Die Europaministerin Lucia Puttrich kam anlässlich des EU-Projekttages mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch - Fotos: Lea Hohmann

FULDA Im Rahmen des bundesweiten EU-Projekttages

Europaministerin besucht Freiherr-vom-Stein-Schule - "Krieg ist unbegreiflich"

24.05.22 - Der Krieg in der Ukraine beschäftigt uns mittlerweile seit vielen Wochen. Fast drei Monate ist es her, dass die demokratischen Grundwerte in Europa durch die Invasion Russlands in die Ukraine ins Wanken geraten sind. Die Ängste und Sorgen in der Bevölkerung sind groß - auch bei jungen Menschen. Im Rahmen eines EU-Projekttags, bei dem an Schulen das Interesse junger Menschen an der EU gestärkt und das Wissen über die europäische Politik erweitert werden soll, besuchte Europaministerin Lucia Puttrich die Freiherr-vom-Stein-Schule, um mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam über die Auswirkungen und Folgen des Ukraine-Kriegs ins Gespräch zu kommen.

Das Interesse bei der Schülerschaft war groß

Viele Schülerinnen und Schüler haben angesichts der aktuellen Situation viele ...

Bereits vor vier Jahren besuchte die Europaministerin die Freiherr-vom-Stein-Schule zu einem gemeinsamen politischen Austausch. Diesmal wurden die Politikerin sowie die Schülerinnen und Schüler jedoch mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert. "Wir haben uns damals mit Kleinkram beschäftigt. Niemand hätte gedacht, dass wir heute wieder Krieg in Europa haben. Unsere europäischen Grundwerte sind in großer Gefahr. Die aktuelle Situation in der Ukraine ist kaum vorstellbar", so Puttrich. Wird es einen dritten Weltkrieg geben? Wie lange dauert die Invasion Russlands in die Ukraine noch an? Und besteht die Gefahr eines Atomkriegs? Viele Schülerinnen und Schüler haben angesichts der aktuellen Situation viele offene Fragen.

Die europäischen Grundwerte sind in großer Gefahr

Bereits vor vier Jahren besuchte die Europaministerin die Freiherr-vom-Stein-Schule ...

Auch einige kommunale Politiker waren vor Ort

"Vernichtungskrieg in vollster Brutalität"

Die Ängste seien laut Puttrich überall gleich. "Wir haben uns die Situation lange versucht schönzureden. Russland führt einen Vernichtungskrieg und das in vollster Aggressivität und Brutalität - das ist schwer zu begreifen. Jetzt müssen wir als EU zusammenstehen und Geschlossenheit zeigen", so die Ministerin, die betont: "Ein Krieg war vor dem 24. Februar außerhalb unseres Vorstellungsvermögens." Im Angriff auf die Ukraine sieht Puttrich gleichzeitig einen Angriff auf die Demokratie in Europa. "Wir werden die Folgen des Ukraine-Kriegs in Deutschland deutlich spüren, vor allem wirtschaftlich. Freiheit und Demokratie haben leider ihren Preis", so die Politikerin.

Auch die steigende Inflation, die Bildung der aus der Ukraine Geflüchteten sowie die Maßnahmen und Sanktionen der EU im Kampf gegen den Krieg interessierten die Schülerschaft brennend. "Wir haben in Deutschland eine wirklich hohe Integrationsleistung und sind bemüht, den Flüchtlingen eine würdige und vollkommene Bildung zu garantieren", so Puttrich.

EU wertschätzen und schützen

"Die europäischen Grundwerte sind erstmals seit langer Zeit wieder in Gefahr. Wir müssen die EU wertschätzen und schützen", betonte Johannes Odenthal, stellvertretender Schülersprecher. Auch Schulleiter Dr. Ulf Brüdigam machte deutlich: "Viele demokratischen Werte schienen vorher als selbstverständlich. Jetzt sind wir mit den ernsthaften Folgen und Auswirkungen des Krieges konfrontiert". Musikalisch begleitet wurde der gemeinsame politische Austausch, bei dem unter anderem auch viele kommunale Politiker vor Ort waren, vom Schulorchester. Das Interesse der Schülerschaft war groß. "Wir hoffen, dass die Menschen irgendwann wieder in ihre geliebte Heimat zurück können, so Puttrich abschließend. (Lea Hohmann) +++


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