Hünfelds Max Vogler (links) hechtet dem Ball hinterher - Fotos: Bernd Vogt

EHRENBERG SG Ehrenberg - Hünfelder SV 3:1 (0:0)

Hünfeld versäumt das 2:0 - SGE schlägt mit Rhöner Tugenden zurück

18.09.22 - Die SG Ehrenberg hat das brisante Rhön-Derby der Fußball-Verbandsliga Nord gegen den Hünfelder SV für sich entschieden. Sie gewann mit 3:1 (0:0) - nachdem der Gast durch Simons Kopfballtreffer im zweiten Abschnitt verdient geführt hatte. Doch die SG zeigte Rhöner Tugenden. Und sie schlug zurück. Durch Tore von Maurus Klüber und einem Doppelpack von David Wollny, der nach einem Freistoß und einem Elfmeter in der Nachspielzeit traf, drehte der Gastgeber das Spiel. Vier Tore also und die Rote Karte gegen Hünfelds Benny Fuß - woraus Wollny 2:1 entstand - würzten das Duell der Nachbarn.

Ob die Rote Karte gegen Innenverteidiger Benny Fuß der Knackpunkt gewesen sei? "Nein", sagte HSV-Trainer Johhny Helmke, "das waren die drei bis vier hundertprozentigen Torchancen, die wir zwischen der 55. und 70. Minute haben liegen lassen". Hünfeld war drauf und dran, das 2:0 zu erzielen. Kurz zuvor hatte Neuzugang Jonas Simon zur Führung getroffen, als er Jemals Kassas Flanke per Kopf verwertete. 

Hünfeld kommt prima aus der Pause und lässt das 2:0 liegen

"Wir sind sehr gut aus der Pause gekommen", urteilte Helmke nach den torlosen ersten 45 Minuten. Sein Team war klar überlegen - auch in taktischer Hinsicht. Doch dann kam das, wofür die SGE und wofür Fußballspiele in der Rhön immer bekannt sind. Der Gastgeber ließ sich nicht hängen nach dem Rückstand. Maurus Klüber, der beim HSV früher in der Jugend gespielt hatte, hielt seinen Fuß hin im Anschluss an einen Freistoß -1:1.

Unterhaltungsreich verliefen die letzten 20 Minuten in Seiferts. Es sah danach aus, als ob beide Teams einen Punkt mitnehmen würden. Bis die irren Schlussminuten kamen. Als "individuelle Geschichte" bezeichnete Helmke die Rote Karte gegen Fuß drei Minuten vor dem Ende - Wollny nutzte den Freistoß zur SGE-Führung. Und als Marcel Dücker in der Nachspielzeit Klüber foulte, ließ sich Wollny beim Elfer kein zweites Mal bitten. 3:1.

Ehrenbergs Wischniewski: "Müssen jetzt bis zum Montag feiern"

Unterdessen hatte die SG Ehrenberg allen Grund zu feiern. Auch in Udo Wischniewski, dem "Mädchen für alles" bei der SGE. "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt super zufrieden gewesen", sagte er, "doch der Sieg ist der Wahnsinn. Wir müssen jetzt bis zum Montag feiern", ergänzte er. Der Grund: Seine SGE feiert am Wochenende ihr Oktoberfest. Zuvor gewann auch die Zweite. Mit 3:1. 

Und Helmke bemerkte realitätsnah: "Fußball ist halt Ergebnissport. Und wenn du deine Chancen nicht nutzt, brauchst du dich am Ende nicht zu beschweren." Unterdessen stellte sich jeder, der es mit der Rhön hält, die Frage, wie lange die Feiern in Seiferts und Umgebung andauern. (wk)


SG Ehrenberg: Voll - Jestädt, Keidel, Heil, Goldbach, Wollny, Klüber, Dinkel, Scheffler, Hillenbrand, Hartung
Hünfelder SV: Kaiser - Häuser, Fuß, Witte, Zöll - Simon, Dücker - Kassa, Zentgraf, Fröhlich - Vogler
Schiedsrichter: Markus Begelsdorff
Tore: 0:1 Jemal Kassa (54.), 1:1 Maurus Klüber (71.), 2:1 David Wollny (88.), 3:1 David Wolly (90.+1, FE)
Zuschauer: 280 +++


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