Die aktuelle Energiekrise macht auch dem Lauterbacher Hallenbad "Die Welle" zu schaffen. - Fotos: Stadtwerke Lauterbach

LAUTERBACH Wassertemperatur wird gesenkt

Energiekrise belastet Schwimmbad "Die Welle": Jetzt müssen Maßnahmen her

16.09.22 - Nach zweieinhalb unsicheren Corona-Jahren steht Deutschland die nächste schwere Zeit bevor. Die Energiekrise ist in aller Munde - Nachrichten über steigende Strom- und Gaspreise gehören aktuell zum traurigen Tagesgeschäft. Davon betroffen sind vor allem die heimischen Schwimmbäder. So auch "Die Welle", das Hallenbad, in Lauterbach. Die steigenden Kosten belasten die Stadtwerke. 

"Nach zwei Corona-Wintern wünscht man sich einen unbeschwerten Betrieb und unseren Gästen einen unbeschwerten Besuch der Welle und der Sauna. Aber auch die Stadtwerke Lauterbach müssen die Auswirkungen der Energiekrise berücksichtigen", so Geschäftsführerin Heike Habermehl im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. "Wir haben uns den Abwägungsprozess deshalb auch nicht leicht gemacht und das gesamtwirtschaftliche Interesse unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Situation pflichtgemäß in den Vordergrund gestellt."

Doch das Gute: Die Stadtwerke sind bereits seit 2015 als Energieversorgungsunternehmen gemäß DIN zertifiziert. Heißt, dass das Ziel die kontinuierliche Verbesserung der Co2-Bilanz durch die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen ist und die Einhaltung der Wirksamkeit des Energie- und Umweltmanagementsystems regelmäßig überprüft wird. So wurden bereits in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen zur Umsetzung zum Energie sparen getroffen - und weitere sollen folgen:

Wassertemperatur wird gesenkt, Kräutersauna bleibt zu

So soll beispielsweise die Wassertemperatur in allen Becken um ein Grad gesenkt werden. "Folglich sinkt auch die Lüftungstemperatur um ein Grad", so Habermehl. Zudem werden die Handwaschbecken nur noch mit Kaltwasser betrieben, Attraktionen - wie Wellenmaschine oder Strömungskanal - werden betriebsabhängig früher abgeschaltet. "Bei Betriebsschluss wird die Gebäudebeleuchtung/Werbung abgeschaltet, die Kräutersauna bleibt bis auf Weiteres außer Betrieb. Außerdem wird das Außenbecken der Sauna zunächst nicht beheizt", zählt Habermehl die beschlossenen Maßnahmen auf.

"Ganz klarmachen uns die steigenden Energiekosten zu schaffen", lautet das ernüchternde Fazit der Geschäftsführung. Umso froher ist man in der Kreisstadt jedoch, dass neben den Maßnahmen zur Umsetzung von Energie sparen ein Teil der Lüftungsanlage im vergangenen Jahr erneuert werden konnte. Die neue Anlage wurde mit einer modernen Wärmerückgewinnungsfunktion ausgestattet. Weiterhin soll damit begonnen werden, die vorhandenen Pumpen im Freizeitzentrum auf Hocheffizienzpumpen mit Frequenzumrichtern umzurüsten. "Zusätzlich haben wir während der Freibadsaison einen Teilbereich des Hallenbad-Daches saniert - die Arbeiten konnten rechtzeitig vor Start in die Hallenbadsaison abgeschlossen werden." Ob man in Zukunft auf einen alternativen Energieträger für die Beheizung umstellt, wird aktuell geprüft.

Aktuell noch keine Preisanpassung

Es zeigt sich: Es sind schwere Zeiten für unsere heimischen Schwimmbäder. "Wir sind uns als Betreiber des Freizeitzentrums ist sich der gesellschaftlichen Bedeutung des Schwimmbads bewusst. Bäder sind Orte des gesellschaftlichen Lebens, der Wasser-Sportvereine und vor allem auch Orte für die Pflichtaufgabe Schulsport", so die Geschäftsführerin. Deshalb wurden bislang auch noch keine Preisanpassungen im Schwimmbad vorgenommen. 

"Jedoch ist aufgrund eines möglichen weiteren Preisanstiegs in der Energiebeschaffung eine Preisanpassung nicht auszuschließen. Auch wird sich zeigen müssen, wie sich die Gasversorgung in Europa entwickelt und welche Konsequenzen die Bundespolitik daraus für Freizeiteinrichtungen, wie unser Bad, ableitet." (ld) +++


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