Gottesdienst Hoch oben 10. Mai 2022 - Foto: Magdalena Kalb

FULDA Auf dem Frauenberg

Ein Gottesdienst der zum "Aufblühen" einlud: "Lernt von den Lilien des Feldes!"

11.05.22 - Der "Hoch-oben-Gottesdienst" im Rahmen der Kooperation Frauenberg - Franziskaner & antonius stand am Dienstag unter dem Motto "Lernt von den Lilien des Feldes…?". Gemeinsam mit dem Fachverband Deutscher Floristen Hessen-Thüringen ging es darum, was uns im Leben zum Blühen bringen kann und was Gottvertrauen und der Glaube an sich selbst damit zu tun haben. Zelebriert wurde der Gottesdienst durch Prof Dr. Karlheinz Diez.

Blumen offenbaren Gottes Schönheit und zeigen uns auch manchmal, wie wir leben sollen: Blumen leben, blühen und duften nicht für sich selbst, sondern bereichern und erfreuen die Welt und unser Leben. Dabei sorgen sie sich nicht um ihre Gestalt, sondern vertrauen auf ihre Vollkommenheit. Auch im antonius LadenCafé (antonius Produktionsort für Floristik und Flechterei) und am Frauenberg wird dieses "Aufblühen" sichtbar. Die Besucher erleben hier hautnah die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung, die als Botschafter für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben agieren und die Kunden immer wieder begeistern. Gemeinsam mit dem Fachverband Deutscher Floristen Hessen-Thüringen, gestaltete das antonius LadenCafé den Gottesdienst und verteilte vor der Messe kleine Blumengrüße an die Besucher. Für die musikalische Umrahmung sorgte der antonius Chor. 

Begegnungen, die Menschen zum Blühen bringen

In seiner Predigt ging Diez vor allem auf die Dinge ein, die unser Leben "zum Blühen bringen" und stellte dabei einen Bezug zur Heiligen Schrift her. Im Matthäusevangelium ist er auf die Lilien gestoßen, die symbolisch für Reinheit, Hochachtung und Liebe stehen und deshalb oft mit der Muttergottes in Verbindung gebracht werden. Außerdem sei der Monat Mai der Marienmonat. Diez predigte weiter, dass es in jedem Leben Menschen, Situationen oder Begegnungen gäbe, die einen innerlich zum Blühen bringen. "Für Großeltern ist es der Besuch des Enkelkindes, für Kranke ist es eine befreiende Nachricht nach einer Untersuchung, die Aussicht auf eine Reise oder Ähnliches. Manchmal sind es die ganz kleinen Dinge im Leben. Irgendetwas oder jemanden gibt es, dass uns innerlich zum Blühen und äußerlich zum Strahlen bringt", so der Theologe. In der heiligen Schrift gibt es eine Stelle, die besonders zeigt, was unser Inneres zum Blühen bringen kann und dass wir Menschen uns viel zu oft unnötig Sorgen machen. Jesus sagt, wir sollen unseren Blick auf die Natur richten, auf die Vögel des Himmels, auf die Lilien auf dem Feld, auf das Gras. "Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht so gekleidet, wie eine von ihnen."

Ruhe, Gelassenheit und Gottvertrauen

Übertragen auf unser Leben stellte Diez dar, dass wir uns häufig viel zu oft Sorgen machen: um Essen, Trinken, Kleidung, Gesundheit und das Leben überhaupt. Die Menschen denken alles Regeln und Richten zu müssen und versuchen ständig Vorsorge zu betreiben. In dieser Hektik, so Diez, vergesse man häufig das Wesentliche - und da sagt Jesus "Stopp." Er hält uns an, sich keine Sorgen zu machen, denn sie verlängern das Leben nicht. Man solle versuchen Arbeit und Ausruhen, Sorge und Vertrauen in die Waage zu bringen und dabei Gott zu vertrauen. Er weiß, was wir brauchen und dass wir nicht alleine dastehen. Wir sollen unsere Sorgen an ihn abgeben, denn er ist uns nah und kümmert sich. In diesem Wissen können wir in Frieden und Gelassenheit leben und dabei sprichwörtlich aufblühen.

Eine Blume vergleicht sich nicht, sie blüht einfach

Gabriele Link, Vorsitzende des Fachverbands Deutscher Floristen Hessen Thüringen, richtete zum Schluss ebenfalls noch einige Worte an die Anwesenden. Sie und Ihre Kollegen legen besondere Aufmerksamkeit darauf, Menschen durch Blumen zu erfreuen und auch zu trösten. "Das tun Blumen, von der Geburt bis zum Tod begleiten sie uns bei Freude und helfen auch über Traurigkeit hinweg", so Link. Wie eine Blume, die langsam aufgeblüht ist, beschreibt sie auch die Kooperation von Franziskanern & antonius. So selbstverständlich wie Blumen am Wegesrand blühen, so kommen auch Menschen am Frauenberg selbstverständlich zusammen und zeigen ihre Talente. Gabriele Link bedankte sich im Namen des Verbandes beim Netzwerk antonius für die Möglichkeit einen gemeinsamen Gottesdienst zu zelebrieren und schloss mit dem Zitat: "Eine Blume macht sich keine Gedanken, ob sie mit der Blume neben sich mithalten kann, sie blüht einfach."

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein gemütliches Beisammensein mit kleinem Imbiss auf der Terrasse des FLORA Klostercafes statt. (pm) +++


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