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Großer Jubel bei den Hünfeldern nach dem 1:0 durch Marius Mueller. - Fotos: Hendrik Urbin

01.08.09 - HÜNFELD

Verdienter 1. HSV-Sieg! Mit Offensiv-Power 4:0 gegen Ober-Roden / 73 Bilder

HSV-Kapitän Dominik Weber sprach kurz nach Spielschluss von einem „absolut verdienten Sieg“ seiner Mannschaft. Der Abwehrchef landete mit seinem Hünfelder SV am heutigen Samstag einen klaren 4:0-Erfolg gegen Germania Ober-Roden. Am 3. Spieltag der Hessenliga sahen knapp 300 Zuschauer auf der Rhönkampfbahn eine sehr aggressive Gästemannschaft, die sich aber mit zwei roten Karten die eigenen Siegchancen verbaute.

Besonders in der ersten Halbzeit agierte die Elf von Trainer Ricardo Bastias teilweise übermotivert und brachte das Publikum mit vielen unnötigen Fouls gegen sich auf. Der HSV hingegen verließ sich auf seine Offensive, zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung und gewann letztlich ungefährdet.

Blitzstart

Publikumsliebling Marius Müller brachte den HSV bereits nach drei Minuten per Kopf in Führung, nachdem ihn Christopher Krause punktgenau per Freistoß bediente. Ein sehenswerter Treffer, das entging auch nicht Trainer Oliver Bunzenthal: „Marius ist noch sehr jung. Er spielt dafür aber schon sehr abgezockt und strahlt Ruhe aus. Ein sehr wichtiger Spieler für uns, nicht zuletzt aufgrund seiner Torgefährlichkeit.“

Offensive Spielweise wurde belohnt

Bunzenthal wollte mit einer offensiv ausgerichteten Mannschaft gegen Ober-Roden den ersten Saisonsieg einfahren. Dies kündigte der Trainer des Hünfelder SV bereits vor der Begnung an. (ON berichtete: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1169463 ) Sein Konzept ging am heutigen Samstag voll auf, allerdings auch durch freundliche Mithilfe der Gäste.

Ober-Roden früh in Unterzahl

Bereits in der 20. Spielminute musste Schiedrichter Ralf Orschulok mit El Aadmin (Ober-Roden) den ersten Spieler vom Platz stellen. Der Angreifer sah nach einem völlig unnötigen Foulspiel am gegnerischen Strafraum folgerichtig die rote Karte. Ein Umstand, der den angriffslustigen Hausherren in die Karten spielte. Mehr Platz für den HSV, welchen Daniel Schirmer auch gleich zu nutzen wusste. Nach einem abgefangenen Eckball der Gäste schaltete Hünfeld schnell auf Angriff. Nach einem langen gefühlvollen Ball von Marc Friedel setzte sich Schirmer im Sprint durch und überlistete Germania-Keeper Turgay Dikmen, der noch mit der Hand am Ball war. Mit dem beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung wussten die Spieler von Oliver Bunzenthal in der Folge aber erstmal nicht viel anzufangen. Im Gegenteil: Ober-Roden erarbeitete sich plötzlich ein paar Torchancen. In erster Linie war es Stürmer Milad Selim, der mit einigen schnellen Dribblings für Unruhe in der gegnerischen Abwehr sorgte. Grund genug für eine motivierende Ansprache Bunzenthal´s in der Pause: “Wir sind nach dem 2:0 in ein Loch gefallen. In der Halbzeit habe ich versucht, meine Spieler zusammenzuraufen und habe gesagt: Hallo! Wir führen hier 2:0.“

Entscheidung im zweiten Spielabschnitt

Die Worte des Trainers fanden offensichtlich Gehör. Nach Wiederanpfiff dauerte es nur zehn Minuten, ehe Daniel Schirmer, nach einem Zuckerpass von Mueller, für die Vorentscheidung sorgte (55.). Doch es sollte für den HSV noch besser kommen: Gleich eine Minute später wurde der Vorbereiter zum Vollstrecker: Marius Müller markierte in der 56. Minute seinen zweiten Treffer. Die letzten Hoffnungen der Gäste auf einen Punktgewinn waren nun in weite Ferne gerückt. In der Folgezeit stellten die Gäste ihre Angriffsbemühungen ein und bemühten sich nur noch um Schadensbegrenzung. Kurz vor Abpfiff sorgte Vito Raimondi noch für ein negativen Höhepunkt. Der Stürmer sah nach einem wiederholten Foulspiel die Ampelkarte.

Mit breiter Brust in die nächste Begegnung

Mit einem Sieg im Rücken sollte der HSV nun mit viel Selbstvertrauen die nächsten Aufgaben angehen können. Abwehrrecke Dominik Weber schaute bereits selbstbewusst auf die nächste Begegnung gegen Waldgirmes. „Wir haben jetzt fünf Punkte aus drei Spielen und sind super gestartet. Wir lassen das Spiel gegen Waldgirmes locker auf uns zukommen und schauen was wir da holen.“ Auch der Trainer sieht durchaus Sieg-Chancen am kommenden Dienstag: „Ich bin sehr zuversichtlich, auch wenn Waldgimes der amtierende Meister ist. Wir haben in den zwei Begegnungen gegen Waldgirmes (letzte Saison) immer enge Spiele gehabt, in denen wir auch nahe am Sieg waren.“ (Sascha Poldrack)

Hünfelder SV: Gerstung, Becker, Friedel, Hammerl, Weber, Krause, Kowalski (Kallée 66.), Mueller (Rehm 70.), Schwab, Schirmer (Hampl 60.), Helmke

Germania Ober-Roden: Dikmen, Bayrak, Akinwale, Berger, Corlija, Noumsi, Oeztas (Ghebru 63.), Raimondi, Russ (Colucci 88.), Salem (Hasanovic 77.), El Aadmi

Schiedsrichter: Ralf Orschulok

Zuschauer: 300

Tore: 1:0 Mueller (3.), 2:0 Schrimer (26.), 3:0 Schirmer (55.), 4:0 Mueller (56.)

Karten: El Aadmi (Gelb-Rot 20.), Bayrak (Gelb 32.), Kowalski (Gelb 14.), Friedel (Gelb 57.), Raimondi (Gelb-Rot 88.), Weber (Gelb 89.) Akinwale (Gelb 90.)

Beste Spieler: Mueller, Schirmer (beide Hünfeld) +++


Hünfelds Trainer Oliver Bunzenthal richtete seine Mannschaft offensiv aus.

Doppeltorschütze Marius Mueller bei der Ballannahme ebenso stark...


... wie im Kopfballduell.

Horst Russ (Ober-Roden) im Luftkampf mit Tobias Becker.


Der kantige Kapitän war nach der frühen roten Karte seines Sturmpartners im Angriff auf sich alleine gestellt.







Marcel Berger (links) fungierte heute als "Staubsauger" vor der Abwehr.




Schock für die Gäste: Nach 20 Minuten sah Mostafa El Aadmin die gelb-rote Karte...

... und musste den Platz verlassen.






Das 2:0 für den HSV geschossen von...

...Daniel Schirmer.








Die nächste Karte. Schiedsrichter Ralf Orschulok verwarnt Germania-Verteidiger Guengoer Bayrak.









Leider kein seltenes Bild am heutigen Nachmittag. Viele Fouls - zum Glück blieben die Spieler unverletzt.





Einer der besten beim HSV: Daniel Schirmer wirbelte mit seinen blauen Schuhen auf der rechten Außenbahn.




Goekhan Oeztas (Ober-Roden) im Zweikampf gegen Marius Mueller (Hünfeld).


Szenenapplaus gab es für Marius Mueller, als sich der Angreifer einen verlorenen Ball zurück erkämpfte.




Er war heute sicher nicht Schuld an der Niederlage: Roden-Keeper Turgay Digmen.

Für keine Grätsche zu schade. Adeiyi Akinwale (Ober-Roden) kämpfte heute aufopferungsvoll gegen die Niederlage.







Innenverteidiger Patrice Noumsi im Sprintduell gegen...


...Fabian Kallée. Der bullige Angreifer kam heute von der Bank.

Auch er war heute Reservespieler: Niclas Rehm (links)








Freude bei den Hünfelder Spielern...


... und Enttäusching bei den Spielern aus Ober-Roden


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