Eine gute Nachricht für den Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS): Staatssekretär Boris Rhein aus dem Ministerium des Innern und für Sport überreichte dem Verband den Bewilligungsbescheid der hessischen Landesregierung für die Förderung des Sports für Behinderung. „Mit dieser finanziellen Unterstützung soll die Arbeit des aktiven und fortschrittlichen Verbandes gewürdigt werden“, sagte Staatssekretär Rhein auf der Veranstaltung in dem Vereinsheim des Fuldaer Vereins für Sport und Gesundheit in Fulda. Dem Verband stehen nun zusätzliche Mittel in Höhe von 332.000,00 zur Verfügung.
IM Bild: HBRS-Ehrenpräsident Karl-Hermann Müller, Georg Hüttner, Hans-Jörg Klaudy, HBRS-Vizepräsident Heinz Wagner, Günter Baschek (Präsident des Fachverbandes Karate), Staatssekretär Boris Rhein, HBRS-Präsident Gerhard Knapp, DOSB-Integrationsbeauftragter Ernes Erko Kalac und Dr. Jürgen Fritzsche
Der HBRS will die Gelder einsetzen, um den Leistungs-, Breiten- und Rehabilitationssport zu fördern. Überdies soll verstärkt in die Aus- und Fortbildung investiert werden. „Die tatkräftige Unterstützung der Landesregierung hilft uns bei der Fortführung und Weiterentwicklung unserer Arbeit einen großen Schritt weiter“, sagte Gerhard Knapp, der Präsident des HBRS. „Darüber hinaus möchten wir möglichst viele Menschen dazu anregen, bei uns mitzumachen und unsere Arbeit zu unterstützen.“ Gemeint seien damit Sportinteressierte, ehrenamtliche Helfer, Trainer, Ärzte, Freunde, Partner und Förderer. Sie sollen helfen, Barrieren abzubauen und Akzeptanz zu schaffen.
Wichtig sei es auch, dass sich der Verband noch mehr öffnen: „Wir müssen uns, unsere Arbeit und die Leistung der Sportler noch mehr zeigen“, sagte Knapp. „Und wir müssen sinnvolle Kooperationen suchen.“ Eine neue wurde bereits gefunden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem HBRS und dem Hessischen Fachverband für Karate unterzeichnet. Der Karateverband wird den Karatesport künftig für Menschen mit Behinderung organisieren, deren Bestandteil ein Auszug aus dem Karatesport ist – die sogenannte Kata. Sie ist körperkontaktlos und demonstriert die Technik mit einem imaginären Gegner. „Wie kaum eine andere Sportart tut Karate dem ganzen Menschen gut“, sagte Günter Baschek, der Präsident des hessischen Karateverbands. „Nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern auch Selbstbehauptung, Etikette, Tradition und Werte wie Respekt, Fairness und gegenseitiger Achtung sind wichtige Inhalte in den Karatevereinen.“
Die Ziele der neuen Kooperationspartner sind hoch gesteckt. Karate soll Paralympische Sportart werden. Der Antrag liegt dem International Paralympic Committee bereits vor. Wie engagiert man in Hessen dahinter steht, kann nun ein Kollege vom IOC berichten. Ernes Erko Kalac, der Integrationsbotschafter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Behindertensportreferent im Deutschen Karate Verband (DKV) und Ansprechpartner für das Internationale Paralympische Komitee (IPC), war ebenfalls Gast der Veranstaltung. Kalac war der treibende Motor in Sachen Anerkennung des Karatesports für Menschen mit Behinderung.
Über den HBRS:
Mit 36.000 Mitgliedern, 1500 lizensierten Übungsleitern und 1250 Vereinsärzten ist der HBRS der drittgrößte Landesverband für Sport für Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, den Verband selbst und den Sport für Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen. Der Verband lädt jeden sportinteressierten Menschen mit Behinderung ein, aktiv zu sein. Maxime dabei ist es, dass jeder Mensch ein wertvoller Teil der Gesellschaft ist. Den Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. gibt es seit 1990. Weitere Informationen im Internet: www.hbrs.de . +++