- Foto: Konrad-Zuse-Schule

HÜNFELD Von Malereien bis Fotografie

Erzieherklassen gestalten kreative "Fancy"-Ausstellung

19.06.22 - Zum Thema "Fancy" gestalteten die Erzieherinnen und Erzieher in Ausbildung das Gebäude des Sozialwesens der Konrad-Zuse-Schule mit Fotos, Zeichnungen, Malereien, Collagen und Objekten.

Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher gestalteten im Rahmen des pädagogischen Schwerpunktes "Ästhetische Bildung" die zweite Etage des Sozialwesen-Gebäudes der Konrad-Zuse-Schule zum Thema "Fancy". Die Vernissage wurde durch die Kursleiterin Claudia Herz und die zwei Kursteilnehmerinnen Claudia Bein und Ina Pfaff offiziell eröffnet.

Besucherinnen und Besucher hatten bei der Ausstellungseröffnung die Möglichkeit, sich mit einer klassischen Polaroid-Kamera im "Superhelden-Stil" fotografieren zu lassen, Getränke und Kuchen an der Bar zu genießen, mit den Kursteilnehmern künstlerische Gespräche zu führen sowie selbst kreativ zu werden. Die Einnahmen von circa 100 Euro aus dem Kuchen- und Getränkeverkauf möchten die ausrichtenden Klassen an die Hünfelder Tafel spenden.

Von Malerei bis Fotografie

Im Sinne des Projektgedankens nach Dewey entschieden sich die Studierenden demokratisch für das Thema "Fancy" und erprobten hierzu verschiedene Gestaltungstechniken wie Zeichnung, Malerei, Collage, Fotografie, Video sowie Objektkunst. "Fancy" ist ein amerikanischer Begriff und bedeutet "etwas mögen", "auf etwas Lust haben". Er steht in Verbindung zu Fantasie und guter Laune – unter diesem Begriff konnten die Studierenden ihre Vorliebe für Comics, Fabelwesen, Helden und andere Wesen der Fantasie kreativ verwirklichen. Besonders in einer Zeit, die durch enorme Unsicherheit und Instabilität geprägt ist, fokussiert der Begriff die Sehnsucht nach einer Welt, in der alles möglich erscheint und das Positive die Oberhand gewinnt.

Die Studierenden ließen sich vorwiegend von den Kunstrichtungen Pop Art, Street Art sowie dem Comic-Stil inspirieren. So sind beispielsweise "Der rosarote Panther" von Niklas Halsch oder "Enjoy the goofyness" von Luminita Saftoiu im Pop Art Stil gestaltet, haben aber auch Einflusselemente von Street Art und Action Painting. Karolina Janiszewska machte hingegen fantasievolle Selfie-Kunstfotos, während Jacqueline Link ein Werk entwickelte, das den Betrachter zum aktiven Nachdenken anregte. Hier illustrierte sie Logos von Superheldinnen und Superhelden, wobei geschickt platziert "Hier könnte Dein Logo sein" zu lesen war. Ulrike Sattler setzte zeichnerisch gekonnt eine "BNE-Fee" in Szene, wobei BNE für "Bildung für nachhaltige Entwicklung" steht.

Künstlerisch anspruchsvolle Bilder

Besonderes Interesse bei den Besuchern fand auch das Objekt "Pika-Pikachu von Jessica Groß und Luminita Saftoiu und das 3D-Objekt "Traumbaum” von Claudia Bein und Galina Kinova. Für den "Traumbaum" sind über mehrere Wochen hinweg Origamifiguren gefaltet worden (japanische Kunst des Papierfaltens). So entstanden Drachen und Feen, die zum Teil aus über 1000 Einzelteilen zusammengesetzt sind und an einem circa zwei Meter hohen Baum arrangiert sind. Während der Vernissage konnte man sich auch in der Kunst des Origamis selbst ausprobieren. Weiterhin lernten die Studierenden das Format Graphic Novel kennen, also Comics im Buchformat, die eher ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen. Diese enthalten künstlerisch anspruchsvolle Bilder und können historische, reale und fantastische Geschichten sein, aber auch Klassiker der Literatur. (pm) +++


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