Die SpVgg Bimbach unterwegs in Grünberg - Fotos: Vereine

GRÜNBERG/OSTHESSEN 1. HFV Gehfußball-Cup in Grünberg

Bimbachs Hubert Link: Das war ein schönes Festival - auch Kirchheim angetan

29.09.22 - Es war überfällig, dass der Hessische Fußball-Verband seinen ersten Gehfußball-Cup ausrichtete. Das war am vergangenen Samstag der Fall, in die Sportschule Grünberg hatte er geladen. Heraus kam ein Erlebnis, das mehr bot als nur Fußball als Wettkampfgedanke - obwohl es auch den gab. Es war eine Veranstaltung, die fast sprichwörtlich ins Herz drang. Ins Bewusstein, für ältere Menschen Sport und Bewegung anzubieten. Kurzum: Es ging um die Gesundheit. Und um das Miteinander.

14 Mannschaften waren angereist, sie nahmen in Dreier-Gruppen am sportlichen Geschehen teil -drei davon kamen aus Osthessen: der TSV Kirchheim aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, die Vereinigung der Vogelsberger Vereine SV Herbstein/TV Engelrod und SC Lanzenhain sowie die SpVgg Bimbach aus dem Kreis Fulda. "Das war ein schönes Festival. Sehr freundschaftlich. Wir haben viele Kontakte geknüpft", sagt Bimbachs Hubert Link stellvertretend. 

Die Idee kommt so gut an, dass Bimbach ein eigenes Turnier plant

Gruppenbild des TSV Kirchheim mit Eintracht Frankfurt

Diese Wahrnehmung und Erkenntnis hatten viele. Und der 1. Gehfußball-Cup kam so gut an, dass die Bimbacher spontan auf die Idee kamen, am 15. Oktober (voraussichtlicher Beginn ist um 16 Uhr) selbst ein kleines Turnier auf die Beine stellen zu wollen. "Die Vogelsberger, mit denen wir im Bus angereist sind, vermutlich auch Kirchheim, Ostheim und vielleicht auch Germania Fulda, die jetzt mit Gehfußball angefangen haben, haben schon zugesagt", freuen sich Hubert Link und seine Frau Christine.

Der sportliche Gedanke stand nicht eben im Vordergrund. "Wir waren sehr dezimiert", ergänzt Hubert Link, "drei waren krank, sieben im Urlaub". Das aber machte nichts. "Das Miteinander war stark. Die anderen Mannschaften haben ausgeholfen." Auch die Kommunikation war prima.

Natürlich waren Hürden zu überwinden in dieser hierzulande noch recht neuen Sportart. So fällt der Unterschied zwischen Gehen und Laufen noch schwer - auch für die Schiedsrichter. "Wenn der Körperkontakt aber ein bisschen härter war, wurde sofort abgepfiffen", hat Hubert Link beobachtet. Seine Frau schiebt nach: Aber es strengt schon an." So gab es mal einen Pferdekuss im Oberschenkel - und einige Spiele zu absolvieren, das ging schon in den Bereich erhöhter Ermüdung.

"Schön. Super. Toll. Harmonisch", sagt Kirchheims Karl-Heinz Honstein

Der TSV Kirchheim machte ähnliche, fast deckungsgleiche, Erfahrungen. "Schön. Super. Toll", entfuhr es Karl-Heinz Honstein, Vorsitzender des Ältestenrates in seinem Verein. Er hatte die Idee des Gehfußballs beim TSV angeregt und ins Leben gerufen. Harmonisch sei der Tag verlaufen, "wir haben sehr viel gelernt. Und Freundschaften geknüpft".

Er selbst konnte wegen einer vor Wochen durchgeführten Herz-OP nicht mitmachen. Sein TSV schlug sich achtbar. Mit zwei Siegen in den Vorrundenspielen - 5:1 gegen Ostheim und 4:1 gegen Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth/Borken/Maden aus dem Schwalm-Eder-Kreis - erreichte Kirchheim das Viertelfinale, schied in der Runde der letzten Acht aber gegen den späteren Turniersieger Leeheim/Erfelden I aus. Letztgenannter Verein aus der Nähe von Darmstadt landete noch vor Eintracht Frankfurt, spielt schon seit vier Jahren Gehfußball und ist der Stammverein Werner Abrahams, dem HFV-Beauftragten für Gehfußball. 

Hans-Heinrich Will und Horst Schmerer erzielten die meisten Tore des TSV

"Die ersten Drei des Turniers waren richtig stark", urteilte Honstein, "aber gegen die Mannschaften danach konnten wir mithalten". Gespielt wurde auf dem Platz unterhalb der neuen Sporthalle übrigens auf Original-Tore, die drei Meter breit und ein Meter hoch sind. Die Kirchheimer Tore schossen überwiegend zwei ehemals Bekannte: BVB-Fan Hans-Heinrich Will und Horst Schmerer. Auch Hermann Mans war erfolgreich. 

Interessante Note am Rande. Oder doch nicht am Rande? Auch Spieler mit Handicap machten mit. Und solche nach Operationen an Knie oder Hüfte. Heißt: Eine Sportart macht sich auf den Weg. (wk)

Kirchheim spielte mit: Hermann Mans, Peter Schröder, Frank Diener, Herbert Kunz, Armin Diebel, Karl-Heinz Winter, Hans-Heinrich Will und Horst Schmerer. Als Betreuer des Teams fungierte Hans-Heinrich Peters. +++


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