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Der SV Neuhof (rechts) feierte in Dietkirchen seinen ersten Sieg in der Aufstiegsrunde - Archivfoto: Carina Jirsch

OSTHESSEN Bilanz und Ausblick

Zwischen tollem Ergebnis, Vorfreude auf viele Derbys und Neuanfang

02.06.22 - Die Saison  ist vorüber. Grund genug für OSTHESSEN|NEWS, um bei den osthessischen Fußball-Hessenligisten - außer dem Meister SG Barockstadt - nachzufragen. Nach einem Fazit, wie diese spezielle, bis ins Frühjahr hinein stark von Corona geprägte Serie verlaufen ist. Aber auch und vor allem nach der Neu-Ausrichtung für die bevorstehende Runde. Das betrifft den SV Neuhof, der wie auch der SV Steinbach den Klassenerhalt schaffte. Ebenso sind der Hünfelder SV und der SV Flieden, die beide den Weg in die Verbandsliga antreten müssen, angesprochen. 

SV Neuhof: Starke Bilanz - aber ein Vollstrecker fehlt

Neuhofs Trainer Alex Bär Archivfoto: Carina Jirsch

Das Fazit: Mit vier Siege, sieben Remis und sieben Niederlagen belegte das von Alexander Bär trainierte Team Rang neun der zehnköpfigen Aufstiegsrunde. Und dass der SVN die erreichte, kam - nicht einer Sensation - aber einer gehörigen Überraschung gleich. "Eine starke Bilanz. Ein tolles Ergebnis", freut sich Bär, "wir haben eine geile Vorrunde gespielt. Auch wenn wir nicht immer die Ergebnisse erzielt haben, wir haben überall mitgehalten und uns Respekt verdient". Immerhin mussten der SVN und Bär in der Winterpause wieder einmal einen rasanten Personalwechsel verkraften: Mit Klapan und Ganime Bastos brach die komplette Innenverteidigung weg, Diakiese und Akif Kovac gingen zudem. Acht verließen den Verein insgesamt - mehr Neue kamen. Und das Team machte seine Sache gut im zweiten Teil der Saison. 

Der Ausblick: "Wir wollen unsere Spieler halten", betont der Coach. "Es fehlt vor allem an einem Stürmer oder Vollstrecker. Wir wissen aber noch nicht, was wird". Am liebsten sähe es Bär, wenn alle Spieler zurückkämen zur Vorbereitung auf die neue Saison, "im Moment haben wir noch keinen Abgang".

Hünfelder SV: Wieder angreifen in der Verbandsliga

Johannes Helmke, rechts Co-Trainer Simon Grosch Archivfoto: ON

Das Fazit: Nach dem abschließenden Spiel der Serie am Sonntag in Bad Vilbel (2:0) habe er im obligatorischen Kreis zu seinen Spielern gesprochen. "Es war eine lange Saison mit Höhen - vor allem in der Vorrunde - und Tiefen", erklärt Trainer Johannes Helmke. "Aber wir haben den Klassenerhalt nicht erreicht. Das Momentum war nicht auf unserer Seite."

Der Ausblick: Man werde wieder angreifen, verrät Helmke über den Neustart in der Verbandsliga. Er erwartet eine interessante Runde mit vielen Derbys. Acht Vereine aus der osthessischen Region sind beteiligt (50 Prozent der Liga) - darunter die Neuen Hünfeld und Flieden als Ab- sowie Bronnzell als Aufsteiger. Franz Faulstich, Sebastian Alles, André Vogt, Nils Wenzel und Christoph Sternstein gehen - Mark Zentgraf, Maximilian Brehl und Karlo Vidovic kommen - geplant sind weitere Zugänge. Helmke sagt wegen der Rochade in der Personalpolitik: "Der restliche Stamm bleibt. Alle anderen Spieler haben fix zugesagt." Aus der zweiten Mannschaft, die in die Kreisoberliga absteigen muss, oder aus der Jugend habe man noch "zwei oder drei Alternativen". Jetzt gelte es erst einmal, vom Fußball Abstand zu gewinnen - ehe es nach vierwöchiger Pause Ende Juni mit der Vorbereitung auf die nächste Saison weitergeht.

SV Flieden: An der einen oder anderen Schraube drehen

Fliedens Sportlicher Leiter Martin Hohmann Archivfoto: ON

Das Fazit: Kritisch und realistisch, wofür er auch bekannt ist, gibt sich Martin Hohmann. "So etwas hast du entweder als Trainer oder als Spieler noch nicht erlebt. Für uns war es im Ganzen eine katastrophale Runde", sagt der Sportliche Leiter des SV Flieden. Zunächst gelte es, Wunden zu lecken, "wir werden aber die Saison jetzt nicht einfach so abhaken, sondern müssen an der einen oder anderen Schraube drehen." Hohmann ist sich bewusst darüber, dass "von Vereinsseite einiges getan werden muss, damit die Jungs aufwachen. Es muss ein kleiner Neuanfang sein". 

Der Ausblick: Auch beim SV Flieden dreht sich personell einiges. Die Hohmann-Brüder Lukas und Nico zieht's in ihre Heimat zum Gruppenligisten Freiensteinau - und die versprechende Nachwuchskraft Philipp Pfeiffer schließt sich Gruppenliga-Aufsteiger Bronnzell an. Dafür kommen Marc Röhrig, Chris Bohl und Torhüter Christopher Grösch. "Mindestens zwei Spieler brauchen wir noch", sinniert Hohmann. Das betrifft die Innenverteidiger-Position, die Außenbahn links - und wenn möglich, einen Allrounder. Zumal hinter etablierten Spielern noch ein Fragezeichen steht, wie es gesundheitlich weitergeht. Fabian Schaub oder Luca Gaul etwa. (wk) +++


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