Breitere Trassenverläufe lassen nun eine Koexistenz von Skatern und klassischer Technik zu - Fotos: goa und Erwin Mengel / TGV Schotten

SCHOTTEN Ski Nordisch: Der Schnee kann kommen

Noch mehr Qualität und Quantität im Loipennetz am Hoherodskopf

18.11.22 - Für Skilangläufer aller Leistungsbereiche, vom Einsteiger bis zum ambitionierten Sportler, wurde das ohnehin bereits hervorragende Loipennetz im Ski-Langlaufsportmekka Hoherodskopf nochmals spürbar verbessert. Breitere Trassenverläufe lassen nun eine Koexistenz von Skatern und klassischer Technik zu, Gefahrenpunkte wurden entschärft, die zu einer Vereisung tendierenden Wasserstellen beseitigt und die Rennstrecke in mehreren Punkten optimiert. Der Ehrenvorsitzende des TGV Schotten, Erwin Mengel, bringt es auf den Punkt: "Jetzt fehlt nur noch der Schnee!"

Mengel verweist im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS darauf, dass man die vergangenen Monate nach dem Ende eines herausragenden Ski-Winters alles andere als untätig war. "Viele Institutionen und Personen haben im Einbringen von Manpower und finanziellen Mitteln dafür gesorgt, dass unser allseits beliebter "Taufstein-Gletscher" noch besser und sicherer nutzbar gemacht wurde. Wir bilden hier in Schotten neben Gersfeld und Willingen einen Landesstützpunkt, bei dem die Skilanglauf-Nachwuchsarbeit durch die Verbindung mit einem Lehrertrainer an der Vogelsbergschule einen besonderen Stellenwert hat. So war es folgerichtig, dass in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium des Inneren und des Sports, dem Hessischen Skiverband, dem TGV und mit Hessen Forst als Grundbesitzer und dem Naturpark an einer Verbesserung der Loipen gearbeitet wurde.

Mit schwerem Gerät wie Bagger, Stockroder und Mulcher wurden neue Trassen geschaffen und die vorhandene 5 km-Touristenloipe auf 8 bis 10 m verbreitert. Gleichzeitig wurden im Bereich der Abfahrt der 5 und 7,5 km-Touristenloipen Wasserstellen durch Drainagegräben und Verrohrungen beseitigt. Bei mehreren größeren Arbeitseinsätzen, an denen Mitglieder der TGV-Skiabteilung, des SC Lanzenhain und des TSV Grebenhain beteiligt waren, beseitigte man seitlichen Bewuchs, größere Äste und Steine. Maßgeblich waren auch die Mitarbeiter des Naturparks, Uwe Radmacher und Niclass Brähler, im Einsatz, wechselten das Gatter in der "Breiten Schneise" und mulchten alle Loipen. Für diese gemeinsamen Anstrengungen gebührt allen Beteiligten ein großes Lob, einzelne Institutionen könnten das nicht schaffen!", so Mengel.

"Schneesicherste Region in ganz Hessen"

Die Unterstützung so vieler überregionaler Beteiligter kommt nicht von ungefähr: "Die Region Hoherodskopf / Taufstein ist die schneesicherste Region in ganz Hessen!", erklärte der Präsident des Hessischen Skiverbands, Dr. Werner Weigelt, Gelnhausen, Ende Februar gegenüber OSTHESSEN|NEWS am Rande der Hessischen Meisterschaften, die kurzfristig wegen Schneemangels im Sauerland nach Schotten verlegt worden waren. Angesichts des Skilanglauf-Booms im Kinder- und Jugendbereich gerade in Corona-Zeiten erscheint die Förderung des nordischen Skisports sehr sinnvoll.

Bei einem Ortstermin zeigte sich, dass Mengel nicht übertrieben hat. Nicht verbergen konnte er an einer Stelle seine besondere Freude: die Wettkampf-Rennstrecke wurde um eine rasante Abfahrt und einen längeren Anstieg erweitert und misst nun 5,5 km Länge. "Hier wird die Strecke für das Training des Langlaufnachwuchses sowie für Wettkämpfe noch anspruchsvoller!", so Mengel an der beeindruckenden Abfahrt, die in eine Kurve mündet. Doch Mengel, selbst im Alter von 81 Jahren noch glühender Skilangläufer, mahnt zu Risikobewusstsein und Vernunft: "Diese Abfahrt hat es wirklich in sich. Sie ist nur für geübte Läuferinnen und Läufer geeignet, die wissen, wie sie die Kurve am Ende der Abfahrt mit Langlaufskiern bewältigen. Anfänger haben da einfach nichts verloren!"

Begeisterung ist groß

Man merkt ihm die Begeisterung für den Skilanglauf bei jedem Wort an - und die Freude darüber, dass die Wetterprognosen nun erstmals in dieser bevorstehenden Saison von Schneeflocken in den hessischen Höhenlagen sprechen. Auch wenn der Schnee noch nicht liegen bleiben mag - Erwin Mengel und den genannten Beteiligten der Baumaßnahmen kann es gar nicht schnell genug gehen, bis alle Neuerungen den ersten Praxistests unterzogen werden können.

Wunschlos glücklich sind Mengel und die anderen Beteiligten "natürlich" auch nach der Optimierung noch nicht: "Toiletten im Bereich des Loipenhauses wären gerade bei Renn-Veranstaltungen wichtig, außerdem werden wir noch einen Geräteschuppen für den Motorschlitten errichten. Und naja, die Elektrifizierung des Loipenhauses wäre ein Riesen-Wunschtraum, damit bei Rennen nicht mehr das Aggregat laufen muss!" (goa) +++


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