Archiv

Die Rechnung ist aufgegangen! Links Christian Leutheuser, rechts Teamchef Herbert Lingmann.

Erbitterter Kampf um die Spitze. Tschornia im Lingmann BMW (525).

01.09.09 - MOTORSPORT

Team Lingmann sahnt in der „Grünen Hölle“ ab - Platz 2, 3 und 4 beim 7. Lauf

Bei trockenem und kühlem Spätsommerwetter gab es bei Manthey Racing strahlende Gesichter. Tiemann/Lieb/Klasen sicherten mit ihrem Porsche 911 GT3 RSR dem Team um Teamchef Olaf Manthey den fünften Gesamtsieg im siebten Rennen. Platz 2 ging an den Porschepiloten Chris Mamerow der mit seinem 911 GT3 im Alleingang, mit einem Rückstand von 2:00,180 Minuten, abgewinkt wurde. Das Podium vervollständigte der zweite Manthey-Porsche mit Hahne/Krumbach/Lietz. Sie profitierten von der Zeitstrafe des DTM-Piloten Oliver Jarvis im Phönix Audi R8, der unter gelber Flagge überholt hatte.Strahlende Gesichter gab es auch wiederum beim Team Motorsport Lingmann aus Bad Königshofen, welches unter der Bewerbung MSC Rhön startet,. Mit den Plätzen 2,3 und 4 sowie mit nahezu unbeschädigten Autos im Gepäck wurde ein erfolgreiches Wochenende, bei der härtesten und beliebtesten Motorsportserie auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings abgeschlossen.

Bei den Renntourenwagen der Klasse SP6 gingen der Herborner Zahnarzt Dr. Torsten Krey mit seinen beiden französischen Partnern Pierre de Thoisy (Paris) und Thierry Depoix (Verneul), an den Start. Mit neun hochkarätigen Teilnehmern, war diese Klasse hervorragend besetzt. Platz sieben im Training war für das Trio genug. Den Startturn fuhr Krey, der sich gleich um zwei Plätze nach vorne katapultierte. Dann jagte er mit atemberaubendem Einsatz das viertplazierte BMW Z4-Coupé mit der Startnummer 169. Torsten Krey rackerte sich bis zu Platz 4 durch, ehe er an Thierry Depoix übergab. Dieser konnte mit einer ausgeglichenen Leistung den Platz halten, ehe er an Pierre de Thoisy übergab. Dieser machte dann auch nochmals richtig Druck und drei Runden vor Schluss rollte der BMW Z4 in der Mercedes Arena mit Hinterachsschaden aus. Große Freude herrschte dann natürlich über den hart erkämpften Podiumsplatz.

In der Klasse SP5 der Renntourenwagen musste das erfolgreiche Team der Letzten Rennen, Hubert Nacken/Wolfgang Kudrass/Christopher Haase, auf den Kulmbacher Christopher Haase verzichten. Dieser hatte auf Grund seiner überragenden Leistungen bei Lingmann Motorsport, von Mühlner Motorsport ein Angebot bekommen, einen Porsche 911 GT3 zu pilotieren. Er bedankte sich dafür, mit einem sensationellen 4. Platz im Gesamtklassement. Die Experten sind sich einig: „Von diesem Jungen wird man noch einiges hören“.

Von Startplatz 4 aus, nahm Wolfgang Kudrass als Startfahrer das Rennen auf. In der mit neun Teilnehmern glänzend besetzten Klasse wurde auch sofort hart gefightet. Kudrass war bestens aufgelegt und fuhr fast jede Runde mit einer 9:20er Zeit. So dauerte es nicht lange, bis Position 2 erreicht und gefestigt war. Allerdings war der LiveStrip-M3 schon weit enteilt, sodass ein Angriff nicht lohnenswert war. So übergab er an gefestigter Position 2 liegend an Hubert Nacken, der das Ding souverän nach Hause schaukelte.

In der Klasse V5, in der der Reyersbacher Christian Leutheuser startet, wurde der freie Platz von Kudrass mit dem superschnellen Hattersheimer Alexander Schula besetzt. Mit Platz 2 im Training war man im Soll. Startfahrer war wie gewohnt Martin Tschornia. Er machte auch gleich gewaltig Druck auf das führende BMW Z4-Coupé. Allerdings war ein Vorbeikommen aus eigener Kraft nicht möglich. Die einseitige Bevorzugung dieser Fahrzeuge durch das Reglement ist nicht zu kompensieren. Ab diesem Rennen wurde sogar ein nochmaliges Abspecken bei den Z4 um 50kg, bei gleichzeitiger Gewichtserhöhung bei den BMW M3 um 20kg durchgesetzt. Da von vorneherein das Tankvolumen bei den Z4 erheblich erhöht wurde, wurde die Konkurrenzfähigkeit der anderen Teilnehmer nochmals stark eingeschränkt. Wahrlich keine sportliche Entscheidung. Dementsprechend ist ein kräftiges Murren im Fahrerlager nicht zu überhören. Hoffentlich bekommt die Veranstaltergemeinschaft nicht die Quittung durch Teilnehmerschwund. Das wäre schade für diese Superserie.

Tschornia steigerte sich in einen regelrechten Rausch. Er begeisterte das Publikum mit spektakulären Kurveneinlagen auf zwei Rädern. Derart angestachelt verpasste er beim fälligen Boxenstopp die Boxeneinfahrt und musste deshalb über die Grand Prix Strecke zur Box. Zeitverlust etwa 2 Minuten. So sah sich Alex Schula auf Platz 5 wieder. Mit einer ebenfalls fulminanten Fahrt konnte er aber den Anschluss an die Spitzengruppe wieder herstellen. Christian Leutheuser übernahm dann in Schlagdistanz das Steuer. Mit dem Messer zwischen den Zähnen jagte er die Konkurrenz. Der Drittplatzierte BMW Z4 verzockte sich bei dem enormen Druck mit seinem Sprit und blieb in der letzten Runde wegen Spritmangel liegen. Somit waren mit Platz 4 wertvolle Punkte für die Wertungen gerettet und ein bisschen ausgleichende Gerechtigkeit hergestellt.

In der Gesamtwertung liegt nun Hubert Nacken mit 60,17 Punkten auf Platz 11, Wolfgang Kudrass mit 59,44 auf Platz 12, Martin Tschornia auf Platz 16, mit 57,17 Punkten, während Christian Leutheuser mit 55,16 Punkten noch einen hervorragenden 20. Platz unter fast 1000 Teilnehmern belegt. Außerdem hat er in der Juniorwertung seinen dritten Rang gefestigt und liegt nur noch 9,77 Punkte hinter dem Führenden zurück.

Am 3. 10. steht mit dem 41. ADAC Barbarossapreis das drittletzte Rennen der Saison an. +++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön