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Im Logbuch des Micro-Caches wird der Fund dokumentiert.

Baum- und Wurzelhöhlen sind beliebte Verstecke. - Fotos: Peter Kirsch

11.09.09 - Fulda

Wenn ein Lampenschirm zum "Ausflugsziel" wird - GeoCaching & GPS-Schnitzeljagd

Da staunte Jürgen Schmitt vom Leuchtenfachgeschäft Licht & Concept in der Johannistrasse nicht schlecht, als ihn am Samstag Besucher aus Konstanz und deren Fuldaer Freunde um eine Stehleiter baten. Die Familie aus Konstanz war zu Besuch bei Freunden in Fulda und mit diesen erstmals auf moderner Schnitzeljad. Geocaching heißt der Spass, bei dem es inzwischen fast überall auf der Welt kleine Rätsel zu lösen und geheime Schätze zu finden gilt - so auch in Fulda.

Und so führte die Spur zu einem dieser Verstecke (ein sogenannter "Cache") die Schatzsucher mittels gewöhnlichem mobilen Autonavigationsgerät zur großen Stehleuchte vor dem Gebäude von Licht & Concept.

Dort im Lampenschirm sei ein sogenannter "Micro-Cache" (meist nur ein wasserdicht verpacktes Gästebuch) zu finden, erklärten die Besucher Jürgen Schmitt, der sichtlich amüsiert eine Stehleiter herbeiholte und sich die Sache dann genauer ansah. Und siehe da - oben in der Röhre des Schaltelementes, das er vor einigen Wochen extra mit Kabelbindern hochgebunden hatte, weil sich immer öfter Menschen daran zu schaffen gemacht hatten, befand sich das Logbuch des Micro-Caches.

Damit hatten die beiden Familien aus Fulda und Konstanz auch ihren dritten Geocache an diesem Tag gefunden. Und Jürgen Schmitt weiß nun, warum seine überdimensionale Stehleuchte vor dem Haus seit gut einem halben Jahr so viele interessierte Besucher anlockt - so lange gibt es dieses Versteck nämlich erst. Und in der Sprache der Geocacher ist seine Stehleuchte ein sogenanntes "Rumsteherchen". Das sind Dinge, die sehenswert sind, aber oft im Alltag vom eiligen Durchreisenden nur wenig Beachtung finden.

Geocaching (von griechisch γη, geo „Erde“ und englisch cache „geheimes Lager“) ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden mittels geographischer Koordinaten im Internet beschrieben und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers oder auch eines Navigationsgerätes gesucht werden. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Besucherbuch (Logbuch) sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Laut www.geocaching.com, dem größten Geocache-Verzeichnis, existieren heute weltweit rund 1 Mio. aktive Caches, davon befinden sich fast 90.000 in Deutschland. Weitere Informationen unter www.geocaching.com und http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching . +++


Jürgen Schmitt von Licht&Concept und die Schatzsucher aus Fulda und Konstanz.

Öffnen der Schatzkiste.


Die Stehleuchte: Versteck für den Micro-Cache.

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