Das Thema "Bäder" stand auf der Agenda des Ausschusses für Soziales und Sport am Dienstagnachmittag. - Archivfoto: O|N/Stefanie Harth

BAD HERSFELD Ausschuss für Soziales und Sport

Ein Ganzjahresbad statt Aquafit, Geistalbad und Kurbad-Therme?

07.09.22 - Kurz war die Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Kultur unter dem Vorsitz von Jonas Seitz (CDU) am Dienstagnachmittag in der Stadthalle Bad Hersfeld. Nur eine Abstimmung stand auf der Tagesordnung, ansonsten ging es um Sachstände, bei denen städtische Mitarbeiter den Ausschussmitgliedern aktuelle Informationen gaben.

Zunächst ging es um die mögliche Aufnahme in das Bundesförderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". Den Ausschussmitgliedern wurde die 47-seitige Vorlage dazu erst am Dienstagnachmittag zugesandt, sodass Bürgermeister Thomas Fehling etwas weiter ausholen musste, um den Sachverhalt zu erläutern. "Im Kern geht es um die Idee, möglicherweise Fördermittel in Höhe von sechs Millionen Euro zu bekommen", so der Bürgermeister. Der Plan sei es, damit die drei städtischen Bäder Aquafit, Geistalbad und die Kurbad-Therme nicht sukzessive zu renovieren, sondern an einer Stelle ein Ganzjahresbad - oder "Kombibad", wie Fehling es nannte - neu zu bauen.

Sanierung sukzessive ist nicht ratsam

Die beiden erstgenannten Bäder seien dringend sanierungsbedürftig und die Stadt habe bereits 2018 eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Bädersituation der Festspielstadt unter die Lupe nehmen sollte. Diese "Partnerschaft Deutschland", ein Berater der öffentlichen Hand, ist laut Fehling zu dem Schluss gekommen, dass Sanierungen nach und nach nicht ratsam seien. Da damals der Hessentag vor der Tür stand, habe man dieses Thema erst einmal zurückgestellt, obwohl sich die Bädergesellschaft schon vor vier Jahren dafür ausgesprochen hatte.

Laut den damaligen Berechnungen hätte ein Neubau am Standort Geistal 26 Millionen Euro gekostet. "Das wird heute teurer werden, das ist klar", so Fehling. Dennoch sei eine Förderung von sechs Millionen Euro besser als gar keine Förderung. Er könne sich vorstellen, auch von Bund und Land weitere Mittel dafür bewilligt zu bekommen. Laut Fehling muss die Bewerbung für das Bäder-Projekt bis zum Ende des Monats eingegangen sein, darum die Eile. "Wir sollten jetzt einen mutigen Schritt machen", so Fehling, der auch auf die im kommenden Jahr steigenden Energiekosten von derzeit 450.000 Euro auf 1,2 Millionen für die drei Bäder aufmerksam machte.

Auf Nachfrage von Karsten Vollmar (SPD), was passiere, wenn die Stadt die nötigen Gelder nicht aufbringen könne, um ein Ganzjahresbad neu zu bauen, antwortete Fehling, dass ein Förderantrag notfalls auch zurückgenommen werden könne. Zunächst einmal müsse sich die Stadt bewerben, dann in die engere Auswahl kommen. "Wenn das passiert sei, muss ein schlüssiges Konzept eingereicht werden", so der Bürgermeister. Mit einer Enthaltung stimmte der Ausschuss für die Bewerbung in das Bundesförderprogramm. Die endgültige Entscheidung liegt kommende Woche bei den Stadtverordneten.

"Naturpfade" auf später verschoben

Beim Sachstand "Naturpfade", der bereits vor einem Jahr Thema im Ausschuss war, sagte Markus Heide vom Fachbereich Stadtmarketing, dass man sich mit anderen Betreibern von Bikeparks und ähnlichem in Verbindung setzen wolle, um Erfahrungen zu erfragen und gegebenenfalls Synergien schaffen zu können. Die Ausschussmitglieder wollen das Thema im Auge behalten und im Frühjahr des kommenden Jahres erneut darüber sprechen.

Zu wenig Personal in den städtischen KiTas

Heike Busse (CDU) hatte nach dem Sachstand bei der Stellenbesetzung nach dem "Gute-KiTa-Gesetz" gefragt. Jutta Hendler, die Leiterin des Fachdienstes Generationen bei der Stadt Bad Hersfeld, führte aus, dass derzeit zwei Stellen unbesetzt seien, für zwei weitere Stellen gebe es zwei Bewerbungen. Die Vorstellungsgespräche würden in den nächsten Wochen geführt. "Generell fehlt Fachpersonal in den KiTas", so Hendler. Aktuell habe man sechs Erzieherinnen und zwei Sozialassistentinnen neu eingestellt. "Wir müssen aber weitere Anstrengungen unternehmen, um Fachkräfte zu gewinnen", sagte Hendler. Man müsse bei der Personal-Akquise auch andere Wege gehen und beispielsweise Quereinsteiger einstellen. (Christopher Göbel) +++


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