Gruppe 1 (Ense-Sporthalle Bad Wildungen)
SG Flensburg-Handewitt – HSG Düsseldorf 30:26 (13:11)
Die SG Flensburg-Handewitt hatte im Endspiel um den Halbfinaleinzug mehr Mühe mit Bundesligaaufsteiger HSG Düsseldorf als erwartet. Am Ende setzte sich die SG durch und qualfizierte sich mit 30:26 (13:11) für das Halbfinale.
Flensburg hatte vor allem im ersten Abschnitt mehr Mühe als erwartet und fand nur schwer in die Partie. Zwar führten sie anfangs mit 4:1, doch dann kam Düsseldorf stärker auf und ging ab der 14. Minute in Führung. Der Aufsteiger stand gut in der Deckung, Flensburg fehlte im Rückraum deutlich die Dynamik. Den Norddeutschen merkte man das Fehlen vom zur Junioren-WM nach Ägypten abgereisten Oscar
Carlén an. Einzig auf die Treffsicherheit seiner Außen Lars Christiansen und Lasse-Svan Hansen konnte sich SG-Trainer Per Carlén verlassen. Erst kurz vor der Pause gelang es Flensburg wieder in Führung zu gehen und auf 13:11 zu erhöhen.
Im zweiten Abschnitt stand die Flensburger Abwehr mit Michael Knudsen und Tobias Karlsson im Mittelblock zeitweise besser und damit kam auch das bekannte Tempospiel der Schleswig-Holsteiner besser in Schwung. Die Norddeutschen zogen schnell auf 22:16 (45.), dann schlichen sich allerdings wieder viele Fehler ein und Düsseldorf verkürzte. Allerdings kassierte Michael Hegemann kurz darauf die dritte Zeitstrafe, doch Flensburg vergab in Überzahl einige Chancen. Düsseldorf lag zwei Minuten vor dem Ende nur noch mit zwei Treffern zurück (26:28). Doch nachdem Lasse Boesen zum 29:26 traf, war die Entscheidung gefallen. Somit zog die SG Flensburg-Handewitt am Ende mit 30:26 in das Halbfinale ein.
Torschützen:
Nordsjaelland Handball: Eggert 5, Fahlgren 3, Mogensen 4, Svan-Hansen 4, Christiansen 6, Johannsen 4, Boesen 2, Knudsen 2
TV Emsdetten: Berblinger 3, Hegemann 6, Fölser 2, Novickis 1, Kurchev 7, Wernicke 2, Asgeirsson 1, von Gruchalla 1, Sulc 3
Gruppe 2 (Werner-Aßmann-Halle, Eisenach)
ThSV Eisenach – TSV Dormagen 28:31 (12:12)
Der TSV Dormagen siegte in einem für den Gruppensieg bedeutungslosen Spiel gegen den gastgebenden ThSV Eisenach mit 31:28 (12:12). Lange Zeit hielt der Zweitligist gegen die Nordrhein-Westfalen mit, ehe man sich auf Grund von personellen Engpässen ab Mitte der zweiten Halbzeit dem Team von Trainer Kai Wandschneider beugen musste.
Eisenach, die ohne Luther, Jauernik, Lilienfelds und Bitterlich antreten mussten, konnten das Spiel im ersten Abschnitt offen gestalten, da sie beherzt zu Werke gingen. Vor allem Benjamin Trautvetter wurde von seinen Mitspielern immer wieder in Szene gesetzt, so dass der Kreisläufer mit zwölf Toren zum besten Torschützen der Wartburgstädter avancierte. Bis zum ausgeglichenen Halbzeitstand beim 12:12 konnte der Zweitligist damit die Partie gegen den Erstligisten offen halten.
Doch wogen die Ausfälle zu schwer, so dass sich bei Eisenach im zweiten Abschnitt der Kräfteverschleiß und die mangelnden Alternativen im Rückraum bemerkbar machten. Dormagen litt zwar auch unter einer dünnen Personaldecke, konnten diese aber besser kompensieren. So kam die TSV-Mannschaft vor allem durch ihr Tempospiel auf die Siegerstraße. Allen voran Max Holst brachte Dormagen mit seinen Tempogegenstößen in die Erfolgsspur. Eisenach kämpfte zwar verbissen weiter, doch beim 25:20 aus Dormagener Sicht 15 Minuten vor Spielende war die Partie vorentschieden. Obwohl der Vorsprung schmolz brachte der TSV den Sieg zum 31:28 sicher über die Bühne.
Torschützen:
ThSV Eisenach: Musil, Gorobtschuk, Hoffmann, Trautvetter 12/2, Lipsky, Sklenak 7/2, Wöhler 1, Blezinger, Schiffner 1, Lindner 1, Heinemann 1, Lilienfelds, Prokopec 3, Szep-Kis 2
TSV Dormagen: Vortmann, Feshchanka, Holst 6/1, Schindler 7, Plaz, Balomenos 2, Meyer 6, Dmytruszinsky 3, Wittig 4, Mahé 1, Chantziaras 1, Lochtenbergh 1/1
Gruppe 3 (Stadtsporthalle Felsberg)
MT Melsungen – GWD Minden 25:24 (13:17)
Mit einem Fotofinish sicherte sich die MT Melsungen den Einzug ins Halbfinale. Die Nordhessen besiegten GWD Minden denkbar knapp mit 25:24 (13:17), erst vier Sekunden vor Spielende erzielte Neuzugang Vasilakis den Siegtreffer.
Im ersten Abschnitt erlaubte sich Melsungen zu viele Fehler, die Minden geschickt für sich zu nutzen wusste. So führten die Ostwestfalen phasenweise sogar mit fünf Toren, wogegen Karipidis und Co. nichts unternehmen konnten. Maßgeblichen Anteil an der Melsunger Misere hatten die vielen technischen Fehler, die sich die Mannschaft erlaubte. Zudem war es ausgerechnet der vom Siebenmeterpunkt sonst so sichere Savas Karipidis, der gleich drei Strafwürfe vergab. Folgerichtig lag GWD Minden gegen den Lokalmatador zur Pause mit 17:13 in Führung.
Melsungens Trainer Ryan Zinglersen schien in der Pause die passenden Worte gefunden zu haben. Seine MT drehte im zweiten Abschnitt auf und startete eine Aufholjagd. Vor allem Nenad Vuckovic verstand es immer wieder Thomas Klitgaard am Kreis in Szene zu setzen, so dass die Hessen den Rückstand in eine Führung wandelten. Beim 23:20 schien bereits das Halbfinale sicher, doch Minden ließ sich nicht abschütteln. GWD nutzte die Melsunger Ballverluste und glich wieder zum 24:24 aus. Die MT riskierte alles und brachte einen siebten Feldspieler. Alexandros Vasilakis erlöste die über 600 Zuschauer in der Stadtsporthalle Felsberg, indem er vier Sekunden vor dem Ende für den entscheidenden Treffer sorgte. Der Treffer zum 25:24-Endstand bescherte der MT Melsungen den Halbfinaleinzug.
Torschützen:
MT Melsungen: Herold, Lechte, Brouko 2, Junillon, Klitgaard 6, Tellander 1, Tzimourtos, Danner, Vasilakis 6/1, Treutler, Sanikis 3, Karipidis 5/2, Vuckovic 2
GWD Minden: Medhus, Dresrüsse, Katsigiannis, Henriksson 4, Gylfason 1, Helmdach, Just 4, Schäpsmeier 3, Madsen 1, Wleklak 5, Schmidt 6/2, Ingimundarsson
Gruppe 4 (Göbel Hotels Arena, Rotenburg an der Fulda)
Rhein-Neckar Löwen – HSG Wetzlar 36:25 (19:14)
Die Rhein-Neckar Löwen ziehen nach 2006 und 2007 erneut ins Halbfinale des Sparkassen-Handballcups ein. Die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren besiegte die HSG Wetzlar im letzten Gruppenspiel in Rotenburg deutlich mit 36:25 (19:14).
Die Badener übernahmen von Anfang an das Zepter und behaupteten den gesamten ersten Abschnitt über die Führung. Wetzlar kämpfte zwar verbissen, hatte aber Probleme gegen den sicheren Abwehrverband des Champions League-Teilnehmers, der das Spiel zu jeder Zeit sicher unter Kontrolle hatte. So pendelte sich der Vorsprung bei drei Toren ein, den die Rhein-Neckar-Löwen dann kontinuierlich bis zur Halbzeit beim 19:14 auf fünf Tore ausbaute. Bereits im ersten Abschnitt war es erneut der starke Uwe Gensheimer, der sich für einen Großteil der Tore seiner Mannschaft verantwortlich zeichnete.
Nach dem Seitenwechsel zog der Titelverteidiger aus den Jahren 2006 und 2007 immer weiter davon. Wetzlar mühte sich nach Kräften, konnte mit seiner jungen Mannschaft aber nichts gegen die routinierten Löwen ausrichten. Zudem drehte Uwe Gensheimer weiter auf, verwandelte alle Siebenmeter sicher und zeigte sich auch aus dem Spiel heraus nervenstark. Am Ende kam der 22-Jährige auf 16 Tore. Bei Wetzlar war es mit Michael Allendorf ebenfalls der Linksaußen, der mit sieben Toren die meisten Treffer für sein Team beisteuerte. Am Ende siegten die Rhein-Neckar Löwen mit 36:25 und zogen ins Halbfinale ein.
Torschützen:
Rhein-Neckar Löwen: Szmal, Fritz, Gensheimer 16/7, Roggisch 1, Prieto, Tkaczyk 1, Harbok 5, Bielecki 6, Stefansson 1, Müller 3, Klimovets 1, Myrhol 1, Alvanos 1
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber, S. Weber 2, Christophersen 3/1, Allendörfer, Salzer 4, Valo 3, Allendorf 7/4, Jungwirth 1, Mraz 2, Djordjic, Schneider, Chalkidis 1, Werum, Ludwig 2 +++