FULDA Weiter rätselhafter Fall Gallasiniring

Nach Tod von 13-Jährigem: Auch nach Obduktionsergebnis keine Erklärung

20.05.22 - Besonders nach dem erst kürzlich berichteten gewaltsamen Tod der beiden Geschwister in Hanau hatte ein weiterer schrecklicher Todesfall eines Kindes in Fulda die Öffentlichkeit der Region aufgeschreckt und beunruhigt: Am späten Samstagabend gegen 22.30 Uhr hatte ein Zeuge die Polizei informiert, dass ein Kind aus einem Fenster eines Mehrfamilienhauses im Gallasiniring in Fulda gestürzt sei. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurde ein schwer verletzter 13-jähriger Junge vor dem Haus gefunden, der trotz umgehend eingeleiteter, medizinischer Versorgung kurze Zeit später in einem Krankenhaus verstarb. Danach stellten sich viele Fragen, die bis zum heutigen Donnerstag alle unbeantwortet blieben: Wie konnte es zu diesem schrecklichen Unglück kommen? 

Die Polizei hatte umgehend die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen und die Staatsanwaltschaft Fulda zunächst die Obduktion des jugendlichen Todesopfers durch die Gerichtsmedizin in Gießen veranlasst. Die Ergebnisse dieser Untersuchung des Leichnams liegen seit heute Morgen zwar vor, doch die entscheidende Frage, ob es sich bei dem Fenstersturz um einen tragischen Unglücksfall, etwaiges Fremdverschulden oder einen Suizid gehandelt hat, können indessen immer noch nicht abschließend beantwortet werden.

Wie konnte es zum Tod eines 13-Jährigen in Fulda kommen? Fotos: Henrik Schmitt

Der Junge fiel aus dem dritten Stock

Pressestaatsanwältin Sarah Lomb im O|N-Interview

Wie die für Presseauskünfte zuständige Fuldaer Staatsanwältin Sarah Lomb am Donnerstagmorgen im Interview mit OSTHESSEN|NEWS erklärt, sei von den Gerichtsmedizinern zwar festgestellt worden, dass die schweren Verletzungen als Folge des Sturzes aus dem dritten Stockwerk todesursächlich gewesen seien, doch wie es tatsächlich dazu kommen konnte, bleibt zunächst weiter ungeklärt. Alle drei genannten Möglichkeiten zur Begründung stehen weiter im Raum und sollen jetzt durch die laufenden Ermittlungen endgültig aufgeklärt werden. Auf die Frage, ob es im Vorfeld Erkenntnisse über Schwierigkeiten innerhalb der Familie des 13-Jährige gegeben habe, wie es offenbar in Hanau der Fall war, verneinte das Staatsanwältin Lomb. Solche Informationen lägen derzeit nicht vor. Auf Nachfrage bestätigte sie auch, dass es keinen Abschiedsbrief des 13-Jährigen gebe. Wir berichten weiter, sobald sich neue Informationen zu dem Todesfall ergeben. (ci)+++ 


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