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Ein Leben für den Sport: Karl Teichmann wird heute 70 Jahre alt. Beim Deutschen Turnfest im Juni in Frankfurt trug der Gauleichtathletikwart, 2. von rechts, die Fahne des Turngaus Fulda-Werra-Rhön beim traditionellen Festzug durch die Straßen der Mainmetropole. Foto: Dirk Brand/nh - Foto: Dirk Brand/nh
01.08.09 - Oberellenbach
Karl Teichmann heute 70 - ein Leben ohne Sport ist für ihn "undenkbar"
Ein Leben ohne Sport – das kann sich Karl Teichmann nicht vorstellen. Der Oberellenbacher, der heute 70 Jahre alt wird, war bereits 1965 der Sportler des Jahres im Landkreis. Mit der Auszeichnung wurde ein Läufer belohnt, der in seiner Glanzzeit Meistertitel und Rekorde sammelte wie andere Leute Briefmarken. Mit seinen Bestzeiten auf den Mittelstrecken kann sich Karl Teichmann auch heute noch sehen lassen: 1:56,5 Minuten auf 800 Meter am 10. Juni 1967 in Kassel und 3:55,4 Minuten auf 1500 Meter am 14. Juli 1966 in Koblenz gelaufen. Mit diesen Zeiten wäre der vielfache Kreis- und Bezirksmeister auch heute noch ein Meisterschaftsanwärter bei den hessischen Titelkämpfen der Männer.
ZUM FOTO: Ein Leben für den Sport: Karl Teichmann wird heute 70 Jahre alt. Beim Deutschen Turnfest im Juni in Frankfurt trug der Gauleichtathletikwart, 2. von rechts, die Fahne des Turngaus Fulda-Werra-Rhön beim traditionellen Festzug durch die Straßen der Mainmetropole. Foto: Dirk Brand/nh
Doch nicht nur im Bereich der Leichathletik hat der jetzt 70-Jährige Sportgeschichte im Landkreis geschrieben. Teichmann ist einer der ersten Sportler im Kreis, der das Deutsche Sportabzeichen mit der Zahl 50 erworben hat. Das war 2007. Inzwischen hat er die erfolgreichen Abnahmen auf 52 gesteigert. Das Besondere an der Auszeichnung: Karl Teichmann hat seit 1958 jedes Jahr die Bedingungen für die fünffache Prüfung mit Bravour geschafft. Für den Gauleichtathletikwart war es immer eine Herausforderung, die Leistungen eines 18-Jährigen zu erfüllen. Erst seit einigen Jahren gelingt ihm das nicht mehr. „Das Alter fordert seinen Tribut“, stellte der erfolgreiche Sportler fest, der 1965 einen seiner größten Erfolge errang: hessischer Vizemeister im 25-Kilometer-Lauf. Später kamen Landesmeistertitel im Drei- und Fünfkampf der M 40, 45 und 50 hinzu.
Der 70-Jährige, der fest in der Tradition der von Friedrich Jahn begründeten deutschen Turnerschaft verwurzelt ist, betätigt sich neben dem eigenen sportlichen Engagement von 1964 bis heute in einer kaum zu überblickende Vielfalt von Funktionen und Ehrenämtern. Ein Auszug: Schriftführer, Übungsleiter Turnen, Pressewart und Sportabzeichenobmann im SV Osterbach, Lauftreffleiter, Pressewart und Übungsleiter Leichathletik der LG Alheimer Rotenburg-Bebra, Gauleichtathletikwart und Gaufachwart für Ältere und Senioren im Turngau Fulda-Werra-Rhön, Beisitzer im Sportkreisvorstand Hersfeld-Rotenburg und Lehrwart für Mittelstreckenläufer im Hessischen Leichtathletikverband, Bezirk Fulda-Hersfeld.
Für seinen Einsatz wurde der Lizenz-Kampfrichter und Übungsleiter, Leichtathletiktrainer und Wanderführer von den Vereinen und Sportverbänden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der deutschen Sportkrone in Gold mit Brillanten, der Ehrennadel in Gold des Leichtathletikverbandes, der Sportplakette des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und dem Ehrenbrief des Landes Hessen. Seinen letzten großen Auftritt hatte Karl Teichmann im Juni beim Deutschen Turnfest in Frankfurt. Beim traditionellen Festzug durch die Mainmetropole trug der Oberellenbacher die Fahne des Turngaus Fulda-Werra-Rhön. +++