Erschöpft, aber glücklich. Daniel Schrimpf im Ziel - Fotos: Gerd Böttcher.

FULDA/USA Fuldaer beim Race Across America

Quer durch die USA: Daniel Schrimpf bewältigt brutalstes Radrennen der Welt

17.11.22 - 4.926 Kilometer durch die USA, nonstop von der West- zur Ostküste. Hinter dem Stockhäuser Daniel Schrimpf liegt ein ganz besonderes Abenteuer. Gemeinsam mit drei Teamkollegen nahm er am Race Across America teil, einem Langstreckenradrennen quer durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Einmal von West nach Ost, quer durch die USA

Dabei sind Radrennen von mehreren tausend Kilometern für Schrimpf eher die Ausnahme. Der 37-Jährige fährt bevorzugt Alpen- und Bergmarathonrennen. Die sind zwar immer noch mehrere hundert Kilometer lang - aber damit deutlich kürzer als das Race Accross America. "Ich bin das Rennen aber natürlich nicht alleine gefahren. Wir waren als 4er-Team am Start und haben uns beim Fahren intervallweise abgewechselt", erzählt der Hobbysportler, der pro Jahr ungefähr 20.000 Kilometer mit dem Rad zurücklegt.

Von Kalifornien aus führte die Strecke unter anderem durch Arizona, Utah, Colorado, Kansas, Missouri, Illinois, Indiana und Ohio bis zum Ziel in Annapolis in Maryland. Das Ziel des Teams war klar: Man wollte das Rennen gewinnen. "Wir sind schon sehr ambitioniert gefahren, und es sah auch so aus, als könnten wir ganz vorne mitfahren. Dann ist aber ein Fahrer von uns an Corona erkrankt und musste aussteigen", so Schrimpf.

Nichts als endlose Weite

Das Team im Ziel

Team muss zu dritt weiterfahren

Ulms kleine Spatzen, so heißt das Team, standen plötzlich nur noch mit drei Fahrern da - und das bei einem der härtesten Radrennen der Welt. Aufgeben war dennoch keine Option. Das Team passte die Taktik an. Der Sieg war nicht mehr das Ziel, stattdessen ging es ab da nur noch ums durchkommen. Zwei Fahrer auf der Strecke fuhren jeweils zwölf Stunden Schichten, der Dritte ruhte sich sechs Stunden aus. "Das klingt viel, wenn man aber die Zeit für Verpflegung, Duschen und Physio abzieht, blieben meist noch zwei Stunden fürs Schlafen übrig – und das im fahrenden PKW oder Wohnmobil. Das ging schon sehr an die Substanz."

Blieb da überhaupt Zeit, die Eindrücke der Umgebung wahr zunehmen? "Man nimmt die Umwelt schon wahr und versucht, die Eindrücke im Kopf zu speichern", so Schrimpf. Und davon gab es jede Menge. Von der Mojave-Wüste, über die Rocky Mountains, bis hin zu den Küsten des Pazifik und Atlantik und der endlosen Weite des Mittleren Westens. Die USA zeigten ihre ganze landschaftliche Vielfalt.

Das Begleitfahrzeug

Auch deutsche Fans waren an der Strecke

"Bin kein Fan von Wiederholungen"

Sportlich lief es auch zu dritt für das Ulmer-Team überraschend gut. Zwar war Platz eins außer Reichweite, aber auch mit einem Mann weniger konnte das Team von Daniel Schrimpf ganz knapp den zweiten Platz halten. Nach sechs Tagen, neun Stunden und fünfzehn Minuten erreichten die Spatzen das Ziel in Annapolis. Es war eine einmalige Erfahrung", so Schrimpf.

Alles in allem war das Team knapp ein Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wird es ein zweites Mal geben? "Es war zwar sehr beeindruckend, aber ich bin eigentlich kein Freund von Wiederholungen", so der Radfahrer abschließend. Es gibt ja auch noch genug andere Herausforderungen. (fh)+++


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