Macht in der Regel seine Spieler besser: Eiterfelds Trainer Ante Markesic - Archivfoto: Bernd Vogt

REGION Gruppenliga startet am Wochenende

Ausgeglichen wie lange nicht - breites Spitzenfeld zu erwarten - Auftakt Samstag

28.07.22 - An diesem Wochenende startet die Fußball-Gruppenliga in ihre neue Saison. 17 Teams nehmen die Runde auf, nach der es fünf Absteiger in die Kreisoberligen gibt. Zwei Spiele finden bereits am Samstag statt, acht folgen am Sonntag (15.30 Uhr); die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach ist zum Auftakt spielfrei. Das Spieljahr scheint außerordentlich ausgeglichen und spannend zu werden.

Es gibt eine Handvoll Anwärter auf die vorderen Plätze, begibt man sich auf die Suche nach dem beliebten Spiel eines Favoriten, fällt am meisten der Name SG Eiterfeld/Leimbach. Das von Ante Markesic trainierte Team gab im Frühjahr den Aufstieg, den ihr schon so mancher angedichtet hatte, nach einer Schwächephase, aus der Hand - und musste der SG Bronnzell den Sprung in die Verbandsliga überlassen. Mit Issak Somov ging ein Unterschiedsspieler Richtung Neuhof - dafür aber kam offensive Qualität hinzu.

Somov ging - viel Qualität kam hinzu

Dominik Hanslik (rechts), hier noch im Steinbacher Trikot

Vor allem junge und offensive Qualität. Ob Niclas Hartwig (Barockstadt U23), der in der Innenverteidigung den zum Nord-Kreisoberligisten Neuenstein abgewanderten Dennis Galbas ersetzen wird. Hartwig spielt erstmals in seiner Laufbahn mit seinem älteren und verdammt schnellen Bruder Tim, der kürzlich seinen 24. Geburtstag feierte, zusammen. Neu bei der SG sind auch der Ex-Steinbacher Dominik Hanslik und Bastian Stumpf (Ehrenberg), der auch im Nachwuchsbereich als Trainer aktiv ist. Mit dem aus Soisdorf stammenden Hendrik Stumpf kommt im Herbst einer dazu, der die Konkurrenzsituation im Mittelfeld erhöhen wird.

Jedoch hält Volker Hilpert den Ball flach. "Wenn es uns gelingt, dass unser Trainer Ante Markesic die Mannschaft weiterhin entwickelt, werden wir um die vorderen Ränge mitspielen", sagt Eiterfelds 1. Vorsitzender. Er weiß aber auch: "Es harmoniert. Dieses Jahr garantiert noch besser als im letzten. Prima, wie die Jungs sich einbringen." Zum Auftakt erwartet Eiterfeld/Leimbach indessen ein Derby, das es in sich hat: Die Partie beim Aufsteiger FSV Hohe Luft ist eines zweier Samstagspiele; Anstoß: 17 Uhr. "Ich gehe davon aus, dass 400 Zuschauer da sind", ergänzt Hilpert vor dem Duell in Bad Hersfeld. Es handelt sich um "keinen gewöhnlichen Aufsteiger", wie es landauf, landab heißt. Das Team gilt als spielstark, verfügt über eine gute Mischung - und einen extrem großen Platz.

Starke Aufsteiger: Hohe Luft, Lütter und vor allem Hofbieber ist einiges zuzutrauen

Apropos Aufsteiger. Die sind allesamt als mehr zu beachten. Die TSG Lütter, Meister der KOL Süd, besitzt in ihrer ersten Elf eine Qualität, um die so mancher Gruppenligist beneidet. Kleiner Nachteil: der Kader ist zu knapp. Auch sie kommt zu Beginn in den Genuss eines Derbys: am Sonntag gastiert die TSG Künzell am Sauerbrunnen. Bleibt der SV Hofbieber, mit Abstand Bester der letzten Saison in der KOL Mitte. Dem jungen und dynamischen Team, von Olli Bunzenthal trainiert, ist zuzutrauen, dass sie im vorderen Drittel landet - vielleicht sogar in der Spitze. Heimrecht genießt auch sie: Am Sonntag kreuzt der von Matthias Wilde gecoachte FV Horas auf, der sich in der neuen Runde darauf einstellt, eher kleinere Brötchen zu backen. 

Großenlüders Coach Francisco Martinez

Zurück zur Spitze. Oder - besser gesagt - zum Spitzenfeld. Ein Team, das man als Anwärter darauf zählen darf, ist der SV Großenlüder. Das vom Ex-Borussen Francisco Martinez trainierte Team brillierte im Vorjahr mit einer äußerst starken ersten Hälfte - startete schlecht in die Aufstiegsrunde, fing sich aber bald und knüpfte - vor allem nach dem Sieg in Eiterfeld - an die alte Form an. Doch jetzt wird's heikel. Martinez, im vierten Jahr bei der Teutonia, ist vorsichtig: "Wir haben schon eine gute Mannschaft. Doch man muss wissen, dass wir viel Qualität und Erfahrung verloren haben. Das müssen wir kompensieren. Im Moment klappt das ganz gut."

Großenlüder: Gut, aber viel an Erfahrung und Qualität verloren

Die Testspiel-Siege gegen die Verbandsligisten Eichenzell und Flieden sind schick, aber Muster ohne Wert. Sechs Spieler stehen der Teutonia nicht mehr zur Verfügung - darunter mit Christopher Ripka, Toni Martinez, Fabian Lehmann und Jan Hendler vier Stammspieler. Hinzu kommen die nach Müs abgewanderten Dennis Dietrich und Joshua Hendler. Alleine deshalb hält auch Martinez, der den Schwung der Vorbereitungs-Erfolge mitnehmen möchte, den Ball flach. Und zum Auftakt wartet ein dicker Brocken: Großenlüder stellt sich am Sonntag bei der SG Aulatal vor (in Kirchheim). 

Womit ein weiteres Team genannt ist, das in den vorderen Rängen - vielleicht auch in der Spitze - mitmischen kann: die SG Aulatal. Die Mannschaft aus der Schwalm spielte eine starke Aufstiegsrunde. Und sie besitzt in Sebastian Schuch, den Innenverteidigern Steffen Schneider und Johannes Schreiber, dem Sechser Moritz Wernick und nicht zuletzt Torjäger Nils Fischer, eine Menge erfahrener Qualität. Wie der ESV Hönebach, dessen Mannschaft eingespielt ist und quasi mit routinierten Kräften gespickt ist. Hönebach erwartet zur Saisonpremiere am Sonntag die SG Kerzell. 

Bleibt die SG Freiensteinau, die sich mit ganz vorn einreihen sollte. Sie legte nicht nur eine starke erste Hälfte in der Süd-Gruppe hin im Vorjahr - sie gewann mit unter insbesondere mit den Hohmann-Brüdern Lukas und Nico, die aus Flieden zurückkehrten, reichlich an Qualität hinzu. Auch die SGF freut sich auf ein Derby zu Beginn: Sie hat die Sportvereinigung Hosenfeld zu Gast am Sonntag. (wk) +++


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