jahr 2008 war mit Sicherheit das arbeitsintensivste, aber auch das erfolgreichste Wanderjahr seit 1983. Der 108. Deutsche Wandertag, seit 2005 beim Rhönklub in der Vorplanung, hat alle Mitglieder des Vereines, vor allem die in verantwortungsvoller Position, enorm gefordert und in Anspruch genommen. Das „Stammpersonal“ der Geschäftsstelle in Fulda, Frau Schütze, Frau Hampel und Frau Köhler sowie zusätzlich als Vollkraft Frau Sigrid Asbrand standen „ihren Mann“ mit vielen Überstunden. Dem hauptamtlich beschäftigten Personal wurde anlässlich der 133. Hauptversammlung großes Lob und höchste Anerkennung und vor allem großer Dank unter dem Beifall der Delegierten ausgesprochen.
Dank sagte die Präsidentin aber auch all den Sponsoren und Spendern, die den Rhönklub finanziell hervorragend unterstützt hatten. An der Spitze das Land Hessen. Die fünf Rhöner Landkreise standen ebenso fest zum Rhönklub wie alle Sparkassen der Rhön und ganz viele Firmen. Unbeschreiblich und kaum in Worte zu fassen sei die Unterstützung durch die Stadt Fulda gewesen, so die Präsidentin. Herr Oberbürgermeister Gerhard Möller habe sich als bester Freund (und langjähriges Mitglied) des Rhönklubs gezeigt! Was er dem Rhönklub aus seinem Mitarbeiterstab zur Seite gestellt hat, sei überwältigen gewesen. Einmalig war mit Sicherheit in der Geschichte Deutscher Wandertage die kostenlose Versorgung der Wanderer unterwegs bei den über 100 geführten Touren mit frischem Obst von der Firma tegut. Der 108. DWT in Fulda und der Rhön wird in die Geschichte der Deutschen Wanderbewegung eingehen als ein harmonisches Beisammensein von insgesamt ca. 50.000 begeisterten Wanderfreunden, die eine Rhön erleben konnten wie aus einem von Designern bearbeiteten Bildband. Die Fan-Meile bleibe wohl allen unvergessen.
Dank an Oberbach
Die 132. Hauptversammlung in Oberbach im Jahr 2008 war bestens organisiert! Dem ZV Oberbach konnte ein großes Kompliment und herzlichster Dank gesagt werden. Die Neuwahlen hatten neue Namen gebracht: Vizepräsident Ernst Klüber, Hauptwegewart Thomas Lemke, Hauptkulturwart Josef Kiesel und endlich eine Hauptfamilienwartin, nämlich Edith Zink! Für alle anderen Posten erfolgte in Oberbach Wiederwahl. Mit überwältigender Mehrheit hatten die Delegierten sich in Oberbach für eine Umbenennung der Vereinszeitschrift ausgesprochen. Sie erhielt den neuen Namen „Die Rhön – Wandern & Mehr“ und die Delegierten stimmten, nach kleinen Änderungswünschen, dem neuen Leitbild des Rhönklubs zu. Allen Hauptfachwarten konnte beste Arbeit bescheinigt werden. Der Hauptvorstand bestehe aus 17 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern, die alle hohe Verantwortung trügen und die deshalb großen Dank verdienten.
Arbeit in den Zweigvereinen und den 5 Gauen
Was für die Mitglieder des Präsidiums gilt, das gelte gleichermaßen auch für die Arbeit in den Zweigvereinen und in den Gauen. Die Jahresberichte aller 89 Zweigvereine, genau wie die der 5 Gauvorsitzenden, legten Zeugnis ab von unendlich viel Fleiß, Ideenreichtum und Engagement. Besonders in der Woche des DWT in Fulda und in der Rhön habe sich gezeigt, wie groß das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Arbeit überall ist, so die Präsidentin in ihrem Jahresbericht.
Statistik
Die Wanderführer des Rhönklubs haben in 2008 insgesamt 70.487 Wanderfreunde geführt und ihnen die Heimat erschlossen. Immerhin haben sich auch 5057 Väter, Mütter und Kinder an Familienwanderungen beteiligt! Die Wegewarte, Naturschutzwarte und Hüttenbetreuer haben zusammen fast 26.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden aufgebracht. Die Ausgaben für Hütten, Jugend- und Kulturveranstaltungen belaufen sich im Jahr 2008 auf 398.350,- €. Bei einer Abfrage des Deutschen Wanderverbandes habe der Rhönklub e.V. nach Kassel insgesamt 44.778 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden melden können.
Schlussbemerkungen
Der Rhönklub habe auch im vergangenen Jahr seine Kompetenz im „Fach“ Wandern bewiesen. Fast in jedem Zweigverein stünden inzwischen von Gerhard Schäfer bestens ausgebildete Wanderführer bereit, um auch Fremde in die Rhön zu führen. Das müsse in Zukunft noch mehr bekannt gemacht werden. Die Naturschutzarbeit könne und müsse verbessert werden. Den Familien sollte die ganze Aufmerksamkeit gelten. Das Bekenntnis zur Rhönheimat und damit zum Rhönklub müsse an 1. Stelle stehen. Wer sich einbringt, mache natürlich auch Fehler! Nur wer gar nichts tut, bleibt von Fehlern verschont. Mit einem Wort von Demokrit beendete die Präsidentin ihren Jahresbericht. „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende!“ Es wäre wünschenswert, dass jeder am Ende seines Handelns für den Rhönklub auch ein wenig Glück empfinden könne, denn, es sei wirklich ein Glücksgefühl, wenn man einem Mitmenschen etwas Gutes tun kann, sei es beim Wandern, beim Singen, beim Musizieren, bei der Arbeit an einer der Hütten oder einem denkmalgeschützten kleinen Bauwerk! Beispiele gäbe es in Fülle.
Regina Rinke, Pressesprecherin des Rhönklub e.V.+++