Die Gesellinnen des Maßschneiderhandwerks mit ihren Gesellenstücken. - Foto: Hanisch

ALSFELD Endlich geschafft

Maßschneidergesell/-innen an der Max-Eyth-Schule verabschiedet

26.07.22 - Gemeinsam mit den Lehrerinnen des Fachbereiches Textiltechnik und Bekleidung dankte Abteilungsleiter Stephan Hanisch für die erlebnisreiche Ausbildungszeit mit der Abschlussklasse und ließ in seiner Ansprache einige Ereignisse auf dem Weg zur Gesellenprüfung Revue passieren. Trotz einer Ausbildungszeit unter teilweise verschärften Corona-Regeln bereicherten dennoch interessante Projekte die drei Ausbildungsjahre.

So wurden beispielsweise drei historische Kleider nach einer Romanvorlage der hiesigen Schriftstellerin Astrid Ruppert entworfen und nach gemeinsamen Besprechungen mit der Autorin ausgewählt und gefertigt. Die geretteten Legehennen der Nachbarschule wurden zum Schutz vor Kälte im Winter mit Hühnerpullovern eingekleidet, was die Max-Eyth-Schule ganz plötzlich zum Mittelpunkt des medialen Interesses machte und in Radio und Fernsehen brachte.

In ihrem letzten Ausbildungsjahr konnte dann nach zwei Jahren Corona-Pause wieder eine Modenschau unter Federführung der Absolvent-/innen auf dem Laufsteg in der Max-Eyth-Schule präsentiert werden. Außerdem war es für fünf Schüler/-innen der Abschlussklasse dieses Jahr wieder möglich, ein vierwöchiges Praktikum in verschiedenen Ateliers in Vicenza in Italien zu absolvieren.

Dies alles und hervorragende Ergebnisse in der Gesellenprüfung wurden erzielt, obwohl ganze elf Monate der Ausbildungszeit im Distanzunterricht durchgeführt werden mussten – so auch in der Werkstatt! Dieser große Kraftakt, so Hanisch, bezeuge das große Engagement und die gute Disziplin der Auszubildenden sowie aller beteiligten Lehrkräfte während der Lockdowns. Dies sei in dieser Form nur möglich gewesen auf Grund des Zusammenhaltes, des Teamgeistes und der Hilfsbereitschaft innerhalb dieses Ausbildungsjahrgangs.

So hielten die Gesell/-innen bei ihrer eigenen Verabschiedung auch verschiedene Überraschungen für ihre Lehrer/-innen bereit: Ricarda Zenk eröffnete die Feier mit einer Darbietung auf ihrer Geige. Die Italien-Praktikant/-innen hatten einen amüsanten Film ihres Aufenthaltes in Vicenza zusammengestellt. Als krönenden Abschluss der Freisprechungsfeier präsentierte die ehemalige Schneiderklasse dann noch eine Mini-Modenschau, bei der sie ihren Spaß an der Sache deutlich zum Ausdruck brachten.

Die Textillehrerinnen der Max-Eyth-Schule freuten sich beim anschließenden geselligen Ausklang der Verabschiedung sehr, davon zu hören, dass alle Absolvent/-innen ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten des Schneiderhandwerks zukünftig in textilen Bereichen einsetzen werden: Sei es durch eine Weiterbildung in verschiedenen Meisterschulen, durch das Studium des Modedesigns oder die Absolvierung der Gesellenjahre am Theater oder in Schneiderateliers.

So hat es sich auch bei diesem Jahrgang wieder gezeigt, dass eine Ausbildung zum/zur Maßschneider/-in ein lohnenswerter Weg in die berufliche Zukunft ist. Wer sich für diesen Ausbildungsgang interessiert, erhält Auskünfte auch zur Bewerbung unter www.mes-alsfeld.de . (pm) +++


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