Der Kreisverband Rotenburg an der Fulda vom Deutschen Roten Kreuz hat einen Insolvenzantrag gestellt - Archivbild: O|N/Gerhard Manns

ROTENBURG/F. Landesverband unterstützt

Nach Insolvenzantrag: DRK-Kreisverband arbeitet weiter - Suche nach Lösung

15.11.22 - Der Kreisverband Rotenburg an der Fulda vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat vor wenigen Tagen wie berichtet einen Insolvenzantrag gestellt. Grund für das vorläufige Insolvenzverfahren seien die hohen Verbindlichkeiten im Rettungsdienst gegenüber den Krankenversicherungen, die nicht vollumfänglich abgebaut werden konnten. Zudem haben die Investition in einen Menüservice und der veraltete Fuhrpark dazu beigetragen.

Das erklärte der Kreisverband in der vergangenen Woche in einer Pressemitteilung. Das Rote Kreuz in Hessen gliedert sich in 37 Kreisverbände und 424 Ortsvereine. Jeder Kreisverband ist wirtschaftlich eigenständig.

Die finanziellen Schwierigkeiten waren dem Landesverband bekannt: "Dem DRK-Landesverband Hessen war bekannt, dass es eine wirtschaftliche Schieflage gab", schreibt der Landesverband auf Anfrage von OSTHESSEN|NEWS. Der DRK-Kreisverband Rotenburg an der Fulda habe sich bereits im Jahr 2018 an den DRK-Landesverband Hessen gewandt.

Finanzielle Hilfe während der wirtschaftlichen Krise

Der Landesverband habe in einer Phase der wirtschaftlichen Krise finanziell geholfen und Darlehen gewährt. Gebunden an die finanzielle Hilfeleistung waren mehrere Punkte wie die Konsultierung einer externen Sanierungsberatung, Aufarbeitung der wirtschaftlichen Situation und die Möglichkeit der Teilnahme des Landesverbandes an Vorstandssitzungen.

Daneben stand der Landesverband mit Rat zu den verschiedenen Aufgabenfelder zur Verfügung. "Nach Aufarbeitung der Situation des Kreisverbandes hat sich gezeigt, dass ein wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb leider nicht mehr möglich ist. Als Landesverband stehen wir in Kontakt mit dem Insolvenzverwalter und stehen für die Mitentwicklung von Lösungsansätzen bereit. Mit ihm wird der Betrieb des Rettungsdienstes sichergestellt", schreibt der Landesverband auf die entsprechende Frage von O|N.

Suche nach möglichen Lösungen der Finanzkrise

Während der nächsten Monate werde beim DRK in Rotenburg in enger Abstimmung mit dem Landkreis und den Krankenkassen mögliche Lösungen gesucht, die langfristig tragen sollen. Während dieser Zeit werde die Arbeit des DRK-Kreisverbandes weitergeführt. Die Mitarbeitenden erhalten in den nächsten drei Monaten ihren Lohn, so der Landesverband vom Deutschen Roten Kreuz in Hessen abschließend. (Hans-Hubertus Braune) +++

DRK-Kreisverband Rotenburg an der Fulda ist insolvent - Ziel: Mitarbeiter halten


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