Archiv

28.08.09 - Wildeck

Grüne zu Straßensperrung: Gefahrenstelle für Radfahrer nicht berücksichtigt

„Fehlende Transparenz, kein ausgereiftes Konzept und die Frage nach der Notwendigkeit!“ Mit diesen Worten nimmt der Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stellung zu der geplanten Straßenerneuerung zwischen Wildeck-Hönebach und Ronshausen. In die öffentliche Kritik geraten war die Maßnahme, die aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert wird, in den letzten Tagen insbesondere wegen der beabsichtigten Sperrung der L 3251 für mehrere Wochen.

„Eine Vollsperrung würde vermutlich auf mehr Verständnis stoßen, wenn danach eine enorme Verbesserung der Verkehrssituation zu erwarten wäre“, stellt Vorstandssprecherin Sabine Grünwald fest. „Ein vermeintlich irreparabler Zustand des vorhandenen Straßenbelages aber scheint für viele nicht erkennbar zu sein und schon gar nicht, warum eine Lösung mit Baustellenampel nicht möglich sein sollte. Unser Hauptkritikpunkt ist aber noch ein ganz anderer: der Radweg R15, der auf etwa 200m Länge in einer unübersichtlichen Kurve direkt auf der Landesstraße verläuft und diese dann auch noch kreuzt, wurde offenbar gar nicht in die Planungen einbezogen. Hier soll eine extrem gefährliche Verkehrssituation für weitere 20 Jahre in Asphalt gegossen werden!“Auf Anfrage habe das Hessische Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege mitgeteilt, dass dieses Problem gar nicht bekannt sei, und dass bei einem solchen Radweg ohnehin die Kommunen Baulastträger wären. Zumindest die Gemeinde Wildeck hat von dem geplanten Bauvorhaben aber erst aus der Presse erfahren und so keine Gelegenheit gehabt, bei den Planungen mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen zusammenzuarbeiten.

„Wir fragen uns, ob die Entscheidungsträger des ASV jemals eine Besichtigung vor Ort durchgeführt haben. Aus unserer Sicht ist dies ein typisches Beispiel für ein Projekt, das mit heißer Nadel gestrickt wurde. Die Millionen aus Wiesbaden waren da und mussten irgendwo und vor allem schnell auf die Straße gebracht werden. Dass es sich dabei um Steuergelder handelt, die zukünftige Generationen erst noch erwirtschaften müssen, erscheint nebensächlich.“, so die Kreisvorstandssprecherin. „Gerade wenn man die Bürger derart in Vorleistung treten lässt, wie es im Moment bei den Konjunkturpaketen der Fall ist, sollte man doch erwarten können, dass die Verantwortlichen mit großer Sorgfalt vorgehen und die betroffenen Menschen, zumindest aber die Gemeinden mit einbezogen werden.“Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bereitet zu diesem Thema eine Anfrage im Kreistag vor. Zudem wird sich die Grüne Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth um Aufklärung in Wiesbaden bemühen.+++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön