- Fotos: Winfried Möller

RASDORF (RHÖN) Nach viereinhalb Tagen und 160 Kilometern

Fußwallfahrt nach Walldürn war endlich wieder möglich

20.06.22 - Nach viereinhalb Tagen und ca. 160 Kilometer erreichten 370 Pilgerinnen und Pilger, darunter 24 Musiker, bei schweißtreibendem Wetter den badischen Wallfahrtsort Walldürn. Ab Hardheim nahm der Fuldaer Diözesanbischof an der 317. Wallfahrt teil.

Nach der Verehrung des kostbaren Blutes und dem Fünf – Wunden – Gebet am Blutaltar feierte Bischof Dr. Michael Gerber in Konzelebration mit dem Walldürner Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula, OFM Conv, der  dieWallfahrtsgemeinde im Stadtrand abgeholt hatte sowie weiteren Priestern und Diakonen, den Pilgerinnen und Pilgern und Gästen den Dankgottesdienst. In seiner Predigt betonte der Bischof, dass er sehr ergriffen gewesen sei von den Gebete und dem Glaubenszeugnis der Wallfahrt, an der er ab Hardheim teilgenommen habe. Selbst aus dem Erzbistum Freiburg stammend, wozu Walldürn gehört, habe er leider erst im Jahre 2014 diesen besonderen Gnadenort kennengelernt. Walldürn sei eine Stätte der eucharistischen Gegenwart Jesu Christi unter den Gestalten von Brot und Wein.

Zusammenfinden unterschiedlicher Menschen

Das, was sich im Jahre 1330 ereignete, als der Priester Heinrich Otto den konsekrierten Kelch umgestoßen habe und sich Christus mit den 12 Christusköpfen auf dem Korporale abgebildet habe, zeige die Kernbotschaft des christlich katholischen Glaubens. Für den Priester sei das Ereignis eine partielle Demütigung gewesen und er habe das Korporale erst auf seinem Totenbett preisgegeben. Das Blutkorporale sei die Vergegenwärtigung dessen, was wir an Ostern feierten. Auch Ostern könne als Demütigung bezeichnet werden. Es sei wichtig, dass nicht ein Spalten, sondern ein Zusammenführen der Menschen durch das Blut Jesu Christi im Mittelpunkt stehe. Durch Wallfahren und Gebet erlebe man das Zusammenfinden unterschiedlicher Menschen. Bischof Michael Gerber appellierte an die Zuhörenden eine wichtige Kammer im Herzen für Gott und den menschgewordenen Sohn Jesus Christus offenzuhalten unter dem Gedanken des diesjährigen Leitwortes "Wir sind gekommen, Ihn anzubeten". Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Pater Josef Bregula OFM Conv die Pilgerinnen und Pilger aus Fulda, dem Eichsfeld, Baunatal und Unterfranken begrüßt. Er freue sich, dass die Wallfahrt wieder möglich gewesen sei.

Übernachtet wurde nach vorheriger Absprache mit den Gastgebern in Speicherz /Volkersberg, Hammelburg/ Gauaschach, Leinach/ Greußenheim sowie Külsheim. Das Gleiche galt für die Verpflegung in den Rastorten. Gebete, Meditationen und Gesang sowie die tägliche Eucharistiefeier und Zeiten zum Schweigen und Reden prägten die Wallfahrtstage. Ein erster Höhepunkt war der Besuch des Marienwallfahrtsortes "Maria im Grünen Tal" bei Retzbach und der Empfang durch Pfarrer Thomas Wollbeck. Am Ende der Eucharistiefeier in Walldürn wurden Wallfahrerinnen und Wallfahrer für 25- und 40- jährige Teilnahme mit dem bronzenen und silbernen Pilgeremblem und einer Urkunde geehrt.

Ehrungen

25 Jahre:

Klaus Biedenbach, Kirchhasel, Marianne Christ, Jossgrund, Hubert Dittmaier, Retzbach, Elisabeth Heil, Steinhaus, Rita Hillenbrand, Thalau, Peter Kiesler, Schleid, Alfons Lohaus, Bad Zwischenahn, Gerda Och, Sargenzell, Christoph Priller, Rasdorf, Angelika Salzberger, Petersberg, Manfred Schnell, Fulda, Andreas Tegethoff, Kalbach, Anita Waitz, Burghaun.

40 Jahre:

Eckard Diegelmann, Kerzell, Helmut Krause, Dr. Albert Post (beide Fulda), Dr. Josef Werner, Kalbach (pm) +++


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