Carsten Linnemann beim O|N-Gespräch am Rande des JU-Deutschlandtages. - Fotos: Hendrik Urbin

FULDA O|N-Gespräch mit Carsten Linnemann (CDU)

Klare Worte und viel Lob für die Mittelstandsunion Fulda

22.11.22 - Er hat zu vielen Fragen eine klare Haltung und vertritt seine Meinung offensiv: Carsten Linnemann. Der in Paderborn geborene Diplom-Volkswirt ist stellvertretender Vorsitzender der CDU und als Verantwortlicher der CDU-Programm- und Grundsatzkommission zugleich auch so etwas wie das Gesicht der Erneuerung der Union. Natürlich war der 45-Jährige am Wochenende auch beim JU-Deutschlandtag in der Fuldaer Esperantohalle dabei und stand OSTHESSEN NEWS für ein Gespräch gerne zur Verfügung. Die Barockstadt ist dem früheren Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) auch wegen der hervorragenden Arbeit in bester Erinnerung, die von der Mittelstandsunion Fulda unter Vorsitz von Jürgen Diener seit jeher geleistet werde.  

Carsten Linnemann (Mitte) gemeinsam mit O|N-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld ...

Linnemann hat sich in der jüngeren Vergangenheit bei verschiedenen Gelegenheiten dezidiert zum so genannten Bürgergeld geäußert und nimmt auch gegenüber O|N kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Kritik an den Plänen der Ampelkoalition geht: Diese wolle anscheinend das "Fordern" streichen, während für die Union "Fördern" und "Fordern" von gleich hoher Bedeutung sei. Es verfestige sich immer mehr der Eindruck, als zähle in Deutschland ehrliche Arbeit nicht mehr viel. Zudem seien derzeit viele Branchen Hände ringend auf der Suche nach Arbeitskräften, wie die zahlreichen offenen Stellen bewiesen. Dies gelte nicht nur für Fachkräfte.

Scharf geht der 45-jährige Christdemokrat mit der Politik der Ampel ins Gericht: Diese zeichne sich durch ein Zaudern und Zögern bei wichtigen Entscheidungen aus, was besonders an der Zusammensetzung der Koalition mit SPD, Grünen und FDP liege. "Da will sich jeder wiederfinden und verwirklichen" so Linnemann. Und weiter: "Die drei sind nicht in eine Richtung unterwegs."

Und wie sieht es mit der CDU aus? Hat sich die Partei inzwischen gemeinsam mit ihrer Schwesterpartei CSU an die Oppositionsrolle gewöhnt? "Die Fraktion ja, die Partei noch nicht", betont Linnemann und stellt dem ebenfalls in Fulda anwesenden CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz folgendes Zeugnis aus: "Er ist hervorragend." Dass es mit der CDU aufwärts gehe, sei auch darauf zurückzuführen, dass die Partei wieder geschlossen auftrete. Auch die Auseinandersetzung mit dem neuen Grundsatzprogramm sei wichtig, um den Bürgern zu zeigen, dass man die wichtigen Themen und Fragen der Zeit offensiv angehe.

Nach 1978, 1994 und 2007 wird es übrigens das vierte Grundsatzprogramm in der Geschichte der CDU sein - eine Bestandsaufnahme, die Orientierung für die nächsten Jahre geben soll.

Denn, und auch da spricht Linnemann Klartext, die Gesellschaft befinde sich nicht zuletzt aufgrund aktueller Krisen in einer schwierigen Lage und drohe auseinander zu driften. Besonders durch die Inflation sei der Zusammenhalt gefährdet. Da sei es wichtig, den "richtigen Kitt für die Zukunft" zu verwenden. Eine Aufgabe, der sich die Union gerne im Sinne der Bürger annehmen werde. (Bertram Lenz) +++


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