Die "Oswald Pejas"-Ausstellung im Vonderau Museum ist allemal einen Besuch wert. - Fotos: Carina Jirsch

FULDA "Der Himmel ist nicht blau, er ist Licht!"

Ausstellung zum 100.: Das Vonderau Museum würdigt den großen "Ossi" Pejas

03.11.22 - Er gehörte zu den ganz großen Künstlerpersönlichkeiten, die Fulda im vergangenen Jahrhundert hervorgebracht hat: Oswald Pejas – von vielen, die ihn noch kannten, liebevoll "Ossi" genannt. 2006 ist er gestorben, und eigentlich wollte ihn das Vonderau Museum schon im vergangenen Jahr zu seinem 100. Geburtstag am 19. November 2021 mit einer Ausstellung würdigen. Pandemiebedingt wurde daraus nichts, und so fand die Vernissage erst jetzt am Mittwochabend in der Kapelle des Vonderau Museums statt.

Diese war bis auf den letzten Platz gefüllt, was zeigt, wie hoch sein Ansehen als Künstler und als Mensch immer noch ist. Die Ausstellung ist überschrieben mit "Maler|Flieger|Kunsterzieher – 100 Jahre Oswald Pejas", "wobei der Schwerpunkt im Wesentlichen auf der Malerei liegt", sagte Museumsleiter Dr. Frank Verse in seiner Begrüßung.

Dr. Wolfram Pejas

Dr. Frank Verse

Ihm zu Ehren ...

Als Kunsterzieher am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, so Verse, habe Pejas ganze Generationen von jungen Leuten für die Kunst begeistert, wie auch Professor Kurt Feldmann, der anlässlich von Oswald Pejas‘ 80. Geburtstag 2001 eine wunderbare persönliche Laudatio auf seinen Mentor und JuKu-Mitstreiter gehalten hatte, die im ansprechend gestalteten Ausstellungskatalog aus dem Michael-Imhof-Verlag nachzulesen ist.

Dort sind 70 Werke von Oswald Pejas abgebildet, die alle aus dem Besitz seines Sohnes Dr. Wolfram Pejas stammen, zusammen mit Museumsmitarbeiterin Franziska Schlemmer kuratiert wurden und nun im Vonderau Museum zu sehen sind. "Die Ausstellung soll das Werden des Künstlers skizzieren", sagte Wolfram Pejas (Jahrgang 1946), der – nebenbei bemerkt – seinem Vater ganz schön ähnlich sieht.

Angefangen bei Kinder- und Jugendbildern, die bereits das erstaunliche Talent des jungen "Ossi" zeigen, über seine Studienzeit in Düsseldorf, Frankfurt und Kassel, bis zu seiner Arbeit an der deutschen Schule in Athen in den 1960er Jahren, wo Pejas‘ "germanische Farbgebung" an ihre Grenzen stieß, als ein zwölfjähriger griechischer Schüler sich weigerte, den Himmel blau zu malen: "Herr Pejas, schauen Sie doch genau hin, unser Himmel ist nicht blau, unser Himmel ist Licht!"

Dieses Schlüsselerlebnis wurde von Pejas‘ Freund Walter Heller einmal in einem Beitrag für die Fuldaer Zeitung beschrieben, der in Auszügen ebenfalls im Ausstellungskatalog zu finden ist. Nach dem Griechenland-Aufenthalt folgten die Steinschule und die Pensionierung, in der Oswald Pejas "eine enorme Schaffenskraft entwickelte und auch sehr viel und weit gereist ist", sagte Wolfram Pejas. Bis zum Schluss habe sein Vater gearbeitet. Das letzte Bild blieb unvollendet. Und bildet den Schlusspunkt der Ausstellung. (mw) +++


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