Die Fuldaer D-Jugendwasserballer fühlen sich durch Fehlentscheidungen der „Unparteii-schen“ um die Teilnahme an der Deutschen Meist-erschaft gebracht. Dies kommt auf jeden Fall in dem Bericht über die Süddeutsche Meisterschaft im Jugendwasserball in Leimen/Mannheim am Wochenende zum Ausdruck. Ein "Spiel voller Fehlentscheidungen" habe dem „Süddeutschen Meister 2008“ am Ende die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft gekostet.
Nach einem langen und intensiven Trainings-/ und Vorbereitungsjahr waren die D-Jugendwasserballer in komplett neu formatierter Mannschaft voller Erwartungen nach Leimen/Mannheim gefahren, wo sie bereits im vergangenen Jahr den Meistertitel bei der SDM geholt hatten. Am Ende tröstete auch die Bronzemedaille für den 3. Platz nicht über die Enttäuschung der verpassten Qualifizierung hinweg.
In dem ersten Spiel am Samstag trafen die Fuldaer auf den SV 05 Würzburg. Bereits in den ersten Spielminuten gingen die D-Jugendwasserballer aus der Domstadt durch blitzartige Offensiven mit 3:0 in Führung. Mit einer ge-schlossenen Mannschaftsleistung gewannen die Fuldaer das Spiel mit einem klaren 19:3 Sieg. In dem zweiten Spiel an diesem Tag trafen die Wasser-freunde Fulda dann auf den SGW Leimen/Mannheim. Das 1. Viertel dieses Spieles verlief ziemlich ausgeglichen. In dem 2. Viertel gaben die Fuldaer dann wieder richtig Gas, was das 7 : 2 Ergebnis zu Beginn des 3. Viertels auch wiederspiegelte. Trotz des klaren Zwischenergebnisses kämpften die D-Jugendwasserballer in diesem Spiel immer wieder gegen Fehlentscheidungen der Unparteiischen an. Die Gegner nutzten diese „heimische“ Wohlgesonnenheit aus und verkürzten den Spielstand zum Ende des 3. Viertels auf ein Unentschieden (7:7). Auch das letzte Viertel des Spieles verlief nervenaufreibend. Am Ende musste man eine unverdiente 9:11 Niederlage hin-nehmen.
Am Sonntag standen die D-Jugendwasserballer aus der Domstadt dann im ersten Spiel dem SV Weiden gegenüber. Den Ärger von dem „verpiffenen“ Spiel des Vortages noch im Nacken, fanden die Fuldaer nicht richtig in ihre eigentlich starke Form zurück. Am Ende des 1. Viertels musste man bereits ein klares 0:5 schlucken. Auch im 2. und 3. Viertel des Spieles fanden die Fuldaer nicht richtig zusammen. Im letzten Viertel konnten die D-Jugendwasserballer dann doch noch etwas aufholen und verkürzten die Niederlage zum Ende des 4. Viertels auf 6:14. Im letzten Spiel trafen die Fuldaer dann auf den SV Cannstatt. Hier zeigten die „Süddeutschen Meister 2008“ und sechstbeste Mannschaft Deutschland’s wieder ihr ganzes Können und gingen bereits im ersten Spielviertel mit 6:0 in Führung. Am Ende entschieden die D-Jugend-wasserballer das Spiel mit einem klaren 15:3 Sieg für sich.
Damit landeten die Wasserfreunde Fulda vor dem SV Weiden und der SGW Leimen/Mannheim auf dem 3. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften und verfehlten knapp die Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft. Der cubanische Trainer Frank Leon Pujol bedankte sich bei seiner Mannschaft ganz herzlich für ihre spielerischen „Meisterleistungen“ bei diesem Turnier. Er sagte: „Ich bin sehr stolz auf meine Kinder. Wir sind mit einer komplett neu formatierten Mannschaft in Leimen angetreten und hatten Spieler dabei, die erst seit ein paar Monaten zu unserem Team gehören. Alle haben ihr Bestes gegeben. Wir haben hart trainiert und sind im ver-gangenen Jahr bis in die Endrunde der Deutschen Meisterschaft und damit unter die 6 besten Mannschaften aus ganz Deutschland gekommen. Dazu zählen wir uns immer noch. Wir werden uns treu bleiben und – wie bisher - mit viel Liebe, Herz, Fleiß, Ehrgeiz, Motivation und Spaß weiter machen, getreu unserem Motto con amor y corazón seremos campión – mit Liebe und Herz werden wir Champions sein. Unsere Zielsetzung für das nächste Jahr ist eine erneute Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Meine Mannschaft hat auf jeden Fall das Zeug dazu und daran arbeiten wir weiter“.
Fulda spielte mit: Jonathan Weidner (Tor), Philipp von Keitz (11), Dustin Henkel (5), Luzius Müller, Krister Schelle, Artur Paul (6), Jonathan Wiegand (1), Max Gutsche (11), Eduard Stebner, Louis Henkel (15), Moritz Jutzi, Max-Adrian Abels und Alexander Hartung. (ANJA LEON PUJOL) +++