Mit lautstarken Sieges-Hymnen feierten die Spieler des RSV Petersberg wenige Minuten nach dem Abpfiff ihren 4:1 Derby-Erfolg gegen Borussia Fulda. Das deutliche Resultat spiegelte allerdings nicht ganz den Spielverlauf wieder, das wusste auch RSV-Coach Karl-Josef Müller: „Ich denke, das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, da Borussia Fulda über weite Strecken optisch überlegen war und einige gute Chancen hatte.“ Angesichts von drei Aluminium-Treffern gaben die Gäste in der Tat eine unglückliche Figur ab. „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass der eine oder andere Ball ins Tor gegangen wäre. Letztlich hat die schlechtere Chancenauswertung den Ausschlag für die Niederlage gegeben.“ so das Résumé eines enttäuschten Borussen Trainers, Judmir Meta.
800 Zuschauer sahen am gestrigen Sonntagabend eine geschlossene Mannschaftsleistung der Hausherren, die vor allem mit rasanten Konterfußball im Waidesgrundstadion überzeugten. „Das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive ist unser Spiel. Das haben wir heute in der 2. Halbzeit phasenweise sehr gut umgesetzt.“ so Müller. Die Borussia mit viel Einsatz und Wille, aber wie schon im vergangenen Derby gegen Lehnerz (ON berichtete: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1169406 ), am Ende ohne Ertrag.
Erneuter Hohmann-Patzer sorgt für Rückstand
Dem RSV Petersberg gelang in der 14. Spielminute nach einem durchaus haltbaren Freistoß von Mark Jaksch der wichtige Treffer zum 1:0. SCB-Keeper Dennis Hohmann versuchte, wie schon im Derby gegen Lehnerz, den Ball fest zu halten. Dabei „flutschte“ ihm das runde Leder erneut durch die Handschuhe. Seitens Judmir Meta gab es aber erneut Rückendeckung für den Schlussmann: „Sicherlich ist es unerklärlich, dass dieser Ball rein gehen kann. Ich bin sprachlos. Dennoch wird es aber auch weiterhin keine Torwart-Diskussion geben.“
„Wembley-feeling“ im Waidesgrundstadion – Borussia mit Pech
Nur zwei Minuten vor dem 1:0-Rückstand der Gäste, scheiterte der Borusse Gino Hilfenhaus nach einem Freistoß nur knapp. Ein kollektives Raunen ging durchs Stadion, als der Ball an die Unterlatte prallte und von der Torlinie zurück ins Spielfeld sprang. Ähnliches ereignete sich in der 16. Minute. Diesmal zitterte das RSV-Gebälk nach einem Freistoß von Marcel Aparicio. Auch in der zweiten Halbzeit durften sich die Petersberger beim Aluminium bedanken: Abwehrchef Bloß köpfte beim Spielstand von 2:1 ebenfalls an die Latte und entging nur knapp dem zwischenzeitlichen Ausgleich. RSV-Trainer Karl-Josef Müller mit einem glücklichen Sieg gegen seinen Ex-Verein zu dem er sich wie folgt äußerte: „Es ist natürlich immer ein besondereres Spiel, aber ohne irgendwelche negativen Emotionen. Es ist ein Spiel wie jedes andere, wo es auch nur 3 Punkte gibt. Ich hatte sportlich eine super Zeit bei Borussia. Da liegt nichts im Argen.“
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Vorentscheidung nach Konter
Immer wieder setzte der RSV Nadelstiche durch rasant vorgetragene Konteraktionen. Das vorentscheidende 3:1 durch Dominik Günther resultierte eben aus so einem Schnellangriff (75.). In der 89. Minute stellte Mark Jaksch mit einem gefühlvollen Heber den 4:1 Endstand her. Dennoch war für die Borussia mehr drin: „Fulda war durch Standarts ständig gefährlich und wir hatten in einigen Situationen einfach das Glück des Tüchtigen, welches wir gegen Süsterfeld nicht hatten. Das hat sich heute ausgeglichen.“ so Müller. (Sascha Poldrack)
RSV Petersberg: Motzkus, Brzoza (Quanz 63. ), Stupp, Peikert, Habermehl, Schorstein, Kirsch, Thiele (Bittner 73.), Aschenbrücker, Jaksch, Günther (Gaul 84.)
Borussia Fulda: Hohmann, Bloß, Jäpel, Hilfenhaus, Lind, Müller, Sorg (Duga 32.), Hasic, Hyseni (Basile 69.), Aparicio, Enders (Lehmann 57.)
Schiedsrichter: Timo Ide
Zuschauer: 800
Tore: 1:0 Jaksch (14.), 1:1 Lind (52.), 2:1 Aschenbrücker (60.), 3:1 Günther (75.), 4:1 Jaksch (89.)
Beste Spieler: Schorstein (RSV), Aschenbrücker (RSV), Bloß (SCB). +++