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SPD-Unterbezirkschefin Birgit Kömpel über die Stimmung an der Basis und ihren Stolz auf den Kanzler. - O|N-Archivbild: Henrik Schmitt

FULDA Kontroverse Debatten im Unterbezirk

Birgit Kömpel über Stimmung an der Basis und ihren Stolz auf den Kanzler

27.05.22 - Mit 85 Prozent der Delegiertenstimmen ist die frühere Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel am vergangenen Wochenende in ihrem Amt als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks (UB) Fulda bestätigt worden. Die 54-Jährige, die beruflich als Senior Recruiting Manager für die Gewinnung von Fach- und Führungskräften bei der Deutschen Bahn AG tätig ist, hatte die ehrenamtliche Leitungsposition bei den heimischen Sozialdemokraten im Juni 2020 von der Landtagsabgeordneten Sabine Waschke übernommen.

Mit OSTHESSEN|NEWS sprach Kömpel, die im Eichenzeller Ortsteil Büchenberg zu Hause ist, über Erreichtes und über das, was Vorstand und Mitgliedern im Unterbezirk an Aufgaben und Herausforderungen bevorsteht. Aber auch die "große Politik" in Berlin, wo die SPD unter Bundeskanzler Olaf Scholz ein Dreierbündnis mit Grünen und FDP anführt, war Thema.

O|N: Wie bewerten Sie Ihre Wiederwahl als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Fulda?

Birgit Kömpel: Ich freue mich über das gute Ergebnis. 85 Prozent ist ein demokratisches Ergebnis und bedeutet, dass eine große Mehrheit unserer Mitglieder Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes hat. 

Wie würden Sie die aktuelle Stimmungslage im UB Fulda bezeichnen?

Wir haben uns pandemiebedingt in den letzten zwei Jahren nur eingeschränkt treffen können. Wir Sozialdemokraten diskutieren gerne - auch kontrovers - und ringen innerhalb unserer Partei auch um Lösungen bzw. Anträge. Das hat in den letzten zwei Jahren gefehlt. Ich spüre derzeit ein großes Bedürfnis seitens unserer Mitglieder, sich wieder zu treffen und viel Raum für Diskussionen zu öffnen. Das zeichnet uns aus und das ist auch eine der zentralen Aufgaben des neuen Vorstands.

Wie ist die Mitgliederbewegung im Unterbezirk Fulda?

Wir haben leider altersbedingt einige Mitglieder im Unterbezirk in den letzten Jahren verloren. Dennoch konnten wir einige neue Mitglieder neu dazu gewinnen. Insbesondere bei den Jusos können wir Zugewinne verzeichnen.

Welche Ziele haben Sie und Ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen des UB Fulda sich für die anstehenden Wochen und Monate auf die Fahnen geschrieben?

• Wieder mehr Präsenz in der Fläche und Teilnahme an Mitgliederversammlungen
• Mitgliederwerbung und Treffen für neue Mitglieder anbieten
• Interne Schulungen/Seminare für unsere kommunalen Mandatsträger:innen anbieten 
• Diskussionsformate/-veranstaltungen anbieten

Wie würden Sie die aktuelle Politik der Bundesregierung unter Führung des SPD-Bundeskanzlers Olaf Scholz kennzeichnen?

Die Politik insgesamt ist derzeit bestimmt von einer Krise in die andere. Egal ob Corona oder auch der Krieg in der Ukraine. Deshalb bin ich sehr froh, dass unser Bundeskanzler Olaf Scholz sehr besonnen und teilweise auch zurückhaltend agiert bzw. reagiert. Es gibt derzeit kein Richtig und kein Falsch. Als Kanzler kann Olaf Scholz nicht einfach mal so ein Statement an die Presse geben. Da haben es so manche Politiker:innen oder auch Minister:innen im Kabinett einfacher. Sein Wort hat sehr viel mehr Gewicht und Auswirkungen auf internationaler Ebene. Deshalb fühle ich mich mit seiner besonnenen Art gut aufgehoben. 

Wie wirkt sich diese Politik derzeit auf die Arbeit im UB Fulda beziehungsweise in den Ortsverbänden aus?

Natürlich sind wir froh und stolz, dass unsere Partei jetzt die größte Fraktion im Bundestag und den Kanzler stellt. Unsere Partei bietet seit einiger Zeit für alle Mitglieder regelmäßig verschiedene Online-Formate an, um sich über aktuelle Themen zu informieren und auch innerhalb der Partei zu diskutieren. Denn als Volkspartei sind die Meinungen über die aktuelle Politik mit einer großen Bandbreite vertreten. Das ist auch im Unterbezirk Fulda so. Und genau deshalb ist es auch so wichtig, wieder Diskussionsveranstaltungen auf Unterbezirksebene anzubieten. Ein erster Schritt war die Diskussion über den Ukraine-Krieg mit dem für Fulda zuständigen Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels im Vorfeld unseres Parteitags.  Eingeladen waren hierzu alle Mitglieder, nicht nur die Delegierten für den Parteitag. Hier konnten wir uns intern über die bundespolitischen Themen informieren und unsere Fragen dazu stellen. Es ist wichtig, dass die Stimmung in der sogenannten Basis gehört und nach Berlin mitgenommen wird. Als UB-Vorstand nehmen wir an den verschiedenen Mitgliedsveranstaltungen teil und tragen so auch die Informationen aus der Politik im Bund, im Land und im Kreis in die Fläche. (Bertram Lenz)+++


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