Quelle des "Übels" - Foto: Privat

HOFBIEBER/PETERSBERG Ein Ton der guten Absicht

"Unerhörte Belästigung": Anwohner beschweren sich über Ruhestörung

11.06.22 - Rehkitzrettung mal anders: Am späten Donnerstagabend erreichte die Redaktion von OSTHESSEN|NEWS eine Beschwerde aus Hofbieber- Wiesen: Ein penetrantes Geräusch habe die Leute am Einschlafen gehindert.

"Als ich heute von der Arbeit gegen 16:30 Uhr nach Hause kam, vernahm ich ein penetrantes Piepen. Ich suchte mehrfach alles ab und konnte nichts ausfindig machen. Am Abend, als die Kinder nicht schlafen konnten, setzte ich mich ins Auto und ging der Sache auf den Grund.

In und um ein Maisfeld Richtung Wiesen wurde ich endlich fündig. Eine Holzlatte, an der ein Rauchmelder befestigt war. An dem Rauchmelder war der Schalter mit einer Schraube festgestellt und dieser piepte ununterbrochen. Es war nicht nur eine solche nette Vorrichtung zu finden. Bei zweien habe ich die Schrauben rausgedreht, um meine Nachtruhe finden zu können. Es war noch mindestens ein weiterer zu hören, dieser muss an der Straße Richtung Langenbieber stehen."

Zurück zuhause auf dem Sofa, sei der Krach erneut losgegangen. "Dieses Mal ein neues Feld. Von Margretenhaun Richtung Wiesen scheint ja jemand echt Spaß zu haben, die Anwohner zu stören. Es wäre super zu erfahren, was der Sinn dieser unerhörten Belästigung sein soll."

Auf O|N- Nachfrage erklärt die Hinweisgeberin, dass sich unterhalb der aufgestellten Rauchwarnmelder ungemähte Wiesen befinden. Die Erklärung für die abendliche Störung dürfte damit bereits gefunden sein.

Kein Dummejungenstreich!

Kitze besitzen noch keinen natürlichen Fluchtinstinkt und bleiben einfach liegen, ...Archivbild: O|N

Mancherorts nutzen Landwirte Rauchwarnmelder, um Ricken samt Kitze vor dem Mähen zu vertreiben. Handelsübliche Melder werden dazu an Weidepfählen befestigt und so manipuliert, dass sie einen Dauerton abgeben. Das unangenehme Geräusch vertreibt die meisten Vierbeiner, die Erfolgsquote ist verhältnismäßig hoch. Versuche haben gezeigt, dass für eine Fläche von etwa fünf Hektar Land drei der elektronischen "Wildretter" benötigt werden. In der Regel werden die Rauchwarnmelder einen Tag, bevor gemäht werden soll, aufgestellt.

Überregional bitten Landwirte und Jäger die Bevölkerung um Verständnis, sollte es durch derartige Aktionen kurzfristig zu geringfügigen Lärmbelästigungen kommen. Schließlich ist es eine gute Sache, wenn Kitze, die noch keinen natürlichen Fluchtinstinkt entwickelt haben, von den Ricken erst gar nicht im Feld abegelegt und dadurch nicht gemäht werden. Sich an fremdem Eigentum zu vergreifen, ist übrigens grundsätzlich keine gute Idee: Wer einen derartigen Rauchwarnmelder zerstört, begeht, unter Umständen, Sachbeschädigung. (mr) +++


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