Die neu ausgewiesenen Wege im Waldgebiet des Rauschenbergs sind ab sofort freigegeben. - Foto: Gemeinde Petersberg

PETERSBERG Neue Wanderstrecken

Rauschenberg ist wieder komplett freigegeben

14.06.22 - Fast drei Jahre lang waren die Waldwege im Inneren des Rauschenbergs gesperrt, jetzt sind sie wieder freigegeben. Sowohl die Kampfmittelräumung als auch die Beseitigung der erkrankten Buchen sind vollständig abgeschlossen. Da aber ein Teil der einstigen Wege wegfällt, sind neue Wanderstrecken ausgewiesen worden.

Der Rauschenberg ist der Hausberg der Petersberger und auch weit über die Grenzen der Gemeinde bei Spaziergängern, Wanderern, Ausflüglern und Radfahrern beliebt. In den vergangenen Jahren jedoch waren die Wege im Waldinneren gesperrt, da dort einerseits Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden und andererseits zahlreiche Bäume erkrankt waren. Die Sicherheit der Fußgänger war nicht mehr gegeben.

Das erste Problem wurde mit einer großen Evakuierungsaktion im November 2021 erfolgreich gelöst, als eine Weltkriegsbombe entschärft, die andere gesprengt wurde. Das zweite Problem war ebenfalls hochkomplex: Um alle Wege in dem Naherholungsgebiet wieder freigeben zu können, hätten Hunderte Bäume gefällt beziehungsweise zurückgeschnitten werden müssen. Dies wiederum ließ sich mit dem Naturschutzrecht nicht vereinbaren, da diese Bäume trotz ihrer Krankheit wertvollen Lebensraum für Tiere darstellen. Die übergeordneten Behörden haben deswegen deutlich gemacht: Für eine Fällung aller kranken Bäume würde keine Genehmigung erteilt.

150 Baumkronen abgenommen

Als Kompromiss sind im Januar und Februar 2022 von etwa 150 Buchen die Baumkronen abgenommen worden. Somit bleibt ein Teil der kranken Bäume als Rückzugsort für die Tiere erhalten. Die kronenlosen Buchen wiederum bieten nun keine Angriffsfläche für Wind mehr, und Spaziergänger sind auf den ausgewiesenen Wegen sicher. In den vergangenen Monaten wurde nun noch im Waldgebiet "aufgeräumt", also die Schnittreste abgeholt, und die Wanderwege sind neu konzipiert und markiert worden. Unterstützt wurde die Gemeinde dabei vom Rhönklub sowie dem Naturpark Rhön. Da außerhalb der freigegebenen Wanderwege nach wie vor die Gefahr von erkrankten Bäumen ausgeht, wird über die neu angebrachte Beschilderung darauf hingewiesen, dass ein Verlassen der markierten Wege nicht zulässig ist. Die Beschilderung dient dem Schutz der Bevölkerung, und ihr sollte unbedingt Folge geleistet werden.

Die letzten Arbeiten sind nun abgeschlossen, sodass die neu ausgewiesenen Wege im Waldinneren ab sofort benutzt werden können. Bürgermeister Carsten Froß freut sich, dass der Rauschenberg endlich wieder geöffnet wird: "Der Rauschenberg ist ein beliebter Ausflugsort nicht nur für Petersbergerinnen und Petersberger, sondern für viele Menschen aus der gesamten Region. Er stellt ein wichtiges Naherholungsgebiet dar." Ein Wermutstropfen sei zwar, dass wegen des Naturschutzes nicht alle einstigen Wanderwege geöffnet werden können. "Aber wichtige Stationen wie die Rhönklub-Hütte, das Ehrenmal des Turnvereins, die Schutzhütte und der Wartturm bleiben zugänglich", betont Froß.

Viel Zeit vergangen

Der Bürgermeister dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für die lange Geduld: "Die Lösung für die Probleme am Rauschenberg hat sich sehr lange hingezogen, und auch für uns als Gemeinde war die Situation nicht immer befriedigend. Es waren Abstimmungen mit zahlreichen Behörden und Einrichtungen nötig, vom Katastrophen- zum Naturschutz, von Hessen Forst, dem Landkreis Fulda bis hin zum Regierungspräsidium Kassel und den Ministerien in Wiesbaden. Das hat sehr viel Zeit und Kraft gekostet. Jetzt aber erhalten die Bürgerinnen und Bürger ‚ihren‘ Rauschenberg zurück." (pm) +++


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