Linksfuß, variabel einsetzbar: André Vogt - Archivfoto: Jonas Wenzel/yowegraphy

FULDA Neues Arbeitsumfeld ist Flieden

André Vogt: Wollte einfach nochmal eine Veränderung

09.05.22 - So furchtbar überraschend war die Meldung dieser Tage nicht, dass André Vogt sein Arbeitsumfeld vom Hünfelder SV hin zum SV Flieden verlagert; seit Wochen schon kursierte sie unter Osthessens Fußball-Anhängern. Sei's drum: Für seinen neuen Verein dürfte die Verpflichtung des torgefährlichen Offensivspielers eine Bereicherung sein. Einiges spricht für eine Win-win-Situation.

Dass der 26-Jährige am Samstag, einen Tag, nachdem der SV Flieden Vogts Vertragsunterzeichnung publik gemacht hatte und nach der 0:3-Heimniederlage seines Noch-Vereins Hünfeld gegen Griesheim, hat einen simplen Grund. Vogt weilte bei einer Hochzeit - nicht bei der Vermählung von HSV-Co-Trainer Simon Grosch. "Ich denke, die Jungs werden auch ohne mich tüchtig gefeiert haben", lachte er und meint seine Noch-Mitspieler aus der Haunestadt. "Auch wenn es sportlich nicht so viel zu feiern", legt Vogt ein wenig traurig, aber nüchtern nach. "In der Rückrunde haben wir nur einen Punkt geholt. Und wenn du immer nur einen holst, ist es auch klar. Und der Ausgang gegen Griesheim ist natürlich bitter."

Aufstiegsspiele zur Regionalliga als Höhepunkt

André Vogt (Zweiter von rechts) unter Fliedenern, von links: 2. Vorsitender Frank ...Foto: Verein

Auf die Beweggründe seines Wechsels angesprochen, sagt er knapp, aber klar: "Ich wollte einfach nochmal eine Veränderung." Vier Jahre spielte er für den HSV. "Der SV Flieden hat sich bei mir gemeldet. Und ich habe gesagt: Ich mach' das." Vogt, der zunächst für ein Jahr zusagte, arbeitet in Hünfeld - und wohnt in Künzell. "Der Aufwand ist für mich jetzt deutlich größer." Der 26-Jährige, dessen Heimatverein der SV Steinbach ist, hat vor allem ein Ziel im Auge. "Mit den Neuzugängen Marc Röhrig oder Chris Bohl steht dann schon 'ne gute Offensive - und ich hoffe, dass mehrere Spieler, die langzeitverletzt sind oder waren, zurückkommen. Wie Luca Gaul, Fabian Schaub, Marius Kullmann oder andere."

Vogts Vita hat bisher durchaus einiges zu bieten. Bis zur C-Jugend kickte er für seinen SV Steinbach - ehe er zwei Jahre in den Nachwuchsbereich des Bundesligisten Mainz 05 wechselte. Er kehrte zurück nach Osthessen, spielte ein Jahr für die A-Junioren des JFV Viktoria Fulda. Noch - oder schon - als 17-Jährigen zog ihn Henry Lesser als Trainer des TSV Lehnerz in den Männerbereich hoch.

Und diese Zeit bezeichnet er auch als die schönste seiner Karriere. "Die Aufstiegsspiele zur Regionalliga waren ohne Frage das Highlight", betont Vogt. "Du hast gefühlt fast jede Woche gewonnen. Und insgesant vor etwa 8000 Zuschauern gespielt. Als Mannschaft haben wir da richtig gute Spiele abgeliefert." 4000 kamen im Heimspiel gegen Hauenstein, ebenso viele beim Auswärtsspiel in Bahlingen. 

Wie der Vater, so der Sohn

Wie der Vater, so der Sohn. Was es so oft im Fußball gibt, das trifft auch auf das Haus Vogt zu. Auch Andrés Vater Jürgen ist ein Kind des SV Steinbach, kickte aber auch in Ufhausen. Mit Hugo Kochanski, ebenfalls ein Jung aus dem Mühlengrund, war Jürgen Vogt Spielertrainer in Kiebitzgrund. Später engagierte sich Jürgen alleine noch in Großenbach und Marbach. Auf seinen Sohn André, der von Verletzungen bisher weitgehend verschont blieb und "nur" in seiner Lehnerzer Zeit einen Außenbandriss hatte, wartet nun eine neue Etappe seines Lebens. (wk) +++


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