Lästig und in diesem Sommer besonders zahlreich: Wespen - Symbolbild pixabay

REGION Trockenheit begünstigt Wespenvermehrung

Toller umweltfreundlicher Trick gegen lästiges gelb-schwarzes Geschwader

31.07.22 - Es gibt nichts Schöneres, als an einem sommerlichen Nachmittag im Freien ein Stück Kuchen oder ein Eis zu essen. Auch zum Grillen zieht es die Menschen bei der aktuellen Wetterlage ins Freie. Wespen sind in solchen Momenten diejenigen, die die Freude bei jedem trüben. Auch wenn sie ihre Aufgabe in unserem Ökosystem haben, beliebt sind sie nicht sonderlich.

In diesem Jahr scheinen die Tiere besonders aggressiv zu sein. Die enorme Trockenheit hat den Tieren eine gute und effiziente Brut ermöglicht. Dadurch ist 2022 besonders früh zum "Wespenjahr" geworden. Gleichzeitig finden die Insekten immer weniger Wasser. Der Durst und der Hunger treibt sie dann zum Menschen.

Wespen darf man nicht töten. Sie stehen als Wildtiere unter einem besonderen Schutz. Somit ist der Einsatz von Fallen oder Insektensprays nicht erlaubt. Je nach Bundesland kann das illegale Töten oder das Zerstören eines Wespennestes schnell mehrere tausend Euro Bußgeld nach sich ziehen. Im Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) wird im Paragraf 39 folgendes untersagt: "Wespen mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten."

Sprühflasche mit Wasser wirkt Wunder und schadet den Tieren nicht

Im Netz findet man viele, mehr oder weniger effektive Tipps, um Wespen abzuwehren. Das wichtigste vorweg: Ruhe bewahren und das Vermeiden von hektischen Bewegungen verhindert, dass Wespen aggressiv werden und angreifen. Auch sollte man nicht versuchen, die Tiere wegzupusten, da das in der Atemluft enthaltene CO₂ die Wespen aggressiv macht. Lebensmittel und Getränke kann man abdecken. Ein Teller mit Nahrungsmitteln in einiger Entfernung kann als Ablenkungsköder genutzt werden. Am besten hilft eine handelsübliche Sprühflasche, mit Wasser gefüllt. Der feine Wassernebel gibt der Wespe das Gefühl, dass es beginnt zu regnen und macht auch dem Grillfleisch oder Kuchen nichts aus. Registrieren die Wespen den Wassernebel, fliegen sie zurück zu ihrem Nest. Aromaöle und Räucherstäbchen können die Tiere zumindest teilweise verwirren. Außerdem kann eine Bepflanzung mit Lavendel und Basilikum die Wespen ablenken.

Kommt es zu einem Stich, sollte man umgehend beginnen, die Einstichstelle zu kühlen. Eine aufgeschnittene Zwiebel ist wohl das bekannteste Hausmittel und wirkt entzündungshemmend und kühlend. In der Apotheke sind auch Gels erhältlich, die der lokalen Entzündungsreaktion vorbeugen. Oft enthalten diese ein sogenanntes Antihistaminikum. Ebenfalls in der Apotheke bekommt man Stichheiler, die an ihrer Spitze Hitze abgeben, die das Wespengift zersetzen soll.

Bei Allergikern ist Vorsicht geboten. Kommt es nach dem Stich zu Luftnot, Fremdkörpergefühl im Hals oder Kreislaufproblemen bis hin zur Ohnmacht, ist Eile geboten und der Rettungsdienst unter 112 hinzuzuziehen. Ebenfalls sollte man ärztliche Hilfe bei einem Stich in den Mund oder Rachen suchen. Hat ein Allergiker einen sogenannten "Pen" dabei, sollte dieser im Notfall nach Herstellerangaben eingesetzt werden. (AB)+++


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