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31.08.09 - TISCHTENNIS

Turbulente Premiere der TG Hanau, aber 2:3 Niederlage gegen Frickenhausen

620 Zuschauer erlebten in Hanau eine ungemein packende und turbulente Begegnung mit einem überragenden Chiang Hung-Chieh auf Hanauer Seite. Zahlreiche enge, spannende Matches kennzeichneten die Partie des Hampl-Teams gegen den Meister von 2006 und 2007. Besonderes Vorkommnis gleich zu Beginn: Der Schläger von Tan Rui Wu (Foto: Roscher/DTTL) wurde als zu dick gemessen und somit nicht zugelassen. Nach längerer Verzögerung und heftigen Diskussionen trat Tan mit dem Spielgerät seines Teamkollegen Matsudaira an und zog gegen den Taiwanesen Chiang knapp den kürzeren.

"Mister Tischtennis" Jörg Roßkopf unterlag Bastian Steger hauchdünn in fünf Sätzen. Im Anschluss musste der 17-jährige Patrick Franziska bei seinem DTTL-Debüt einem übermächtigen Kenta Matsudaira nach drei Durchgängen zum Sieg gratulieren, doch der bärenstarke Chiang wies postwendend Bastian Steger in vier Sätzen in die Schranken. Im abschließenden Doppel standen sich Roßkopf/Franziska und Matsudaira/Tan Rui gegenüber. Der erste Satz ging knapp an die beiden Frickenhausener, die einen 1:6-Rückstand aufholten. Am Ende hieß es 3:1 für die beiden Asiaten im Dress der Schwaben, die harten Widerstand zu brechen hatten. Ein erleichterter Bastian Steger: "Hauptsache gewonnen!"

Hanaus Trainer Helmut Hampl zeigte sich nicht überrascht von der Topleistung seines taiwanesischen Spitzenspielers: "Wir wussten vorher, dass wir nur eine Chance auf den Sieg haben würden, wenn Chiang beide Punkte macht. Dann hätte aus den restlichen drei Spielen halt noch ein Punkt kommen müssen, der sowohl bei 'Rossis' Spiel gegen Steger als auch im Doppel möglich war. Es hat nur ein winziger Tick gefehlt." Jörg Roßkopf gelangte zu folgendem Fazit: "Es war für uns alle ein schwieriges Spiel, da wir lange keinen Wettkampf mehr hatten. Dennoch war es ein gutes Spiel, das auch den Zuschauern Spaß gemacht hat. Unsere Chance war greifbar, ich habe in letzter Zeit immer ganz enge Spiele gegen Basti Steger gemacht, da wäre der Sieg möglich gewesen. Wir werden an die heutigen Leistungen anknüpfen und sicher bald die ersten Punkte holen."

TGH-Geschäftsführer Sven Rügner war nicht unzufrieden, hätte aber zu gerne die zwei Zähler auf Hanauer Seite gesehen: "Es war ein spannendes, aufregendes Debüt in der Tischtennisbundesliga. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat. Wir standen so knapp vor dem Sieg." Rolf Wohlhaupter-Hermann (Präsident Frickenhausen): "Das war eine Partie auf des Messers Schneide. Meine Nerven lagen blank. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Die Jungs haben gekämpft bis zum letzten Ball und am Ende dann auch verdient gewonnen. Die Zuschauer sahen eine dramatische und spannende Begegnung mit zahlreichen Showeinlagen."

Jürgen "Max" Veith (Manager Frickenhausen) ergänzte: "Wir sind froh, dass wir das Spiel nach diesem holprigen Start noch gewonnen haben. Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen. Es waren sehr viele Leute im Einsatz und die haben eine Menge auf die Beine gestellt." (DTTL). +++

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