Fuldaer Jung belegt dritten Platz bei den Ironman in Polen - Fotos: IronmanPoland

FULDA "Der größte Erfolg meiner Karriere"

Fuldaer Jung belegt dritten Platz bei den Ironman in Polen

11.08.22 - Fabian Reuter ist beruflich aktuell bei der 4. Bereitschaftspolizeiabteilung in Kassel tätig. Der 29-Jährige ist darüber hinaus aber Spitzensportler und Profitriathlet der hessischen Polizei und mehrfacher Sieger des Barockstadt Fulda Triathlons. Die letzten Jahre war er vorrangig im Bereich der internationalen Cup-Rennen für Deutschland und in der 1. Triathlon Bundesliga für den TUS Griesheim unterwegs. Dieses Jahr wechselte der gebürtige Fuldaer von der Kurzdistanz auf die längere Mitteldistanz im Triathlon. In seinem Erlebnisbericht erzählt er OSTHESSEN|NEWS nun, wie lohnend dieser Wechsel war, anhand seines Erfolges beim Ironman in Polen.

"Am vergangenen Sonntag bin ich beim Ironman 70.3 Gdynia/Polen (1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad, 21,1 Kilometer laufen) dritter geworden. Damit habe ich mir nicht nur mein erstes Pro-Podium gesichert, sondern auch etliche Profiathleten besiegt, die bis vor wenigen Monaten noch nicht meine Kragenweite gewesen wären. Meine gute Form hatte sich bereits vor zwei Wochen mit dem Sieg im Rahmen des 'BASF Rhein-Neckar Triathlon Cup' Rennens in Ladenburg abgezeichnet. Diese Cup-Serie zählt zu der renommiertesten Triathlon-Serie in Deutschland und ein Sieg in einem Teilrennen dieses Cups ist etwas Besonderes.  Dies war zwar 'nur' eine Kurzdistanz (1,5 Kilometer schwimmen, 40 Kilometer Rad, 10 Kilometer laufen), aber auch hier konnte ich eine sehr gute Leistung abrufen und einige große Namen hinter mir lassen. Ich denke, das hat mir nochmal einen richtigen Schub für mein Selbstvertrauen gegeben."
 
"Ein Abstand, auf den ich mehr stolz bin, als auf alles andere"

In Polen hat dann wirklich alles gepasst. Nach einem taktischen Schwimmen wechselte er dank seiner guten Schwimmform relativ entspannt, auf Position fünf liegend, auf sein Rad. In einer fünf Mann großen Verfolgergruppe machten sie sich auf die Jagd nach den zwei schwimmstarken Ausreißern. "Bei Kilometer 30 wurde unsere Gruppe von dem späteren Sieger Sam Long überholt. Das brachte eine Menge Unruhe in die Radgruppe, letztlich konnte aber keiner dessen Radstärke Paroli bieten und wir mussten ihn ziehen lassen. Nach den 90 km wechselte ich voller Selbstbewusstsein auf den abschließenden Halbmarathon, in dem Wissen, nun meine Laufstärke ausspielen zu können. Bisher konnte ich zwar immer gute Laufleistungen zeigen, hatte jedoch immer Schwierigkeiten diese im vollen Umfang auszuschöpfen. Anders bei diesem Rennen.

Hier überholte ich nicht nur alle meine Radgefährten bereits auf den ersten Kilometern, sondern konnte auch noch den deutschen Ausreißer, Jan Stratmann, auf den letzten sieben Kilometern stellen. Selbst auf den mehrfachen Olympiateilnehmer, Richard Varga, konnte ich noch auf unter 20 Sekunden auflaufen. Ein Abstand, auf den ich mehr stolz bin als alles andere. Insbesondere zu meiner Kurzdistanz war er ein Athlet, zu dem viele Sportler aufsahen. Am Ende stand für mich mit dem dritten Platz nicht nur mein erstes Profipodium, sondern auch die schnellste Laufzeit mit dem Lauf-Steckenrekord. Ein wahnsinniges Ergebnis!"
 
"Der größte Erfolg meiner Karriere"

"Für mich stellt dieser dritte Platz den größten Erfolg meiner Karriere dar, der sogar meinen achten Platz bei der Mitteldistanz EM vor einigen Wochen in Elsinore/Dänemark in den Schatten stellt! Bei diesem Rennen qualifizierte ich mich auch für die Mitteldistanz WM Ende Oktober in den USA, welches mein diesjähriges Wettkampfhighlight darstellen wird. In einem solch stark besetzten Profifeld so abliefern zu können, ist etwas ganz Besonderes! Ein Ergebnis, welches mir zeigt, dass der Wechsel auf die längere Mitteldistanz eine goldrichtige Entscheidung war."
 
Für "Triathlon Außenstehende" ist die Einordnung eines solchen Rennergebnisses aufgrund der Vielzahl von Triathlonveranstaltungen mitunter schwierig. Aufgrund des Prestiges, das Ironman-Rennen bieten und aufgrund der Qualität des dortigen Teilnehmerfeldes, war dieses Ergebnis in jedem Fall eine Weltklasse-Leistung, die anderen Topevents anderer Sportarten in nichts nachsteht.

Fabian Reuter, ist Polizeioberkommissar in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei, Profitriathlet und vor allem ein "Fuldaer Jung". Gebürtig kommt er aus Fulda, entspringe dort den Wasserfreunden Fulda und dem Triforce Fulda. (Mathias Schmidt) +++
 


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