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13.07.09 - MESPELBRUNN

1 Jahr nach Mord am Schlosshotel - Alexander Renz in Frankreich gefasst

COLMAR/FRANKREICH. Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer dreifachen Mutter am Schlosshotel Mespelbrunn ist am vergangen Wochenende der mutmaßliche Mörder Alexander Renz im Elsass festgenommen worden. Der jetzt 37-Jährige war in eine Kontrolle der französischen Polizei geraten. Der mit europäischem Haftbefehl gesuchte Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Das Auslieferungsverfahren könnte sich noch längere Zeit hinziehen. Neben zahlreichen anderen Polizeidienststellen waren bis zuletzt auch Zielfahnder des bayerischen Landeskriminalamtes an der Fahndung nach Alexander Renz beteiligt.

Wie die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und das Polizeipräsidium Unterfranken am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz mitteilten, erfolgte die Festnahme in Colmar bereits am Samstag. Alexander Renz war am Bahnhof mit einem Zug angekommen und wurde dabei von Beamten der örtlichen Polizei - der police nationale - kontrolliert. Hierbei zeigte er seinen eigenen Ausweis vor. Nachdem die Daten, die aufgrund des europäischen Haftbefehls auch der französischen Polizei zur Verfügung standen, abgeglichen waren, stellte sich heraus, dass es sich höchstwahrscheinlich um den seit fast einem Jahr gesuchten Alexander Renz handelte. Daraufhin erfolgte die Festnahme des mutmaßlichen Mörders.

Alexander Renz hatte bei seiner Verhaftung u.a. seinen Ausweis, seinen Sozialversicherungsausweis und mehrere tausend Euro Bargeld bei sich. Insgesamt führte er relativ wenig Gepäck mit sich, was darauf schließen lässt, dass er irgendwo untergekommen ist und nicht längere Zeit durch die Lande gezogen ist. Nachdem zweifelsfrei feststand, dass es sich um Renz handelte, wurden die deutschen Behörden informiert.

Von Seiten der zuständigen Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde am Montagvormittag ein weiterer europäischer Haftbefehl beantragt. Hintergrund dafür war der Überfall von Alexander Renz auf seine eigenen Verwandten am 30.03.2009 in Mespelbrunn. Dabei hatte er u.a. mehrere Scheckkarten geraubt und die Herausgabe der PIN erpresst.

Alexander Renz wurde am Montagnachmittag um 14.00 Uhr von der französischen Polizei und Justiz zur Sache gehört. Dabei bestätigte er lediglich, dass er der gesuchte Alexander Renz ist. Zur Sache äußerte sich der 37-Jährige nicht. Bekannt ist mittlerweile auch, dass Alexander Renz einer vereinfachten Auslieferung nach Deutschland nicht zugestimmt hat. Dies bedeutet, dass sich das Auslieferungsverfahren noch längere Zeit hinziehen könnte. Dies hängt wesentlich auch davon ab, welche Rechtsmittel der Festgenommene einlegt. +++

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