Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld - Fotos: Carina Jirsch

FULDA/EICHENZELL Hoher Besuch aus Wiesbaden

Erfolg für rhöncloud: Digitalministerin Prof. Dr. Sinemus im Rechenzentrum

11.08.22 - Mittwochnachmittag besuchte die hessische Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus, den regionalen IT-Provider rhöncloud. Neben dem Besuch des rhöncloud-Rechenzentrums in Fulda und einer spannender Unternehmensvorstellung im Eichenzeller Schlösschen stand auch die Einweihung eines weiteren Datacenters in der "Smart City”-Gemeinde Eichenzell auf der Agenda.

Politischer Besuch mit spannenden Einblicken in zukunftsträchtige Technologien

Als um 14:30 Uhr die Delegation rund um die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Sinemus am Gelände vorfuhr, warteten Gastgeber und rhöncloud-Geschäftsführer Manuel Bittorf sowie Fuldas Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld und Fuldas IT-Leiter Michael Dietzel bereits vor der Hauptfeuerwache Fulda. Unter den massiven Bauten der Feuerwehr befindet sich dort, wo bis vor wenigen Jahren ein Luftschutzbunker war, das Rechenzentrum der Stadt Fulda. Hier betreibt auch rhöncloud eigene Cloudservices. 

Manuel Bittorf von rhöncloud

Prof. Dr. Kristina Sinemus betonte, dass Hessen der Top-Standort für Rechenzentren in Deutschland mit sehr hoher Rechenzentrumsdichte sei, allein ein Drittel aller deutschen Rechenzentrumskapazitäten und 50 Prozent der Großrechenzentren befänden sich in Hessen. "Die Digitalisierung der Wirtschaft, des Gesundheitswesens, Verkehrs und der Energieversorgung führt zu rasant wachsenden Datenmengen. Obwohl die Rechenzentren in Hessen bereits zu den energieeffizientesten weltweit gehören, steigt der Energieverbrauch durch das rasante Wachstum der Branche immer weiter an. Uns ist bewusst, dass Rechenzentren im Spannungsfeld der Resilienz, Sicherheit, Verfügbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit stehen. Aber sie sind notwendig, um eine leistungsfähige digitale Infrastruktur zu haben, so Sinemus. "Mit der Einrichtung und dem Aufbau des Rechenzentrumsbüros Hessen wollen wir die nachhaltige Entwicklung von Rechenzentren unterstützen. Wichtige Elemente sind die Vernetzung der Akteure und Aktivitäten sowie Sichtbarmachung."

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zeigte sich stolz: "Das Fuldaer Rechenzentrum ist ein Leuchtturmprojekt mit Blick auf die Nachhaltigkeit und steht dafür, dass wir interkommunal, in der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Wirtschaft, die digitale Infrastruktur für die Zukunft schaffen."

Mit Sicherheitskarte, Schutzhelm und einer kurzen Sicherheitseinweisung betraten die Beteiligten sowie der Gastgeber den professionell umgebauten Schutzbunker unter den kürzlich renovierten Fahrzeughallen der Feuerwehr. Sichtlich beeindruckt zeigte sich Prof. Dr. Sinemus von der Technologie des Rechenzentrums und der ausgezeichneten Gebäudetechnik. Manuel Bittorf gab einen Einblick über die IT-Technologie der rhöncloud und der dort betriebenen Services. Das Rechenzentrum Fulda wird von der rhöncloud u.a. für dedizierte Kundenumgebungen und die Bereitstellung des Produktes "rhönbackup S3" genutzt, einem S3-kompatiblen Cloud-Speicher, welchen Unternehmen und Kommunen gerne als Backup in die Cloud nutzen, um deren lokale Infrastrukturen in ein sicheres und performantes Rechenzentrum zu sichern. 

Nach der Führung durch das Rechenzentrum Fulda begab sich die Delegation in die "Smart City”-Gemeinde Eichenzell, denn dort stand ein weiteres Highlight auf dem Plan: Die Einweihung eines weiteren Datacenters.

Am neuen Datacenter-Standort der rhöncloud angekommen folgte eine Vorstellung der Rechenzentrumstechnologie, insbesondere der hohen Sicherheitsanforderungen sowie der hochprofessionellen Absicherung der Technologiezentren. "Sicherheit ist genau unser Ding, das zeigen nicht nur unsere Zertifizierungen, sondern auch unsere Investitionen in Gebäudetechnik", so Manuel Bittorf, der als Informatiker bereits seit über 10 Jahren im Rechenzentrumsumfeld zuhause ist. "Unser dritter Standort, den wir heute nach vielen Monaten Planung und technischer Umsetzung in Betrieb nehmen, verfügt über eine autarke Stromversorgung, sodass auch Stromschwankungen und -ausfälle über Wochen hinweg abgefedert werden können. Die Klimatechnik steht ganz im Rahmen unseres Umweltkonzeptes, denn wir nutzen eine erprobte Wasserkühlung sowie entsprechende Freikühler, um den Energiebedarf deutlich zu reduzieren." 

Auch in Sachen Sicherheitstechnik steht der neue Standort den großen Anbietern in nichts nach. Egal ob Alarmanlage, Handvenenscanner für den Zutritt ins Rechenzentrum oder eine lückenlosen Kameraüberwachung mit Gesichtserkennung (Deep-Learning mittels Künstlicher Intelligenz): Der Zutritt zu den Serversystemen ist ausnahmslos gesichert, so auch die Brandbekämpfungsanlage, welche in einem dreischichtigen Brandmeldesystem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der rhöncloud überwacht wird. 

Nach der Einweihung des neuen Backup-Standortes der rhöncloud informierte sich die Digitalministerin im Schlösschen über das Smart City Projekt Eichenzell, das im Rahmen einer Bundesförderung bis zu 11 Millionen Euro mit einem Eigenanteil von 35 Prozent erhalten kann. Dabei werden Projekte und Maßnahmen wie Telemedizin, digitaler Inklusion über Mobilität bis hin zur intelligenten Lichtsteuerung berücksichtigt. "Eichenzell und Fulda entwickeln sich mithilfe der Bundes- und der Landesförderung zu smarten Kommunen, die die Chancen der Digitalisierung bestmöglich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger nutzen", so Sinemus.

[email protected]ützpunkt für Gemeinde Eichenzell

Aufbruch in die digitale Welt. Auch die Gemeinde Eichenzell hat die Pandemie genutzt, um seine digitalen Angebote weiter auszubauen. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat als Schlusspunkt des heutigen Tages die Gemeinde Eichenzell als [email protected]ützpunkt ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die gute regionale Vernetzung mit verschiedensten Partnern, vorrangig aus dem Bildungsbereich sowie den Erfahrungen durch VHS-Dozenten in Digitalisierungskursen für Seniorinnen und Senioren. Zudem gebe es ein gutes Konzept für Adressierung der Älteren durch amtliches Gemeindeblatt. Sie überreichte eine Urkunde und eine Wandplakette, mit dem die Gemeinde Eichenzell als [email protected]ützpunkt sichtbar gemacht wird. (mr/pm) +++


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