Peter Leinweber von TriForce Fulda - Foto: Verein

OTTENSTEIN/FULDA In Ottenstein in Niederösterreich

Triathlet Peter Leinweber von TriForce Fulda wird Zweiter und erlebt Einmaliges

08.06.22 - Vor Kurzem fand der BackwaterMan SwimRun Wettbewerb im Waldviertel am Stausee Ottenstein
statt. Unvergleichliche fjordartige Gewässer erzeugen skandinavisches Feeling in Niederösterreich.
Zahlreiche Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und Israel starteten über vier
verschieden Streckenformate als Team oder Solo. Unter ihnen: Peter Leinweber von TriForce Fulda. Er startete über die Sprintdistanz. 

Diese Strecke bot im Verhältnis zur Gesamtstrecke den höchsten Schwimmanteil und erforderte insgesamt sechzehn Übergänge jeweils vom Laufen zum Schwimmen und wieder zum Laufen. Das war der Reiz,  denn die Übergänge hatte Leinweber trainiert.

Schloss Ottenstein ein einzigarztiges Panorama

Dreh- und Angelpunkt des SwimRun war das Schloss Ottenstein, ein einmaliges Panorama für Start und Ziel bot. Der Start erfolgte bei strahlendem Sonnenschein direkt vor dem Schloss. Leinweber hielt Sichtkontakt zur Führungsgruppe, die in scharfem Tempo in den Wald und auf die Trails einbog. Bereits nach nur 1,6 Kilometer Laufen ging es auf den ersten 600 Meter langen Schwimmabschnitt. Die Schwimmausstiege waren lediglich mit einer weißen "Beachflag" markiert. Leinweber brachte sich mit guter Orientierung trotz Wind, Wellen und Strömung im Wasser in eine gute Position.

Am ersten Schwimmausstieg ging er in Führung. Eine kurze Umrundung der Burgruine Lichtenfels auf schmalen Lauftrials folgte, und so ging er nach nur 400 Meter Laufen als Führender in die nächste Schwimmsektion.
Das Equipment der SwimRunner wird immer individuell auf die gegebenen Bedingungen abgestimmt.
Die Teilnehmer trugen bei dieser Veranstaltung alle Neoprenanzüge und fast alle nutzten auch einen "Pullbuoy". Die Laufschuhe gilt es, beim Schwimmen möglichst mit einer guten Wasserlage zu neutralisieren. Paddles wurden von einigen Startern für einen besseren Vortrieb eingesetzt - alles zulässig und erlaubt im SwimRun.

An steilen Felswänden entlang

Leinweber, nur mit Pullbuoy, ohne Paddles und ohne Schwimmbrille unterwegs, umrundete die Halbinsel mit der Burgruine im Wasser immer an den steilen Felswänden entlang -  gefolgt von einer kurzen Seequerung. Er verlor auf diesen 400 Metern im Wasser seine Führungsposition, konnte aber mit einem schnellen flüssigen Ausstieg wieder in Front gehen.

Die Teilnehmer der Sprintdistanz erlebten das Kernstück des Ottensteiner Stausees mit insgesamt neun Lauf- und acht Schwimmabschnitten. Laufen und Schwimmen folgten im raschen Wechsel. Die Einstiege ins Wasser erfolgten flach, über eine steile Treppe oder mit einem Sprung vom Steg. Das meist sehr steile Seeufer forderte die SwimRunner aber auch bei den Ausstiegen mit Kletterpartien am Felsen oder mit steilen Böschungen, um aus dem Wasser wieder an Land zu kommen. Die Streckenposten sorgten nur für die Sicherheit im Notfall und gaben keinerlei Hilfestellungen. Leinweber profitierte vom ganzjährigen Training im Freiwasser und dem Training auf den Trials in der Rhön. So blieb er mit schnellen flüssigen Wechseln lange in Führung.

Naturschönheit Waldviertel - gelebter SwimRun-Gedanke

Am Ende des längsten Laufabschnittes durch die Naturschönheit des Waldviertels wurde Leinweber eingeholt. Sein bisheriger Verfolger und er nahmen nun gemeinsam den längsten Schwimmpart in Angriff. Der SwimRun-Gedanke wurde gelebt; es gilt immer für die Sicherheit der anderen Teilnehmer Verantwortung übernehmen und zu helfen falls erforderlich. Starker Wind erzeugte Wellen und auch Strömung. Dies machte die tausend Meter lange diagonale Seequerung extrem anstrengend.


Die Beiden kamen gemeinsam aus dem Wasser und absolvierten die verbleibenden zwei Trials und eine letzte kurze Seequerung. Mit hohem Tempo hielt das Führungsduo die Verfolger auf Distanz. Am Ende der letzten Laufstrecke konnte Leinweber dieses Tempo nicht mehr mitgehen und wurde schließlich Zweiter über die Sprintdistanz.
Die Freude war groß über diesen spannenden Rennverlauf mit einem tollen Ergebnis. Im Zielbereich wurden Erfahrungen ausgetauscht und ins Ziel kommenden Teams und Solo Starter gebührend empfangen. Eine schöne, angenehme und entspannte Atmosphäre am Schloss Ottenstein rundete den Tag ab. Der Stausee bot ein fjordartiges Gewässer -  umgeben von schönen Trails. Die Ruine Lichtenfels auf der Halbinsel im See, wunderbare Ausblicke auf der Strecke und die Einsamkeit des Waldviertels erzeugten eine ganz eigene und faszinierende Atmosphäre für diesen SwimRun Wettbewerb. Der BackwaterMan war SwimRun vom Feinsten und ein echtes Naturerlebnis.


BackwaterMan SwimRun SPRINT 14,6 km

Neun Lauf- und acht Schwimmabschnitte mit 16 Wechseln
Summe Swim: 3.200 Meter und Summe Run: 11.400 Meter

2. Platz Gesamt SwimRun S2 SPRINT
Solo Peter Leinweber, Tri-Force Fulda
Gesamtzeit 2:11:07


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