Drei Wegweiser fehlen am Schilderbaum, den der Knüllgebirgsverein aufgestellt hat. Der letzte verbliebene wurde verbogen. - Fotos: Judith Walz

NEUENSTEIN Großer Frust macht sich breit

Wer macht so etwas? Vandalismus an Wegemarkierungen auf dem Eisenberg

29.11.22 - Mit viel Engagement und finanziellem Aufwand werden im Knüll die Wanderwege beschildert und gepflegt. Unbekannte zerstörten, entwendeten und manipulierten kürzlich gezielt Wegweiser auf dem Eisenberg (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Dies führt nicht nur Wandernde in die Irre, es sorgt bei den Zuständigen auch für große Frustration.

Fassungslos blicken Cornelia Tippelt und Wilfried Hahn auf verbogene Metallschilder, die den Wandernden auf dem Eisenberg den richtigen Weg weisen. "Manche Schilder wurden sogar mit Werkzeug entfernt. Da ist jemand ganz gezielt und geplant vorgegangen", berichten die engagierten Ehrenamtler. Die Wegepatin des Hersfelder Wandervereins und der Wegepate des Knüllgebirgsvereins kümmern sich gemeinsam um den neuen Premiumspazierwanderweg "Eisenberg Panoramaweg", der in diesem Jahr über den Naturpark Knüll umgesetzt wurde.

Viele Stunden verbringen sie ehrenamtlich mit der Markierung und Pflege der Wege. Die gezielte Zerstörung von Schildern hinterlässt große Betroffenheit, Unverständnis und Frustration. "Wir können nicht nachvollziehen, wer und vor allem warum jemand so etwas tut", sagen Tippel und Hahn.

Nicht, das erste Mal, dass so etwas passiert

Rainer Keim, Wegewart des Knüllgebirgsvereins, berichtet, dass dies nicht zum ersten Mal passiert sei: "In Frielendorf beispielsweise wurden mitten im Ort Wegweiserpfosten komplett entwendet. Vandalismus erlebe ich leider immer wieder", berichtet er. Rudi Zülch, Wegepate für den Hutewaldweg in Rengshausen, musste bereits im Sommer feststellen, dass Wegweiser direkt nach der Montage verbogen und beschädigt wurden.

Der um 45 Grad verdrehte Schilderbaum weist nun den Wanderern auf dem Fabelweg einen ...

Einen Wanderweg intakt und immer lückenlos beschildert zu halten, ist ein großer Aufwand, den die Wegepaten der Fabelwege und seit Jahren der Knüllgebirgsverein ehrenamtlich auf sich nehmen. Der Weg muss grundlegend beschildert werden und dann mindestens zweimal jährlich in jede Richtung auf Lücken kontrolliert werden.

Vandalismus führt zu enormem Mehraufwand


"Vandalismus führt zu völlig unnötigem Mehraufwand für alle Beteiligten. Besonders unfair ist das Ganze für alle, die große Teile ihrer Freizeit und ihres Herzblutes in die Markierung der Wanderwege stecken, damit Wandernde fabelhafte Ausflüge in die Natur erleben können und sich nicht verlaufen", berichtet Judith Walz, die beim Naturpark Knüll für das Wegemanagement zuständig ist. "Die Arbeit lohnt sich, weil viele Menschen davon profitieren und schöne Naturerlebnisse niederschwellig möglich sind, aber sie ist ein großer Kraftakt. Der Nachdruck der Schilder ist teuer und zeitaufwändig, die Zerstörung ärgerlich und demotivierend."

Seit Jahrzehnten kümmern sich Mitglieder des Knüllgebirgsvereins um die Wegebeschilderung und Markierung im Knüll für ein großes Wegenetz. Mit Entstehung des Naturparks Knüll kamen 20 Premiumwander- und Premiumspazierwanderwege hinzu. Naturpark Knüll und Knüllgebirgsverein werden Anzeige erstatten gegen Unbekannt. Gleichzeitig bitten sie Wandernde um Mithilfe. Wer Vandalismus beobachtet oder Schäden vorfindet, kann sich an die kostenfreie Servicenummer des Tourismusservice Rotkäppchenland wenden: 0800 234 235 236. (pm/kku)+++


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