Realitätsnahe Szenarien bei der Fuldaer Jugendfeuerwehr. - Fotos: Jugendfeuerwehr der Stadt Fulda

FULDA Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr

Unvergessliches Erlebnis für 53 Fuldaer Jugendfeuerwehrleute

05.11.22 - Mal einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr verbringen - das haben sich die Jugendlichen aus den Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda schon lange gewünscht. Und jetzt war nach zwei Jahren endlich wieder soweit:  53 Jugendliche sowie 27 Ausbilderinnen und Ausbilder aus den Fuldaer Wehren trafen sich im Feuerwehrstützpunkt Fulda-Nord für 24 Stunden und machten aus dem Tag mit Hilfe von realitätsnahen Szenarien ein unvergessliches Erlebnis.

Nach der offiziellen Begrüßung um 9.30 Uhr und der Festlegung des Ablaufs wurden die Jugendlichen in drei Löschzüge sowie auf die Fahrzeuge eingeteilt. An verschieden Ausbildungsstationen lernten die Jugendlichen Erste Hilfe, Heben von Lasten, den Umgang mit dem Hohlstrahlrohr sowie die Beladung der Fahrzeuge kennen. Schließlich muss man für "Einsätze" gut vorbereitet sein.

Die ersten Alarmmeldungen

Dann war es soweit: Die ersten Alarmmeldungen liefen rein, und los ging es. Von den Ausbildern waren die unterschiedlichsten Szenarien vorbereitet worden: große und kleine Brände, Verkehrsunfälle mit und ohne Personenschaden, ein Gefahrguteinsatz und eine Rettung über die

Drehleiter sowie abschließend eine Personensuche in der Nacht – alles musste von den Mannschaften abgearbeitet werden. So kamen auch die Drehleiter und ein Rettungswagen des DRK Fulda zum Einsatz. Alarmiert wurden die Löschzüge über die eigens installierte "Leitstelle Jugendfeuerwehr". So wurden im Haus Einsatzbildschirme aufgestellt, eine Sirene sowie Alarmgongs und Durchsagen zur Alarmierung installiert. Die Jugendfeuerwehren rückten zu ihren Einsätzen wie ihre großen Vorbilder aus.

Die Organisatoren senden ein riesengroßes Dankeschön an alle, die sich mit eingebracht haben und unendlich viele Stunden für die Vorbereitungen aufgewendet haben, allen voran Andreas Baumruck als Stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart, der die Hauptplanung dieses Tages in seinen Händen hielt. Der Dank der Jugendfeuerwehren gilt aber auch all denjenigen, die Grundstücke, Gebäude oder Firmenfahrzeuge für diesen besonderen Tag zur Verfügung gestellt haben, zu, Beispiel die Rhönenergie Fulda, die es ermöglichte, auf ihrem Firmengelände einen Busunfall zu simulieren.

"Ein solches Engagement ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Es zeigt uns aber, welche Wertschätzung uns als Feuerwehr im Besonderen der Jugendfeuerwehr entgegengebracht wird", bilanzierte Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler. Die große Anzahl an Ausbilderinnen und Ausbildern, der Rückhalt durch die Amtsleitung und die Wehren, deren Fahrzeuge benötigt werden um einen solchen Tag durchzuführen, zeige außerdem, "wie hoch die Jugendarbeit und auch die Jugendlichen im Kurs liegen", so Medler.

"Nur durch die wirklich geniale Zusammenarbeit und durch den Zusammenhalt unter den Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, die aus unterschiedlichen Wehren und mit unterschiedlichem Wissensstand kommen, ist es zu verdanken, dass ein Berufsfeuerwehrtag in dieser Größenordnung stattfinden konnte. Disziplin und Respekt im Umgang miteinander sind das wichtigste Gut in der Zusammenarbeit im Team. Das ist einmalig mit euch, Ihr seid spitze!", sagte Medler mit Blick auf die Mädchen und Jungen aus den Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda. Und die Jugendlichen gab das Lob gerne zurück: "Wir könnten glatt noch einen Tag dranhängen, so spannend war die Aktion", war vielfach zu hören. (pm) +++


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