Regionalligist Wormatia Worms - Fotos: Wormatia Worms

FULDA Nächster Gegner der SG Barockstadt

Wormatia Worms: Mit Tradition behaftet - das Ziel: nachhaltig arbeiten

23.09.22 - Auch der nächste Gegner der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in der Regionalliga Südwest ist mit Tradition behaftet. Gemeint ist Wormatia Worms, die am Samstag in der Johannisau zu Gast ist (Spielbeginn 14 Uhr). Die Situation in der Tabelle mag derzeit eindeutig für die SGB sprechen, doch die Wormatia hat einiges zu bieten. Nicht nur die Erfolge und den Namen - auch aktuell ist der Kontrahent aus Rheinland-Pfalz nicht zu unterschätzen. OSTHESSEN|NEWS hat sich umgehört.

Es ist ein Duell der Aufsteiger am Samstag, und das Team aus Fulda hat aus seinen bisherigen acht Spielen doppelt so viele Punkte angehäuft (14 gegenüber sieben) - doch darum geht es nicht in der Bewertung des Gegners. Dass der Start nicht unbedingt geglückt ist, bewertet Trainer Maximilian Mehring so: "Von den acht Partien haben wir in sechs Spielen eine gute Leistung gebracht. Unser Thema ist: Wir haben uns nicht mit dem Ergebnis belohnt. Wir haben vier Punkte zu wenig."

Technisch stark, enormes Potenzial - aber ein Stück weit zu naiv

Trainer Maximilian Mehring

Wenn er seine Mannschaft einem Dritten näherbringen sollte, sagt Mehring - ehe er nach Worms zurückkam, coachte er den Regionalligisten Waldhof Mannheim - selbstbewusst: "Wir sind eine technisch starke Mannschaft. Mit enormem spielerischen Potenzial. Wir sind auch bereit, gegen den Ball zu arbeiten." Doch im gleichen Atemzug fordert er von seinem Team: "Wir müssen es schaffen, das über längere Zeiträume abzurufen. Damit wir nicht für unsere Passivität bestraft werden." Und natürlich weiß der 36 Jahre junge Coach, wo er den Hebel anzusetzen hat: "Daran gilt es zu arbeiten. Wir müssen eine gewisse Reife an den Tag legen. Ein Stück weit sind wir zu naiv."

Kein Wunder, dass das naheliegende Ziel des Direktaufsteigers der Klassenerhalt ist. "Ganz klar", betont Mehring, der allerdings die Ausrichtung der Wormatia schon im Blick hat. "Mittelfristig ist es der Plan, sich in der Regionalliga zu stabilisieren. Das muss aber zu den Rahmenbedingungen passen. Die Basis muss gelegt sein. In allen Ebenen. Wir wollen nachhhaltig arbeiten." Dazu zählt er zum Beispiel, dass die Infrastruktur und die Arbeit für den Staff verbessert werden müssten. All dies müsse Hand in Hand gehen.

"Müssen in jedem Spiel an unser Limit gehen. Sonst wird es eng"

Ebenfalls wenig überraschend fällt seine Einschätzung des kommenden Gegners aus. Ein "extrem schweres Spiel" werde es für die Wormatia bei der SG Barockstadt, "ich halte Fulda für eine sehr reife Mannschaft, die weiß, wie sie spielen muss und was sie zu tun hat". Mehring hält die SGB für "eine abgezockte Truppe", die sich sowohl gegen als auch mit dem Ball gut verhalte und "bei Standards gefährlich" sei. "Wir müssen in jedem Spiel an unser Limit gehen, sonst wird's eng." Hinzu komme, dass die SG Barockstadt gut gestartet sei und selbstbewusst auftrete. "Das unterscheidet uns", fügt Mehring hinzu, "wir hoffen, dass wir Paroli bieten können". (wk)


IM STECKBRIEF

Der Verein: Wormatia Worms, 1908 gegründet, spielte bis 1963 überwiegend erstklassig. 1974 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der 2. Bundesliga. Seine beste Saison erlebte der Verein, als er unter Trainer Eckhard Krautzun, vielen auch aus seiner Darmstädter Zeit bekannt, 1978/79 Herbstmeister wurde und als Dritter den Aufstieg am Ende der Spielzeit den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp verpasste. Gehörte die Wormatia der (Amateur) Oberliga Südwest schon von 1982 bis 1993 an, war dies von 1998 bis 2008 nochmals der Fall. Zehn Jahre Regionalliga folgten (bis 2018) -  ehe es wieder in die Oberliga bergab ging. Doch vor wenigen Monaten schaffte die Wormatia den Wiederaufstieg in die Regionalliga.

Der Kader: Gleich 15 Neue tummeln sich im 26-köpfigen Kader. Mit Marco Bresser, Elias Holzemer und Rheda Chfika schafften drei Spieler der eigenen U21 den Sprung ins Regionalliga-Aufgebot. Namhaftester Neuer dürfte Leihspieler Ramzi Ferjani vom Zweitligisten Aue sein. Auch Jannis Reuss aus Homburg, Louis Münn aus Gießen, Yannik Sommer vom FSV Frankfurt oder Nils Fischer aus Koblenz sollten nicht so unbekannt sein.

Der Trainer: Von der U19 des Ludwigsburger SC wagte Maximilian Mehring den Sprung zur U19 des Bundesligisten SC Freiburg. Daraufhin gehörte er der zweiten Mannschaft der Breisgauer und auch kurzzeitig dem Bundesligateam an. Es folgten Vereinswechsel zu Darmstadt 98 und zur zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Ehe sich Mehring Wormatia Worms anschloss, dort bis 2019 blieb, als Co-Trainer zu Waldhof Mannheim ging - nach Worms zurückkehrte und den Wiederaufstieg in die Regionalliga schaffte. +++


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