Wander-und Standpokal - Fotos: Günter Wolf

23.09.09 - Marbach

"Endlich geschafft!" - Großer Bahnhof für siegreiche Reservistenkameradschaft

Vor dem Vereinslokal Hahner in ihrem Heimatdorf wurden sie bei ihrer Rückkehr am späten Sonntagabend von den Deutschen Reservistenmeisterschaften 2009 von einer begeisterten Menschenmenge begrüßt und gefeiert. In Torgelow, ganz im Nordosten Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern, waren die 35 besten deutschen Reservistenmannschaften zum Leistungsvergleich angetreten.

„Endlich haben wir es geschafft“, so Hauptfeldwebel d.R. Matthias Göbel. Der Marbacher Reservist, der auch Bundeswettkämpfer ist, in diesem Jahr aber aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte, erinnerte an das harte Training und die vielen Wettkämpfe, die absolviert wurden und häufig auch gewonnen wurden. Viel Schweiß sei dabei geflossen, doch nun hätten sich die Mühen auch endlich bei der Deutschen Reservistenmeisterschaft ausgezahlt. Nach etlichen zweiten und dritten Platzen beim Bundeswettkampf gab es endlich das lang ersehnte Gold und den Wanderpokal, der nun auch den Namen der RK Marbach trägt.

Mit dem diesjährigen Marbacher Sieg ging erst zum zweiten Mal in der Geschichte der im Jahre 1970 erstmals im Zweijahresturnus ausgerichteten Bundeswettkämpfe für Reservisten der Wanderpokal für die beste Reservistenmannschaft nach Hessen.

Zur Begrüßung der ersten Deutschen Reservistenmeister aus dem Landkreis Fulda spielte der Musikverein Marbach auf. Unter den Klängen von „Preußens Gloria“ marschierten die Wettkämpfer in Reih’ und Glied auf. Ein kleines Feuerwerk stieg auf, immer wieder gab es begeisterten Applaus. Redner des Reservistenverbandes und der Gemeinde würdigten das Ereignis.Die Wettkampfmannschaft Marbach II, die von Leutnant d.R. Johannes Diegelmann geführt wurde und der Obermaat d.R. Johannes Förster, Hauptgefreiter d.R. Lukas Heil sowie die Obergefreiten d.R. Florian Link und Torsten Trabert angehörten, schoss schließlich den Vogel ab: Nach einem leistungsstarken und überzeugenden Auftreten bei den Wettkampfdisziplinen eroberte das Team mit 1146,5 Punkten souverän den obersten Platz auf dem Siegerpodest. Mit 22,5 Zählern war der Abstand zur zweitplatzierten Mannschaft der RK Ubstadt aus Baden-Württemberg deutlich. Dritter Sieger wurde mit 1120,5 Punkten die RAG Wettkampf Höxter/Paderborn (Nordrhein-Westfalen).

Die von Hauptmann d.R. Volker Aul geführte Mannschaft Marbach I, zu der Stabsfeldwebel d.R. Reinhold Göbel, Stabsunteroffizier d.R. Christian Günther, Hauptgefreiter d.R. Markus Jahn und Obergefreiter d.R. Thorsten Kiefer gehörten, konnte sich auch über ein stolzes Ergebnis freuen: Mit dem 10,65,5 Punkten erreichte sie den zehnten Platz von 35 und hielt ihren Verfolger Bremen II – wie die Siegermannschaft – mit 22,5 Zählern auf Abstand.

Die Marbacher Reservisten waren als einzige Vertreter aus Hessen mit zwei Mannschaften bei den Deutschen Reservistenmeisterschaften auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück bei Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) angetreten. Über 200 Reservisten in 35 Mannschaften aus allen vier deutschen Wehrbereichen maßen sich kameradschaftlich im bedeutendsten und anspruchvollsten Wettstreit für Bundeswehrreservisten. Schirmherr des Wettkampfes war Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung. Die Organisation lag beim Wehrbereichskommando I Küste und beim Reservistenverband.

Dass die Marbacher Reservisten etwas Besonderes seien, betonte Oberstleutnant d.R. Wolfgang Heyduck.

Der erste stellvertretende Landesvorsitzende des Reservistenverbandes würdigte das hohe Leistungsniveau und die bewundernswerte Motivation der Kameraden, die endlich nach jahrzehntlangem Training und konsequenter Nachwuchsarbeit zum verdienten Erfolg geführt hätten. Kreisvorsitzender Oberstleutnant d.R. Carsten Trinks sagte, dass die Kreisgruppe Osthessen froh und stolz auf die Marbacher Bundeswettkämpfer sei. Der Dank und die Anerkennung für die herausragende Leistung fanden auch sofort ihren symbolhaften Ausdruck: Trinks überreichte den erfolgreichen Bundeswettkämpfern die Kreisehrennadel in Gold.

„Das ist einmalig, wir sind stolz auf Euch“, sagte Hermann Schultheis, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Marbach. Glückwünsche für die Ortsgemeinschaft und die politische Gremien der Gemeinde Petersberg überbrachte der stellvertretende Ortsvorsteher Edgar Schäfer.+++(Günter Wolf)

Die Deutsche Reservistenmeisterschaft und ihre Vorgeschichte

Seit der Durchführung des ersten offiziellen Wettkampfes für Reservisten auf Bundesebene im Jahr 1970 unter der Bezeichnung Bundeswettkampf für Reservisten erfuhr dieser Wettbewerb im Laufe seines Bestehens mehrfach eine inhaltliche Neugestaltung. Ursprünglich in Form eines militärischen Fünfkampfes ausgetragen, wurde er 1972 um die "Militärpatrouille" ergänzt. Diese Wettkampfart war geprägt durch einen Marschparcours über zirka 20 km Länge, in deren Verlauf eine Anzahl militärischer Aufgaben zu lösen waren.

1988 wurde die Militärpatrouille durch den Militärischen Vielseitigkeitswettkampf abgelöst. Dieser war unter Reduzierung der Aufgabenstellungen zunächst durch eine stärkere sportliche Note geprägt. Mit Einführung eines Einzelwettkampfes für die Führungsebenen Zugführer, Kompaniechef und Bataillonskommandeur wurde auch einer verstärkten Forderung nach militärischen Führerleistungen Rechnung getragen. In 2001 erfuhr der Mannschaftswettkampf die Erweiterung um eine Sicherheitspolitische Aufgabe.

Die Weisung zur Anpassung der Militärischen Förderung an die aktuellen Aufgaben der Bundeswehr des Jahres 2003 erforderte eine weitere inhaltliche Umgestaltung des Bundeswettkampfes. Neben dem Festhalten an einigen der bisher klassischen Wettkampfaufgaben wurde auf Aufgaben aus den neuen Handlungsfeldern Internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie Hilfeleistungen der Bundeswehr umgestellt. Daneben fand man mit einem im Fußmarsch zu bewältigenden Stationskreis wieder eine Anknüpfung an die Militärpatrouille.

Mit der Neuausrichtung des Wettkampfes war auch eine Umbenennung angedacht. Da die ersten Organisationsbefehle und Weisungen für den Wettkampf 2005 jedoch noch unter der Bezeichnung Bundeswettkampf für Reservisten herausgegeben waren, wurde dieser Wettbewerb letztmalig unter dem traditionellen Namen durchgeführt. Seit 2007 trägt der Wettkampf offiziell die Bezeichnung Deutsche Reservistenmeisterschaft. Mit diesem Namen erfolgt eine herausgehobene Würdigung der im freiwilligen Einsatz erbrachten Leistungen der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer. (Günter Wolf) +++


Erfolgreiche Bundeswettkämpfer



Siegerjubel Vordere Reihe (v.l.n.r.): Bundessiegermannschaft Marbach II Leutnant d.R. Johannes Diegelmann, Obergefreiter d.R. Torsten Trabert, Hauptgefreiter d.R. Lukas Heil, Obergefreiter d.R. Florian Link, Obermaat d.R. Johannes Förster.Hintere Reihe (v.l.n.r.): Mannschaft Marbach I Obergefreiter d.R. Thorsten Kiefer, Stabsunteroffizier d.R. Christian Günther, Hauptgefreiter d.R. Markus Jahn, RK-Vorsitzender Obergefreiter d.R. Raimund Walter.

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