Platz 16 von 35 ist aller Ehren wert“, befand Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler bei der Ehrung der Mountainbiker, die im Juni, als Team Bischofsheim bei der Bike Trans Germany an den Start gegangen waren. Bürgermeister Udo Baumann hatte das Team Bischofsheim mit Jens Schuhmann, Michael Schürlein, Clemens Klug, Stefan Back, Leo Zirkelbach und Ralf Markert zur Ehrung und zum Eintrag in das goldene Buch der Stadt Bischofsheim in das historische Rentamt eingeladen.
Der Bürgermeister sprach von einer hervorragenden Leistung des Teams. Ihr habt euch wahnsinnig gut geschlagen.“ Daher gebühre den Sportlern auch diese Ehrung und der Eintrag in das goldene Buch der Stadt.
Wie Gerhard Nägler zu berichten wusste, waren in diesem Jahr mehr Profis aus der MTB-Szene am Start als in den Vorjahren. Bei solch einen hochkarätigen Feld habe das Team Bischofsheim sich eine gute Platzierung erkämpft. Im Grunde belegten die Plätze eins bis zehn ausschließlich Profiteams, da könnten alle auf den 16. Platz sehr stolz sein. Bemerkenswert war die kontinuierliche Steigerung des Team Bischofsheim. Sie begannen das Rennen um Platz 20 in der Teamwertung und schoben sich Tag für Tag weiter nach vorn. Jens Schuhmann (Wildflecken) war mit 19 Jahren der jüngste Teilnehmer im Team Bischofsheim und in der gesamten Bike Trans Germany. In der Gesamtwertung belegte er unter 158 Teilnehmern den 53. Platz. „Es war ein super schönes Erlebnis“, blickte er sehr zufrieden zurück. Es sei unter dem Strich besser gelaufen, als er erwartet habe. Die Stimmung im Team Bischofsheim sei hervorragend gewesen, in den acht Tagen seien sie regelrecht zusammen geschweißt worden.
Aus heutiger Sicht möchte der 19jährige auch im nächsten Jahr wieder bei der Bike Trans Germany an den Start gehen. Sicher sei es kein Nachmittagsspaziergang gewesen, es war ein anstrengendes und kräftezehrendes Rennen. Am Anfang habe er sich schwer getan und ziemlich gequält, doch ab Oberhof sei es richtig gut gelaufen. Auf Platz 16 ist er richtig stolz, vor allem weil sie sich besser schlugen als das Team Wildflecken/WSV Oberweißenbrunn, die auf Platz 21 kamen. Auch bei Clemens Klug lief es ab Oberhof immer besser, so dass der 26jährige Unterweißenbrunner am Ende des Rennens auf Platz 57 kam. Wichtig war für den Neuling auf dem Mountainbike, dass er das Rennen übersteht, diese persönliche Vorgabe hat er nun bestens erfüllt. Im nächsten Jahr ist er gerne wieder mit dabei. Oberhof war offenbar der Knackpunkt für viele Fahrer, denn auch der Oberweißenbrunner Stefan Back (44) meinte, dass es ab Oberhof besser wurde. Vielleicht lag es auch daran, dass es wärmer wurde, nicht mehr so nass und daher die Muskulatur besser in Form war. Back war ohnehin mit Muskelproblemen im Oberschenkel an den Start gegangen, in Bischofsheim dachte er schon, es sei alles vorbei, doch dann biss er sich durch, konnte eine konstante Leistung erbringen, die ihm in der Master-Klasse den 24 Platz von 97 Teilnehmern einbrachte. Ob er im nächsten Jahr noch einmal die Bike Trans Germany in Angriff nimmt, konnte er zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „50 zu 50“, schwankte er.
Bei Michael Schürlein war Oberhof ebenfalls ein markanter Punkt, doch anders als bei seinen Teamkollegen lief es bei ihm bis Oberhof gut und dann wurde es schwieriger. Die Etappe von Frammersbach nach Bischofsheim war für ihn das Highlight, vor allem auch wegen der vielen Fans vor Ort. Er ist mit sich sehr zufrieden, die tolle Herausforderung gemeistert zu haben und ohne Sturz durchgekommen zu sein. Auch er liebäugelt damit, sich im kommenden Jahr wieder an diesem Bike-Event quer durch Deutschland zu beteiligen. Seine Platzierung: Platz 67 von 158 in der Kategorie Men. Der „Oldie“ im Team war Leo Zirkelbach (59) aus Schönau. Er ist mit sich im „großen und ganzen zufrieden“ konnte er doch bei den Senior Masters unter 31 Teilnehmern den 16. Platz belegen. Anfangs habe er sich ein wenig übernommen, kam dann „hinten raus“ aber besser in den Rhythmus. Die schwerste Etappe war für ihn von Bischofsheim nach Oberhof, der Matsch, der aufgeweichte Boden, das sei äußerst kräftezehrend gewesen. Für Leo Zirkelbach ist klar, dass er sich weiterhin im Bereich Mountainbike engagieren wird, als Rentner werde er auch wieder mehr Zeit zum Training haben, so dass eine weitere Teilnahme an dem Deutschlandrennen durchaus denkbar sei. Der Bischofsheimer Ralf Markert (38) musste das Rennen in Bischofsheim aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, begleitete das Team aber auf dem Rest der Strecke als Betreuer. An der Ehrung konnte er aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen. Die Teilnehmer waren sich einig, das die Bike Trans Germany, die über 658 Kilometer von Erbach im Odenwald bis in den Kurort Seiffen führte, eine richtig tolle Sache war. Dank guter Unterstützung und Organisation sei es den Fahrern möglich gewesen sich ausschließlich auf ihr Rennen zu konzentrieren. „Es war die schwerste Tour, die ich je gefahren bin“, fasste Zirkelbach zusammen. Es waren wohl die Witterungsverhältnisse, die diese Tour so anstrengend machten. „Schwere Verhältnisse, eine zähe Strecke“, bestätigte auch Stefan Back. Wie sich Bischofsheim als Etappenort präsentiert habe, wollte Gerhard Nägler schließlich noch wissen. Im Heimathafen sei das Essen am besten gewesen, waren sich die fünf Sportler einig. Doch auch die anderen Etappenorte gaben sich Mühe, negativ viel jedoch Oberwiesenthal auf, dort passte die Verpflegung so gar nicht. Die beste Stimmung habe in Frammersbach und Bischofsheim geherrscht. „Je weiter wir in den Osten kamen, desto schlechter war die Stimmung“, erinnerte sich Schürlein. (me) +++
Bildunterschrift:
Eintrag in das goldene Buch der Stadt Bischofsheim für das diesjährige MTB-Team Bischofsheim. Das Bild zeigt von links: Tourismusreferent Gerhard Nägler, Michael Schürlein, Clemens Klug, Stefan Back und
Bürgermeister Udo Baumann. Sitzend Leo Zirkelbach und Jens Schuhmann. Foto: Eckert