Gruppe 1 (Ense-Sporthalle Bad Wildungen)
Nordsjaelland Handball – TV Emsdetten 27:29 (15:12)
Der TV Emsdetten verabschiedete sich mit einem Sieg vom Sparkassen-Handballcup. Gegen die dänischen Gäste von Nordsjaelland Handball, die damit sieglos blieben, gewann der Nord-Zweitligist 27:29 (15:12).
Zu Beginn der Partie überzeugten vor allem die Dänen, die mit ihrer quirligen Deckung dem TV Emsdetten keine Lücken boten. Lediglich über den Kreis kam der deutsche Zweitligist zu Torerfolgen. Auf der anderen Seite versuchte Nordsjaelland im Angriff die Außen ins Spiel zu bringen. Das Konzept der Dänen war im ersten Durchgang erfolgreicher, zur Pause führten sie im ausgeglichenen Spiel mit drei Toren beim 15:12.
Nach der Pause war der TVE nun deutlich besser auf Nordsjaelland eingestellt. Lediglich mit Jerome Cazal im gegnerischen Tor hatte das Team von Trainer Lars Walther seine Probleme und benötigte daher noch elf Minuten im zweiten Durchgang bis zum Ausgleich. Nach dem 19:19 wogte das Spiel hin und her, der Ausgang war nun völlig offen, der Vorteil lag allerdings auf dänischer Seite. Erst drei Minuten vor Spielschluss gelang Emsdetten nach dem Ausgleich beim 27:26 die erste Führung seit der Startphase. Vier Sekunden vor Schluss sicherte Nils Babin mit einer Parade den Emsdettener Sieg, mit dem Schlusspfiff erhöhte der TVE noch zum 29:27-Endstand.
Torschützen:
Nordsjaelland Handball: Slundt 2, Jörgensen 2, Hansen 6, Poulsen 3, Strandgard 1, Klitgaard 6, Bramming 4, Fog 1, Jonassen 2
TV Emsdetten: Selmanovic 1, Kreft 1, Waltermann 1, Weevers 11, Cordes 3, Miljak 2, Thünemann 8, Bertow 1, Boysen 1
Gruppe 2 (Werner-Aßmann-Halle, Eisenach)
TSV Hannover-Burgdorf – Wisla Plock 32:21 (17:8)
Die TSV Hannover-Burgdorf zieht mit einem souveränen Start-Ziel Sieg über Wisla Plock ins Halbfinale des Sparkassen-Handballcups ein. Der Erstligaaufsteiger gab sich gegen die bieder agierenden Polen keine Blöße und siegte am Ende auch in der Höhe verdient mit 32:21 (17:8).
Von Beginn an machte das Team von Trainer Frank Carstens deutlich, dass sie das Parkett als Sieger verlassen wollen und werden. Der sichere Halbfinaleinzug war für den Bundesligaaufsteiger offensichtlich Motivation genug. So ließen sie den einfallslosen Polen keine Chance und zwangen sie aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder zu Fehlern. Vor allem Neuzugang Jendrik Meyer im Tor erwischte einen sehr guten Tag und brachte Plock immer wieder zur Verzweiflung. Bereits nach zehn Minuten stand es 7:3 und dieser Vorsprung wurde von den Niedersachsen bis zum Seitenwechsel kontinuierlich auf 17:8 ausgebaut.
Auch der Seitenwechsel brachte keine Änderung. Hannover, die erneut von einem starken Daniel Brack angeführt wurden, kombinierte nach Belieben und entschieden das Spiel spätestens nach 41 Minuten beim Stand von 25:11. In den letzten zwanzig Minuten verwaltete der Erstligist das Ergebnis bis zum 32:21-Endstand nur noch und steht nun als erster Halbfinalteilnehmer fest.
Torschützen:
TSV Hannover-Burgdorf: Buschmann 2, Fauteck 1, Jonsson 2, Bergmann 1, Lehnhoff 6, Brack 6/4, Jurdz, Pauzuolis 2, Hübe, Meyer, Bedzikowski 1, Hohenberg 4, Stelmokas 4, Rydergaard 3
Wisla Plock: Kwiatkowski 2, Bäckström 2, Wisniewski 4, Miszka 7/4, Peskov 2, Paluch 1, Samdahl, Wichary, Kuptel, Nielsen 1, Fiodor, Madsen 1, Twardo 1, Syprzak
Gruppe 3 (Stadtsporthalle Felsberg)
HSG Gensungen/Felsberg – Wilhelmshavener HV 26:36 (11:17)
Im dritten Gruppenspiel gegen den Wilhelmshavener HV war bei der HSG Gensungen-Felsberg ein deutlicher Kräfteverschleiß festzustellen. Der Zweitligist von der Nordsee hatte letztlich wenig Mühe, die Partie mit 36:26 (17:11) für sich zu entscheiden.
Der Wilhelmshavener HV zeigte das flüssigere und sichere Kombinationsspiel. Der Ball lief routiniert durch die Reihen und landete immer wieder auf Außen oder am Kreis. Linksaußen Sebastian Maas kam so am Ende auf acht Treffer. Gensungen/Felsberg versuchte mit einer offenen und aggressiven Deckung den Spielfluss der Wilhelmshavener zu stören und war mit dieser Taktik phasenweiße erfolgreich. Im Spielaufbau zeigte das Regionalligateam von Dragos Negovan jedoch noch viele Mängel. Der HSG fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft, zudem leistete sich die Mannschaft zu viele leichte Ballverluste und technische Fehler. Bereits zur Halbzeit lag der Lokalmatador daher mit 11:17 zurück.
Zu Beginn der 2. Halbzeit schaltete Wilhelmshaven kurzzeitig einen Gang zurück, und für einen Moment schien es, als könnte Gensungen/Felsberg noch einmal herankommen. Es blieb allerdings beim Störfeuer, denn die HSG nutzte auch in dieser Phase ihre Chancen nicht. Als es nach 41 Minuten 17:26 stand begann der Regionalligist zu resignieren. Wilhemshaven hatte nun leichtes Spiel, mit flüssigen Kombinationen und effektiven Spielzügen zog das Team von der Nordsee bis zum 36:26-Endstand davon.
Torschützen:
HSG Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Köpke, Ober 3, Hütt 4/1, Bärthel 3, Gissbert, Stahl, Schanze 1, Bauer 1, Horn 4, Julius 4, Gherhard 6/2, Kranz, Meufahrt
Wilhelmshavener HV: Eilts, Krechel, F. Hesslein 5, T. Hesslein 3, Geppert 6/2, Maas 8, Vorontsev 3, Arvidsson 4, Staszewski 2, Drechsler 4, Köhrmann, Wachul 1
Gruppe 4 (Göbel Hotels Arena, Rotenburg an der Fulda)
Grasshoppers Zürich – Bergischer HC 24:42 (14:22)
Mit einem Sieg über die Grasshoppers Zürich verabschiedete sich der Bergische HC vom diesjährigen Sparkassen-Handballcup. Die Mannschaft von Trainer Raimo Wilde siegte nach einer Leistungssteigerung ab der zwanzigsten Minute mit 42:24 (22:14).
Beide Teams legten los wie die Feuerwehr und es fielen Tore am Fließband, weil beide Mannschaften die Abwehrarbeit vernachlässigten. Der Bergische HC konnte anfangs eine Führung von drei bis vier Toren behaupten. Allerdings holten die Grasshoppers, die in Toni Kern mit sechs Toren ihren erfolgreichsten Torschützen hatten, Tor um Tor auf und zwangen den BHC zu einer Auszeit. Ab der zwanzigsten Minute fand der Aufstiegsfavorit der zweiten Liga Süd dann aber zu seinem Spiel und sorgte somit für den deutlichen 22:14-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel bot sich das selbe Bild. Der Bergische HC nutzte die Fehler der Schweizer konsequent und kam so immer wieder zu leichten Toren. Ob per Tempogegenstoß oder aus dem wurfgewaltigen Rückraum, immer wieder gelangte der Ball ins Gehäuse der Züricher Mannschaft. Vor allem Kenneth Klev hatte Gefallen daran gefunden die relativ kleine schweizer Abwehr zu überwinden und war mit zwölf Toren der erfolgreichste Torschütze für sein Team, bei dem alle eingesetzten Spieler mindestens einmal trafen.
Torschützen:
Grasshoppers Zürich: Majeri, Sigrist, Schöpfer, Burkhard 1, Färber 3/1, Freivogel 4, M. Graf 1, P. Graf 2, Grundböck 1, Hofer, Kurbalija 5, Maros, Ramadani 1, Schmid, Kern 6
Bergischer HC: Stochl, Huhnstock, Fuchs 3, Hoße 5, Vitek 4, Hinze 1, Klev 12, Quade 2, Duin 6/2, Moen, Kluge 3, Henkel 1, Aschenbroich 1, Reinarz 4 +++