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02.10.09 - TISCHTENNIS

Vorschau Sonntag 15.00 Uhr: Holt TG 1837 Hanau in Bremen zwei Punkte?

Sonntag, 15:00 Uhr: SV Werder Bremen - TG 1837 Hanau

Noch ist sie komplett sieglos, die Profitruppe der TG 1837 Hanau - in der Liga gab es gegen die hoch einzuschätzenden Teams aus Frickenhausen, Düsseldorf und Ochsenhausen erwartete Niederlagen, im Pokal musste man am Dienstag beim Zweitligisten Gräfelfing das Aus quittieren - allerdings schickte dort Trainer Hampl nicht die 1-A-Formation ins Rennen. Bislang war es in der Liga immer nur Chiang Hung-Chieh, der für die Hessen punktete - auf Dauer zu wenig, um sich im Oberhaus zu halten. Da Chiang diesmal allerdings in Taiwan weilt, müssen es Andere richten. Jörg Roßkopf und EM-Viertelfinalist Ruwen Filus, in der Oktober-Weltrangliste um 44 Plätze nach oben geklettert, dürften gute Karten haben, in Bremen aufzulaufen. Dort ruhen die größten Hoffnungen jedoch auf Chiang-"Ersatz" Lee Jung Sam, der erstmals für Hanau am Tisch stehen wird. Der äußerst aggressiv spielende Linkshänder mit dem Penholdergriff weilt seit einer Woche in Hessen und konnte bereits einige Einheiten mit der Hampl-Trainingsgruppe absolvieren. Allerdings scheint die Verständigung mit dem 25-jährigen Südkoreaner bislang überwiegend per internationaler Tischtennis-Zeichensprache zu funktionieren, da Lees Englischkenntnisse offenbar rudimentär sind. Gastgeber Bremen, das wieder alle Mann an Bord hat, steht mit 2:4 Zählern auf Platz acht, möchte aber mit einem Sieg ins Tabellenmittelfeld vorstoßen.

Sascha Greber hat zusamen mit Trainer Tamas und seinen Spielern inzwischen einige Videos mit Lee Jung Sam studiert: "Wir wissen, dass er gefährlich ist und schon starke Gegner wie Chuang oder Ryu geschlagen hat." Werders Teammanager freut sich zunächst einmal, dass Neuzugang Jens Lundquist seine schwere Lungenentzündung unbeschadet überstanden und sich danach beim Spiel in Düsseldorf wieder gut eingeführt hat. Als positiv bewertet Greber auch, dass "unser gesamter Kader seit dem letzten Spiel zusammen ist und eine komplette Vorbereitungswoche gemeinsam absolviert". Der Manager der Norddeutschen freut sich auf die TGH: "Hanau ist alles andere als ein Aufbaugegner und ein Jörg Roßkopf ist immer noch eine Attraktion für die Zuschauer. Das wird wieder so ein spannendes Spiel, bei dem die Tagesform entscheidet. Eigentlich sind es genau diese 50:50-Spiele, die die Bundesliga so interessant machen." Jörg Roßkopf äußert sich eher zurückhaltend zu Hanaus kurzzeitigem Hoffnungsträger und möchte den Erwartungsdruck nicht zu groß werden lassen: "Lee hat längere Zeit keine Wettkämpfe bestritten, zudem ist die Bundesliga etwas ganz Neues für ihn. Da wird man sehen müssen, ob er sich gleich zurechtfinden kann." Immerhin attestiert "Mr. Tischtennis" seinem neuen Teamkollegen außergewöhnliche Fähigkeiten: "Er hat sehr gefährliche Aufschläge und spielt einen guten ersten Ball". "Rossi" sieht die Hanauer Situation noch längst nicht als kritisch an: "Wir wussten alle, dass der Start schwer werden würde, jetzt müssen wir allmählich mal beginnen, an einem Sieg zu schnuppern. Dazu muss sich jeder von uns steigern. Bremen ist zwar auch kein leichter Gegner, wir sind aber nicht chancenlos." (DTTL). +++

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