Felix Marzinzik - Fotos: privat

FULDA Junger Motorradsportler sammelt Erfahrungen

Felix Marzinzik: Zum dritten Mal in Folge aufs Treppchen in Hockenheim

28.08.22 - Der vierte Lauf des Speer Racing Regio Cups führte den jungen Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen, Felix Marzinzik erneut an den in Württemberg liegenden Hockenheimring. Dieses Mal stand allerdings die IDM-Variante auf dem Programm. 

Felix sah der Veranstaltung aus mehreren Gründen gespannt entgegen. "Zum letzten Mal war ich im Oktober 2021 hier. Ich mag es herauszufinden, welche Fortschritte ich gemacht habe. Da ich alle Zeiten der Vergangenheit gesammelt habe, kann ich sehr gut vergleichen, wie ich mich entwickelt habe. Im nächsten Jahr möchte ich in die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft aufsteigen - und ich habe auch schon Angebote bekommen. Da ist es natürlich spannend zu vergleichen, wo ich im IDM-Starterfeld stehen würde.

Zeit des Vorjahres um vier Sekunden verbessert - nochmals optimiert

Und der 18-Jährige berichtete nach erfolgreichem Qualifying. "Es lief wirklich sehr gut. Ich konnte gleich zu Beginn neine Zeit des Vorjahres um vier Sekunden verbessern. Das ist doch eine enorme Steigerung." Bis zum Abend optimierte Felix seine Rundenzeit nochmals - um eine Sekunde. Das bedeutete am Ende des Tages Platz zwei.

Zwar begann der zweite Tag etwas holprig für den jungen Mann aus Fulda, doch konnte er alle Widrigkeiten beseitigen und sich somit den zweiten Platz der Startaufstellung sichern. "Ich bin mit Fahrwerksproblemen gestartet", sagte Felix, "da ich ja alles selber mache und mich auch mit dem Thema Fahrwerk im Speziellen auseinandergesetzt habe, konnte ich die Einstellungen schnell optimieren und dann noch ein gutes Ergebnis herausfahren".

Falsche Linienwahl - noch fehlen Erfahrung und Ruhe

Beflügelt von dieser Leistung, ging Felix mit hohen Erwartungen ins Rennen. Der Start verlief sehr gut, Felix konnte seinen Platz halten und blieb dicht hinter dem Führenden. Aufgrund der falschen Linienwahl verlor er aber zwei Plätze. "Ich muss meine Herangehensweise in der ersten Runde dringend ändern. Ich denke, mir fehlen da einfach noch Erfahrung und Ruhe, um mich besser zu positionieren."

Dann startete der Yamaha-Pilot den Versuch, die verlorene Position wieder zurückzuerobern. "In Turn drei probierte ich es zum ersten Mal. Natürlich kämpfte auch mein Vordermann um einen besseren Platz. Ich hatte so viel mehr Speed, dass ich den Überholvorgang abbrechen musste, um einen Unfall zu vermeiden. Beim zweiten Versuch ging ich zu weit raus und überfuhr einen Curb. Durch den harten Ruck löste sich mein Sitzpolster und ich saß plötzlich auf einem Gummiklotz." Zwar schloss Felix den Überholvorgang beim dritten Versuch erfolgreich ab, konnte die Lücke nach ganz vorne aber nicht mehr schließen.

Am Ende holte er sich zum dritten Mal in Folge den dritten Rang auf dem Siegertreppchen. "Trotz des Podiums bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, denn ich hätte vorn mitfahren und um den zweiten Platz kämpfen können. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch einige Arbeit vor mir habe, um zu siegen. Jetzt werde ich erstmal alle Daten auswerten, um weitere Optimierungen vorzunehmen und dann freue ich mich auf das Finale." (pm) +++


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