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Am Sonntag kam es auf zwei Sportplätzen im Landkreis Fulda zu unschönen Szenen - Symbolbild: pixabay

REGION Unschöne Szenen am Wochenende

Zwei Faustschläge erschüttern Fuldas Amateurfußball

30.08.22 - Fußball, so sagt man, sei die schönste Nebensache der Welt. Manchmal allerdings geht es auf dem Rasen sehr unschön zu. So wie am Wochenende auf zwei Plätzen im Landkreis Fulda. Sowohl bei der Partie SG Oberkalbach gegen die SG Rommerz als auch beim Spiel Frischauf Fulda gegen Petersberg II sorgten Faustschläge für Szenen, die auf einem Sportplatz eigentlich nichts zu suchen haben. Die Konsequenzen aus den beiden Vorfällen fallen aber unterschiedlich aus. 

Doch der Reihe nach. Was war passiert? In Oberkalbach läuft die Schlussphase der Partie gegen die SG Rommerz. Es geht hitzig zu. Kurz vor Schluss soll dann ein Oberkalbacher-Spieler dem Gästespieler Tom Scheurich im Rücken des Schiedsrichters ins Gesicht geschlagen haben. Ähnlich auch der Fall bei Frischauf Fulda. Auch dort läuft die Schlussphase der Partie. Nach einem heftigen Foul eines Petersberger Spielers an der Eckfahne stand der Frischauf-Spieler auf und streckte den RSV-Spieler mit einem Schlag an die Schläfe nieder. 

Opfer will Täter anzeigen

Die Konsequenzen aus den beiden Vorfällen könnten unterschiedlicher aber nicht sein. So wurde die Partie bei Frischauf Fulda nach hitzigen Diskussionen abgebrochen. Der geschlagene Spieler erlitt Prellungen und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Er will den Vorfall zur Anzeige bringen. Für den Täter hat das Ganze aber auch sportliche Konsequenzen. "Das war eine Kurzschlussreaktion von unserem Spieler, der normalerweise die Ruhe in Person ist. Vor dem Schlag sei er beleidigt worden, was sein Verhalten aber nicht entschuldigt. Wir haben ihm einen Platzverweis für Frischauf erteilt", sagte Frischauf-Sportvorstand Markus Beck gegenüber Torgranate.de. Auch eine lange Sperre dürfte auf den Übeltäter noch zukommen, allerdings liegt der Sonderbericht dem Sportgericht noch nicht vor. Sobald das der Fall ist und beide Mannschaften ihre Stellungnahme abgegeben haben, wird es zu einem Verfahren kommen. 

Keine Konsequenzen in Oberkalbach 

Ein solches dürfte es hingegen im Fall von Oberkalbach nicht geben, denn dort sind - stand jetzt - keine weiteren straf- oder sportrechtlichen Konsequenzen geplant. Dem betroffenen Spieler geht es gut, er will keine Anzeige erstatten. Außerdem steht dort Aussage gegen Aussage. Während die Oberkalbacher-Verantwortlichen den Schlag bestreiten, sehen das die Offiziellen aus Rommerz ganz anders. Ihr Problem: Auch der Schiedsrichter hat den Schlag nicht gesehen und dürfte ihn dementsprechend auch nicht in einem Sonderbericht festgehalten haben. Deshalb will man in Rommerz keine weiteren Schritte unternehmen. "Natürlich bleibt ein fader Beigeschmack, aber unserem Verein bringt es nichts außer Kosten, wenn wir jetzt zum Sportgericht rennen. Der Schiedsrichter hat nichts gesehen, entsprechend wird auch nichts passieren", so Abteilungsleiter Stefan Jahn gegenüber Torgranate. (fh) +++


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